Hinweis in eigener Sache
Manchmal schafft es auch mal eines meiner Bilder in eine überregionale Zeitung. Daher der Hinweis auf die heutige Ausgabe – DER SPIEGEL 51/2013 Mit einem Bericht welcher anslässlich der 200. Montags-Demonstration gegen Stuttgart 21 entstand.
Wer also schon immer mal ein Panorama von mir ausserhalb des Rechners haben wollte – Diese Woche am Kiosk des Vertrauens.
Archiv der Kategorie: Stuttgart21
Fortsetzung der „Lach- und Dachgeschichten“
Die Geschichte der Bahnsteig-Überdachung im Stuttgarter Hauptbahnhof ist eine Geschichte … voller Experimente. Sicher sieht das Projekt-Sprecher Dietrich oder so mancher Arbeiter anders, aber schaut man sich dort um, was früher einmal der funktionierende Stuttgart Hauptbahnhof war, dann sieht man zur Zeit dies:
Bereits als dieser Teil des Bahnhof noch geöffnet war, gab es massive Bedenken von Ingenieuren bezüglich der Statik des Daches. Damals ging es um massive Abbuchschäden durch die Firma SER, um Seitenwindbelastungen durch den Abbruch der Seitenflügel (Glasplatten wurden entfernt), um ein Abheben bzw. Verschieben der auf Rollen gelagerten Konstruktion (tonnenschwere Betonelemente wurden zur Stabilisierung eingebracht). Mittlerweile wurde aber noch mehr zur Destabilisierung des Daches getan, es wurde in der Mitte getrennt, Teile davon wurden einseitig an Gleis 1 abgebrochen und nun baut man Holzpfosten ein. Es scheint, damit wird der Abriss des Daches auf der anderen Seite der Betonstützen vorbereitet. Das alles in einer Zeit der Herbst und Winterstürme.
Nach allen Erfahrungen mit dem Dach und den Baukünsten der Deutschen Bahn macht dies nicht wirklich den Eindruck von einem sicheren Bauen unter rollendem Rad – sprich mit Personenverkehr unter diesem Dach. Die Besucher des Bahnhof werden zwar durch Holzzäune vor dem Anblick geschützt – das tonnenschwere Dach wird dies aber nicht hindern, wenn es mal nicht so läuft wie die DB es geplant hat! Wie so ein Bau mitten in einer Landeshauptstadt überhaupt ablaufen darf, ist mir ein Rätsel! Schaut man nur ein paar Meter weiter sieht man z.B… Folgendes:
Diese mittlerweile freischwebende Ecke eines zweifellos auch ziemlich schweren Werbeplakates, hängt auch direkt an diesem Dach dran. Abgesehen davon, dass ein Umstürzen des Plakates durchaus einige Arbeiter verletzen könnte, würde das sicherlich eine nicht unerhebliche Auswirkung auf die komplette Konstruktion bis hinüber auf Gleis 16 zu diesen Holzstämmen haben.
Gibt es auf dieser Prestige-Baustelle (in Zeiten als dort noch Schwarzarbeiter erwischt werden durften, nannte sie sich noch groß „Herz Europas“) eigentlich eine Bauaufsicht?
Sitzt der Bauleiter schon in einem der ausgedienten, berüchtigten Wasenkontainer oder hat sich zumindest schon mal dort häuslich eingerichtet?
Gibt es noch einen Bürgermeister, den es interessiert wie die Gäste seiner Stadt ankommen?
Wird die Trauerfeier der evtl. zu erwartenden Toten dann auch der gleiche Geistliche halten, welcher bei diesem Projekt Schächte als Tunnel erklärt und um Gottes Hilfe bei so einer Planung bittet?
Fragen über Fragen … the answer my friend is blowin´ in the wind …
Zu allen Bildern von den Dachdetails vom HBF
( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )
Fehlentwicklungen im Bereich Verkehrsinfrastruktur
Dargestellt in diesem Beitrag werden Fehlentwicklungen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur. Unter besonderer Berücksichtigung des Projektes Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Quelle Youtube – Stefan Otto
Sehr gute Erarbeitung der aktuellen Lage bei der Bundesweiten Entwicklung der Infrastruktur Bundesweit und den Zusammenhang mit Stuttgart 21! Bitte auch die aktuelle Baubilanz beim Projekt Stuttgart 21 beachten.
( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )
Schwertransport „Hauptlager der Tunnelbohrmaschine“
12.12.13 – Stuttgart In der Nacht zum Freitag den 13. transportierte die Firma Paule aus Obertürkheim ein 174t schweres Bauteil von einer der Tunnelbohrmaschinen des Bauprojektes Stuttgart 21 vom Stuttgarter Hafen an den Tunnelmund am Fasanenhof. Ich begleitete den Transport und dokumentierte ihn an vier Punkten der Strecke. (Zwischenlager auf dem Gelände der Firma Scholpp / Kreisverkehr Scharnhäuser Park / Rathausplatz Scharnhausen / Schelmenwasen am Fasanenhof)
direkt zu den Bildern in meinem Archiv – doku-stuttgart.de
Am Transport waren Hunderte Polizeibeamte und ca. 35 Mitarbeiter (vorbereitend über Monate ca. doppelt so viele) der Firma Paule beteiligt. Über den Transport verteilt fanden sich ca. 150 Gegner des Projektes Stuttgart 21 ein, zu Blockaden oder Beeinträchtigungen des Transports kam es allerdings nicht. Eine Versammlung am Tunnelmund, sowie eine Spontanversammlung an der Auffahrt von der A8 zum Fasanenhof, wurde vor der Ankunft des Transports geräumt (im ersten Fall) bzw. aufgelöst (im zweiten Fall). Für die Versammlung am Tunnelmund wurde von der Stadt Stuttgart eine Allgemeinverfügung erlassen. Da der Transport planmäßig um 19 Uhr startete wurde er auch druch den Unfall eines Polizeifahrzeuges mit einem LKW im Bereich Mittelkai / Obertürkheim kurz vor dem Start nicht gestört.
Die Polizei spricht von einem Erfolgreichen Einsatz was aus ihrer Sicht durchaus einleuchtend erscheint. Meiner Ansicht nach kann auf jedenfall sagen, dass die Polizei im Gegensatz zu Einsätzen in der Vergangenheit, nicht mehr den Fehler macht die Lage zu unterschätzen. Ob die Einsätze noch im Verhältnis zu der stehts friedlichen und zumeist angemeldeten Demonstrationen steht wage ich nicht zu beurteilen. Dazu kann sich aber jeder selbst anhand der Bilder eine Meinung bilden.
Bitte auch den Bericht des Teams – cams21.de in den nächsten Tagen beachten.
EDIT 14.12.13 – Titel geändert
( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )
Kameras müssen aus bleiben
taz.de – Urteil wider Überwachung
Göttinger Verwaltungsgericht urteilt: Polizisten dürfen auf friedlichen Demonstrationen nicht filmen. „Eigentlich ist die Rechtslage eindeutig: Die Polizei in Niedersachsen darf nur dann Bild- und Tonaufzeichnungen von einer Demonstration anfertigen, wenn es sich um eine unübersichtliche Versammlung handelt. Und wenn von dieser eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht. So steht es zumindest im niedersächsischen Versammlungsgesetz. Doch die Praxis sieht bisher anders aus.“ … Weiterlesen bei der taz.de
Angesichts der Urteile aus Niedersachsen verwundert es besonders, dass es in Stuttgart
Knoten im Rohr – oder Knopf im Ohr
Petermanns Flaschenpost – Erörterungstermin 7. Planänderung – Teil 18
Das Regierungspräsidium scheint diese Erörterung als reine Privatveranstaltung zu verstehen, bei der es nur um den eigenen Erkenntnisgewinn zur Abarbeitung einer Pflichtaufgabe geht. Deshalb wurde nur noch ein Fortsetzungstag angesetzt. Man möchte offenbar einem formalen Klagegrund vorbeugen, weil der zunächst angesetzte TOP 7 nie aufgerufen wurde. Dass die anderen Tageordnungspunkte (inhaltlich viel bedeutender) nie beendet wurden, scheint man hinnehmen zu wollen. Und, ganz unüblich, auch den Standard „Sonstiges“ lässt man unter den Verhandlungstisch fallen.
Kommentar zum geplanten 2. Untersuchungsausschluss
Über drei Jahre ist es nun her – der Schwarze Donnerstag! Genauer exakt 1166 Tage. Ja, ich gebe zu dieser Tag hat mich verändert, ich habe seit dem immer wieder auf eine saubere Klärung der Vorgänge von damals gehofft. Ja, ich habe mir damals in den Tagen nach dem 30.09.2010 vorgenommen, solange die Erinnerung an diesen Tag nicht ruhen zu lassen, bis hier eine echte Aufklärung statt findet.

Schon damals, als in aller Schnelle ein CDU geführter sog. Untersuchungsausschuss gestartet wurde, war mir klar, dass dies NICHTS mit Aufklärung zu tun haben wird. Als dann der Verlauf der ersten Tage der Untersuchung bekannt wurde, war klar – ich hätte es mir niemals vorstellen können wie unglaublich eine Führung eines solchen Ausschusses sein kann, wenn sie politische Interessen verfolgt. Wer dazu bisher noch nie etwas gesehen hat kann gerne mal in zb. dieses Video schauen (ab ca. Minute 9:30) oder aber einfach wahllos einige der ungeschnittenen original Videos von FlügelTV Teil 1 oder Teil 2. (Keine Zeit für „ungeschnitten“ hier eine 6 Min. Zusammenfassung – leider aber von der Landtagswahl beeinflusst und daher politisch motiviert kommentiert.)
Was also nach all den Jahren soll ich nun davon halten, wenn ein politisch geführter und motivierter 2. Untersuchungsausschuss gestartet werden soll? Klar, ich weiß wie „normalerweise“ ein Untersuchungsausschuss des Landtages gebildet wird und natürlich ist das „normal“, dass dabei dann die regierende Partei (Projektbetreiber S21) und ihre Koalitionspartner (bundesweit wahrscheinlich Koalitionspartner der CDU) dafür zuständig sind. Zudem kommt dann noch dazu, dass jetzt Protokolle die Runde machen, dass Angela Merkel auch direkt in den 30.09.2010 verstrickt sein soll (alt. LINK). Neben den politischen Motivationen gibt es dann auch wieder die Tatsache, dass wieder und immer noch die selbe Staatsanwaltschaft für die Ermittlungen zuständig ist, welche schon damals selbst in die Vorgänge verstrickt war. Wie also soll man so einem sog. Untersuchungsausschuss vertrauen können?

Keine Frage, ich halte viel von der Motivation und vom Engagement von zb. Uli Sckerl, welcher seit langem nun schon im Auftrag der Grünen versucht, Licht ins Dunkel dieser Vorgänge zu bringen. Aber wie kann denn ein Untersuchungsausschuss, mit so viel eigener Verstrickung in die Sache, jemals zu einem glaubwürdigen Ergebnis kommen? Die Einbeziehung der Frage „war Merkel mit schuld oder nicht“ macht das alles nicht besser. Sie selbst sagte ja damals öffentlich, dass diese Frage um Stuttgart 21 mit der Landtagswahl geklärt würde (auch wenn diese Aussage, wie sich zeigte, nichts weiter als ein Lippenbekenntnis war!). Ihre Motivation in der Sache ist ziemlich eindeutig.

Schade, dass auch diesmal die Landesregierung in Baden-Württemberg, als direkte Nachfolgeregierung der für den Schwarzen Donnerstag klar verantwortlichen Regierung, hier wieder einmal eine Chance verpassen wird, um für die Menschen, die das damals erlebt haben, wieder etwas glaubwürdiger zu erscheinen. Warum denn nicht einen neutralen Untersuchungsleiter ohne politische Interessen? Warum nicht mit einer Staatsanwaltschaft, welche NICHT selbst mit in die Vorgänge verstrickt ist? Bleibt wieder einmal nur die kleine Hoffnung, dass wenigstens diesmal die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Und damit ist sicher nicht nur der „medienwirksam durchs Dorf getriebene“ Mappus gemeint! Nicht zuletzt Innenminister Rech, und weitere bekannte Protagonisten des 30.09., sind bisher ohne weitere Folgen davon gekommen.

Zu den letzten beiden Dokumenten siehe auch LINK
( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )
Die inzidente Umweltverträglichkeitsprüfung – Eine Analyse der Protokolle
Petermanns Flaschenpost – Erörterungstermin 7. Planänderung – Teil 17
Diese Wortschöpfung der Leiterin des EBA-Stuttgart könnte ebenfalls im Umweltrecht Geschichte schreiben. Gemeint ist damit, dass weil man die Anträge der Bahn an das Regierungspräsidium weitergeleitet habe, sei damit automatisch eine gesetzlich notwendige Vorprüfung durchgeführt, die sich allerdings nicht auf Papier verdinglicht habe. Zwischenzeitlich hat man also nun nachträglich vorgeprüft und im Internet verdinglicht. Diese Handhabung entspricht Schiebergeschäften auf einem Schwarzmarkt (um ein mildes Beispiel zu wählen) – da gibt es auch kein Prüfergebnis, keinen Kaufvertrag und mit der Bezahlung ist allem zugestimmt. Eine formale Kleinigkeit ist dieses Vorgehen sicher nicht.
Die inzidente Umweltverträglichkeitsprüfung – Eine Analyse der Protokolle weiterlesen













