Ein Lenkmal als Straßenbegleitkunst: Der Schwäbische Laokoon am Charlotten“Platz“

Passend zum Immobilienprojekt Stuttgart 21 kam in der Nacht zum 27.10.2020, quasi ebenso wie viele andere Meilensteine des Projektes, in einer „Nacht und Nebel Aktion“ die Skulptur „S21 – Das Denkmal. Die Chronik einer grotesken Entgleisung“ (Link zum Künstler) nach Stuttgart. Anders jedoch wie so mancher Abrissbagger, wurde hier nicht blockiert, sondern applaudiert. Ab heute kann sich die Landeshauptstadt also geehrt fühlen einen waschechten Lenk erhalten zu haben.

So erblickte also heute ein impossantes neun Meter hohes und 16 Tonnen schweres „Lenkmal“ das Tageslicht (Link zum Livestream im Sonnenaufgang auf Facebook). Aber auch wenn König Wilhelm II. von Württemberg Platz machen musste, ist der Standort in Sichtweite von Schloßplatz und Landtag typisch für Stuttgart, also wenn man so will vorerst eher nur Straßenbegleitkunst an einer Kreuzung die sich Charlotten“platz“ nennt. Man kann es also  positives Schicksal nennen, dass dieser Standort vor dem Wilhelmspalais nur „Temporäre Skulpturengalerie“ genannt wird und diese Detailreiche Skulptur nächstes Jahr an einen schöneren Platz umziehen kann.

In der Gestaltung der einzelnen Figuren die sich alle mit einzelnen Stationen des Themas „Stuttgart 21“ auseinander setzen, zeigt Peter Lenk jedenfalls tiefe Kenntnis der Einzelheiten  rund um den geplanten Tiefbahnhof, welcher nun schon seit 1997 die Stuttgarter mehr oder weniger intensiv beschäftigt. Jedem Stuttgarter sei ein Besuch empfohlen um die vielen kleinen Highlights zu erkunden und selbst herraus zu finden wie viel oder wenig die gezeigten Figuren für diese Stadt getan haben.

Da wir alle aber aktuell in schweren Zeiten leben und bis zum geplanten Umzug des Lenkmals im März 2021 nicht allen  interessierten Menschen  eine Fahrt in die Großstadt zuzumuten ist, habe ich beschlossen hier an genau dieser Stelle täglich  ein anderes Detail dieser Skulptur zu zeigen. Wer also zu Zeiten von Corona nicht selbst vor Ort sein möchte, kann täglich hier auf schaeferweltweit.de/LenkdesTages vorbei schauen und ein weiteres spannendes Detail mit mir gemeinsam entdecken. Die Bilder werden aus Respekt vor dem Künster auch immer nur je einen Tag hier zu sehen sein und ich bitte darum das man „nach Corona“ die Skulptur unbedingt real betrachten sollte. Abgesehen davon sollte sich auch jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür einsetzen das diese Skulptur nächstes Jahr in Stuttgart bleiben wird.

– Lenk des Tages     *   Lenk im Detail  –

– Der Schwäbische Laokoon    *   Täglich im Detail –

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Nächtliche Einweihung: „S21 – Das Denkmal. Die Chronik einer grotesken Entgleisung“

– der „schwäbische Laokoon“ von Peter Lenk –

Livestream auf Facebook direkt  vom Stadtpalais

PM des Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21

Willkommen in Stuttgart, Peter Lenk!

Gut zwei Jahre hatte der Bildhauer Peter Lenk an seinem „schwäbischen Laokoon“, einer über 10 Meter hohen Stein gewordenen Kritik an Stuttgart 21 gearbeitet, bevor sie heute, in der Nacht auf den 27. Oktober mit einem Schwertransport von Bodmann am Bodensee kommend an ihrem vorläufigen Standort vor dem Stuttgarter Stadtpalais aufgestellt werden konnte. Vorausgegangen war ein monatelanges zähes Ringen hinter den Stadtverwaltungs-Kulissen zwischen Kunstverständigen und Liberalen und vielen S21-Verantwortlichen, die sich vor öffentlicher Blamage fürchteten.

„Wir danken allen, die über ihre Schatten gesprungen sind und vor allem den vielen Aktiven, die in einer beispiellosen Spendenkampagne mit 132 000 Euro, überwiegend Kleinspenden, den Großteil der Unkosten für dieses Projekt zusammen bekommen haben“, so Bündnissprecher Dr. Eisenhart von Loeper. Dass mehr nicht möglich war und der Künstler bislang Transport- und Aufstellungskosten selbst tragen muss, sei kein Ruhmesblatt für die sich liberal verstehende Landeshauptstadt.

Immerhin sind Lenks ironisch-provokante Arbeiten heute bundesweit in mehr als 25 Städten zu sehen – immer begleitet von großem öffentlichen Interesse. Bekannt ist insbesondere die inzwischen weltbekannte und zum Wahrzeichen der Stadt avancierte „Imperia“ an der Konstanzer Hafeneinfahrt, die seinerzeit hinter dem Rücken der Stadtoberen in einer nächtlichen Aktion aufgestellt wurde. Viel Aufmerksamkeit erzielte Lenk, der immer gern an überkommenen Regeln von Anstand und Sitte kratzt, mit seiner als „Pimmel über Berlin“ bekannt gewordenen Skulptur „zu Ehren“ von Ex-BILD-Chefredakteur Kai Diekmann an der Fassade des taz-Hauses in Berlin.

Lenks Skulptur ist nicht nur eine beißende Kritik an Deutschlands absurdestem Großprojekt, sondern auch eine Würdigung der Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21, verewigt auf vier großen Reliefs am Sockel der Skulptur. „Dafür danken wir Peter Lenk“, so von Loeper. Die Namen von 866 der über 1000 Spender*innen, die zur Sichtbarmachung von Stuttgarts „grotesker Entgleisung“ beigetragen haben, sind auf einer großen Tafel vor dem Denkmal
aufgelistet. Diese Namen und weitere Infos zum Projekt und der weiter laufenden Spendenkampagne.

Eisenhart von Loeper / Werner Sauerborn

 Die Enthüllung wird mit den ersten Sonnenstrahlen des 27.10.2020 stattfinden. Wer zu neugierig ist kann hier aber beim Probeaufbau der Transpotfirma schon mehr sehen – Spoiler

Hier auch das Video vom Testaufbau der Transportfirma BROZIAT

Hier erklärt Peter Lenk selbst sein Werk:

Mundschutz in FFP3 Qualität? Tipp: URBANDOO

„Corona“ entwickelt sich zum Dauerbrenner 2020 und auch für das Jahr 2021 sollte man sich keine zu großen Hoffnungen machen sondern besser gleich sinnvoll darauf vorbereiten. So wird die Suche nach einem !sinnvollen! Mund-Nase-Schutz immer wichtiger. Bei meiner Recherche zu „Atemschutz“ kam ich schon im März 2020 zu einem kleinen innovativen Unternehmen bei Augsburg das bereits 2019 einen Intelligenten Schutz in FFP3 Qualität entwickelte. Sina Trinkwalder und Hendrik Kahmann hatten sich hier zusammen dem Thema der städtischen Luftverschmutzung gewidment und ein eigenes neues Konzept entwickelt über welches die Beiden letztlich den Werbeslogan „Urbandoo – dein Schutzschild in Loopform“ schrieben. Im Jahr 2020 haben das Konzept nun immer weiter optimiert und verbessert.

Das Kunstwort „Urbandoo“ kombiniert die Begriffe „Urban“ und „Bandana“ und steht für einen Schlauchschal bzw. ein Schlauchtuch welches mit einem großflächigen FFP3-Filter* kombiniert wurde!   Damit wird die Sorge um „Nasenfrei Muffel“, „Kinnträger“, „Querdenker“ oder andere Ignoranten unwichtige Nebensache. Zudem kann diese Lösung nicht als offizielle Persönliche Schutzusrüstung zugelassen werden (weil die dafür Entwickelten Normen auf normale Masken ausgelegt sind und bei einem Schlauchtuch nicht anwendbar sind). Dies ist aber kein Nachteil sondern ein Vorteil – so knn man ohne schlechtes Gewissen nicht nur andere sondern auch sich selbst effiktiv und Nachhaltig schützen ohne Gefahr zu laufen den professionellen Pflegekräften Masken weg zu kaufen. Mundschutz in FFP3 Qualität? Tipp: URBANDOO weiterlesen

Plakatwahn zur OB-Wahl

Bei jeder Wahl wieder … die Kandiaten setzen sich mehrheitlich in Befragungen und Interviews, sowie eigenen Werbeauftritten, immer wieder für Radwege und bessere Radinfrastruktur ein. Gleichzeitig hängen sie aber die Straßen mit ihren Wahlplakaten voll. Sehr oft wird durch die Plakate die Sicht enorm eingeschränkt und manchmal hängen sie auch in meist eh schon engen Radwege hinein.

Hier in diesem Video der Geißeichstraße zeige ich nur eines von vielen Beispielen, welches allerdings besonders krass ist, weil diese Stelle sowieso schon sehr eng ist und die Autos, wie man auch kurz im Video sieht, dazu neigen auch mal auf den Radstreifen zu fahren. Wenn dann noch Plakate in den Weg hängen wird es gefährlich. Sollte ein Radfahrer dadurch gezwungen werden in den Verkehr auszuweichen kann dies Leben kosten. Dass sich die Radfahrer definitiv durch die Plakate gestört fühlen, sieht man allein daran, wie viele der Plakate gedreht oder beschädigt wurden.

Wer sich angeblich für Radfahrer einsetzt, darf hier überhaupt keine Plakate tiefer als zwei Meter aufhängen.
Generell sollte dringend eine allgemeine Vorschrift erlassen werden, dass egal wo, alle Plakate höher hängen müssen. Es gibt wenig Grund der für eine Höhe unter zwei Meter spricht aber genug Gründe warum über zwei Meter besser ist. Allein weil Radfahrer dadurch besser andere Verkehrsteilnehmer (auch Fußgänger) sehen ist schon Grund genug.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Demonstration 10 Jahre nach dem Schwarzen Donnerstag

Unter dem Motto „Ihre Lügen – unser Zorn“ trafen sich zahlreiche Bürger  anlässlich des 10. Jahrestages, des Schwarzen Donnerstag, zu einem Schweigemarsch und einer Demonstration vor dem Kopfbahnhof in Stuttgart.

Der 30.09.2010 wurde in Stuttgart als „Schwarzer Donnerstag“ bekannt, als vor zehn Jahren hunderte Bürger im Alter von 10 bis 90 Jahren bei einem rechtswiedrigen Polizeieinsatz im Mittleren Schlossgarten während Demonstrationen verletzt wurden. Neben der Tatsache, dass sich die Menschen damals mit massiver Polizeigewalt konfrontiert sahen, erregte auch die Tatsache Aufsehen, dass nicht nur der Einsatz selbst rechtswiedrig war, sondern auch, das der einzige Grund für diesen Einsatz – die Fällung einiger Bäume – bereits am Mittag des 30.09.2010 vom Eisenbahnbundesamt schriftlich untersagt wurde. Wie so vieles wurde diese schriftliche Anweisung aber bewusst ignoriert und in bester S21 Tradition einfach weiter gemurkst.

Nach der Demonstration entschlossen sich einige Bürger zu einer Spontandemonstration in den Kopfbahnhof und den vorgeschobenen Ersatzbahnhof zu ziehen  und diese Demo mit einem „Schwabenstreich“ in der stillgelegten Haupthalle zu beenden.

Mehr Bilder im Archiv (Link)
Reden als PDF (Link / Link)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

7 Tage der Erinnerung – 10 Jahre Schwarzer Donnerstag Teil 7

Vom 24. September bis zum 30. September 2020 erinnere ich an den verhängnisvollen Tag vor zehn Jahren, indem ich meine Dokumentation dazu noch einmal online stelle. Die Bilder sind komplett neu überarbeitet, aber inhaltlich unverändert und in vielen Fällen habe ich Vergrößerungen erstellt, um den Fokus noch einmal auf bestimmte Situationen zu lenken. 7 Tage der Erinnerung – 10 Jahre Schwarzer Donnerstag Teil 7 weiterlesen

7 Tage der Erinnerung – 10 Jahre Schwarzer Donnerstag Teil 6

Vom 24. September bis zum 30. September 2020 erinnere ich an den verhängnisvollen Tag vor zehn Jahren, indem ich meine Dokumentation dazu noch einmal online stelle. Die Bilder sind komplett neu überarbeitet, aber inhaltlich unverändert und in vielen Fällen habe ich Vergrößerungen erstellt, um den Fokus noch einmal auf bestimmte Situationen zu lenken. 7 Tage der Erinnerung – 10 Jahre Schwarzer Donnerstag Teil 6 weiterlesen

7 Tage der Erinnerung – 10 Jahre Schwarzer Donnerstag Teil 5

Vom 24. September bis zum 30. September 2020 erinnere ich an den verhängnisvollen Tag vor zehn Jahren, indem ich meine Dokumentation dazu noch einmal online stelle. Die Bilder sind komplett neu überarbeitet, aber inhaltlich unverändert und in vielen Fällen habe ich Vergrößerungen erstellt, um den Fokus noch einmal auf bestimmte Situationen zu lenken. 7 Tage der Erinnerung – 10 Jahre Schwarzer Donnerstag Teil 5 weiterlesen

7 Tage der Erinnerung – 10 Jahre Schwarzer Donnerstag Teil 4

Vom 24. September bis zum 30. September 2020 erinnere ich an den verhängnisvollen Tag vor zehn Jahren, indem ich meine Dokumentation dazu noch einmal online stelle. Die Bilder sind komplett neu überarbeitet, aber inhaltlich unverändert und in vielen Fällen habe ich Vergrößerungen erstellt, um den Fokus noch einmal auf bestimmte Situationen zu lenken. 7 Tage der Erinnerung – 10 Jahre Schwarzer Donnerstag Teil 4 weiterlesen

7 Tage der Erinnerung – 10 Jahre Schwarzer Donnerstag Teil 3

Vom 24. September bis zum 30. September 2020 erinnere ich an den verhängnisvollen Tag vor zehn Jahren, indem ich meine Dokumentation dazu noch einmal online stelle. Die Bilder sind komplett neu überarbeitet, aber inhaltlich unverändert und in vielen Fällen habe ich Vergrößerungen erstellt, um den Fokus noch einmal auf bestimmte Situationen zu lenken. 7 Tage der Erinnerung – 10 Jahre Schwarzer Donnerstag Teil 3 weiterlesen

Fotografie, Berichte, Dokumentationen