Archiv der Kategorie: Stuttgart21

Prozessionswege / The S21 Green Mile

Impressionen rund um die Reste des Stuttgarter Kopfbahnhofes

Prozessionsweg „Nord“
(mehr Bilder im Archiv: zum Zug / vom Zug)

Prozessionsweg „Mitte“ (nur noch bis Mai 2022 möglich)
(mehr Bilder im Archiv: zum Zug / vom Zug)

Prozessionsweg „Süd“
(mit 300m Hamsterkäfig ohne Notausgänge)
(mehr Bilder im Archiv: zum Zug / vom Zug)

Prozessionsweg „Taxi“
(mehr Bilder im Archiv: vom Zug zum Taxi)


Eine Prozession (von lateinisch procedere „vorrücken, voranschreiten“; in der Bedeutung „Bittprozession“ auch lateinisch Rogatio, von rogare „beten, bitten“) ist ein religiöses Ritual, bei dem eine Menschengruppe einen nach bestimmten Regeln geordneten feierlichen Umzug oder Umgang, meist zu Fuß, vollzieht.


„The green Mile“ wird der Todestraktes im Staatsgefängnis Cold Mountain, Louisiana, wegen der Farbe seines Linoleumbodens genannt (die grüne Meile). Zum Tode verurteilte Häftlinge warten darauf, ihren letzten Gang auf diesem Weg anzutreten.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

11 Jahre Schwarze Donnerstag

Wie alle Jahre wieder jährt sich der Schwarze Donnerstag in Stuttgart nun zum elften Male. Von Jahr zu Jahr wird es wichtiger diesen Tag nie zu vergessen sondern im Gegenteil ihn immer intensiver zu erinnern solange er nahezu Konsequenzlos für die Verantwortlichen sowie für die aktuelle Polizeiarbeit bleibt. Aus diesem Grund möchte ich zur Einstimmung auf diese Tage einen Film von Vaclav Reischl zeigen.

Das Wunder von Stuttgart from Vaclav Reischl on Vimeo.

Oben Bleiben! Wir vergessen nicht!
Kommt daher alle zur Demo am 30.09.2021

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

…daß diese Furcht zu irren …

Position des Schadens bezogen zum früheren Georg Wilhelm Friedrich Hegel Zitat.

Natürlich komme ich nicht umhin heute auch vom Schaden am Bonatzbau in Stuttgart zu schreiben. In der Nacht vom 16. August auf den 17 August 2021 brachen Steine aus der Frontfassade der Reste des Stuttgarter Kopfbahnhofes herraus und fielen auf den zum Glück Nachts unbelebten Taxistand davor. Im Lauf des Tages fielen dann noch weitere Steine und das Fenster nach Innen. Der Grund für diesen Schaden ist noch unklar aber zu 100% hat er mit der Stuttgart 21 Baustelle zu tun. In anderen Bereichen des ehemaligen IC-Hotels sind ja bereits nur noch die Grundmauern vorhanden allerdings wurden hier die Fassenadenteile ausreichend mit Trägern gesichert. Genauso sieht es ja nun auch schon im Bereich der ehemaligen Haupthalle aus (siehe Webcam).

Der Schaden bei Tag betrachtet im Detail

Weiteres umfangreiches Bild-Material / Details im Archiv (Link)

(unvollständige!) Linkliste zu Murks rund um die S21 Baustelle
Dachschaden: Dachschaden der DB bleibt Brisant
Unverantwortliches Gedränge: Gedraenge am Bauzaun
Stein trifft Passantin / Werbeschild instabil: Qualität schafft Vertrauen
Gleisvorfeld vermurkst: Alles zur Weiche 227
Siehe auch: Stuttgart 21 – Die Chronologie der Pannen

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Sturmschäden am Käferzoo – ein Kommentar.

Kommentar von Jochen Schwarz

Vorweg: Man sollte sich nie bei Sturm, oder direkt danach, unter großen Bäumen aufhalten. Die Befolgung dieser Regel schont nicht nur die eigene Gesundheit, sondern könnte allgemein auch dazu führen, lieber mal etwas abbrechen zu lassen, als ständig mit Schnittmaßnahmen Bäume nachhaltig zu verletzen (Verkehrssicherungspflicht). „Baum schlägt mit Ästen nach Fußgänger“ oder „Baum springt vor Auto“ liest man eher selten, „Allee muss weichen“ dagegen viel zu häufig. Bäume in der Stadt sind eine Wohltat, sie bieten Erholung in jeder Weise. Sie sind ein Luxus, dessen Gebrauch aber auch hin und wieder gefährlich werden kann.

Aus der Sicht der betroffenen Bäume ist natürlich alles nochmal gut gegangen – sie wurden nicht entwurzelt. Sie werden weiter Früchte erzeugen. Und sie werden weiter Lebensraum und Nahrung für alle möglichen Arten bieten. Der Zustand entspricht vor allem nicht unserer Vorstellung von Ästhetik, unserem Sicherheitsbedürfnis, und ganz besonders unserer Erinnerung an eine gesunde Parkanlage.

Dass die Bäume sich eigentlich ganz gut der Folgeschäden menschlicher Schnittmaßnahmen = Verletzungen erwehren können, zeigen diese Bilder

Die Bilder zeigen exemplarisch, wie einerseits die Höhle immer größer wird durch Fäulniss von innen nach außen, gleichzeitig bildet der Baum immer neue Holzschichten drumrum.
Die Höhlen sind ja schon lange dort, und vergrößern sich permanent, aber der Baum gleicht das aus, solange er lebt.
Das ist ein Prozess über viele Jahre und Jahrzehnte, der sich im Inneren von Ästen und Stämmen vollzieht. Manche Baumarten können das besser abkapseln (horizontal und vertikal), andere schlechter.

Man könnte eine jährliche Ausfaulungsrate ablesen, und ins Verhältnis setzen zum jährlichen Zuwachs. Dabei gleicht der Baum auch unterschiedlich Zug- und Druckbelastungen aus, weshalb das ganze eher nicht einer Kreisform entspricht. Für die Stabilität ist das also zunächst kein Problem, ein Rohr ist ja auch stabil.

Verschiebt sich das Verhältnis zu Lasten des Zuwachses, wird es problematisch. Ebenso, wenn der Baum unnatürlich in die Länge wächst, und /oder plötzlich freigestellt wird. Dann werden die Hebelkräfte zu stark. Es kommt zu Abbrüchen an den Schwachstellen oder zur Entwurzelung.

S21 hat in jedem Fall den gewachsenen Zusammenhalt des Bestandes durch Rodung zerstört. An diese radikale Veränderung des Standortes können sich die Bäume nicht in gleich kurzer Zeit anpassen. Es kann auch davon ausgegangen werden, dass die Eingriffe in die Wasserversorung zu verminderten Zuwachsraten geführt haben. Da wird die Bahn natürlich auf die letzten Trockenjahre verweisen. Gleichwohl wären deren Auswirkungen in einem geschlossenen Bestand weniger gravierend gewesen.

Eine Untersuchung der Jahresringe von gleich dickem Astmaterial bzw Anschnitten ohne Ausfaulung könnte einen Vergleich der Zuwachsraten über die vergangenen Jahre nach der Parkrodung und nach Einsetzen der Grundwassermanipulation ermöglichen. Aber das wird genauso niemanden interessieren, wie eine Untersuchung der Jahresringe der gefällten Baumriesen. Aus denen hat man auch lieber zweifelhafte Kunstwerke gebastelt, unter freundlicher Begleitung eines Motorsägenherstellers.

( Gastbeitrag von Jochen Schwarz auf schaeferweltweit.de )

Siehe auch Impressionen der Unwetterschäden allg. in den Parks

Impressionen der Unwetterschäden in den Stuttgarter Parks

Eine Woche nach dem großen Sturm – Impressionen aus dem Leibfriedschen Garten, dem Rosensteinpark, dem Unteren Schlossgarten, dem Mittleren Schlossgarten, dem Oberen Schlossgarten und dem Akademiegarten.


Mehr Bilder im Archiv (link)

Weitere Schäden wurden von Gabi Rohde dokumentiert:
https://reporterderstrasse.de/fotogalerie/index.php?/category/328
dabei ist auch einer der für Stuttgart 21 weggestellten Bäume an der Lusthausruine https://reporterderstrasse.de/fotogalerie/upload/2021/07/04/20210704133839-f7a19d9f.jpg

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Kein einLenken auf beiden Seiten „S21 – Das Denkmal“ verlässt Stuttgart

In der heutigen Sitzung des Verwaltungsausschusses der Stadt Stuttgart blieben die Fronten rund um das Kunstwerk von Peter Lenk festgefahren. Weder die Stadt noch der Künstler verlassen Ihre Positionen, der vorgeschlagene neue Standort „Stockholmer Platz“ wird von Peter Lenk weiterhin als unpassend abgelehnt und das „StadtPalais“ im Wilhelmspalais besteht auf den Abbau. Somit wird die Skulptur „Stuttgart 21 – Chronik einer grotesken Entgleisung“ Stuttgart wieder verlassen und vorerst am Bodensee seinen Platz finden. Zeit also sich dieses Werk die kommenden Tage anzuschauen solange es noch in Stuttgart steht.

Pressemitteilung der Stadt Stuttgart (Link)

Hiermit beende ich dann auch meine Aktionen zum Kunstwerk. Mit dem „Lenk des Tages“ wollte ich in der Coronazeit die Tiefe der Skulptur virtuell näher bringen. In wenigen Tagen muß man als Stuttgarter dafür weit fahren. Kein einLenken auf beiden Seiten „S21 – Das Denkmal“ verlässt Stuttgart weiterlesen

Kulturschaffende fordern: Die Lenk-Skulptur „Stuttgart 21 – Chronik einer grotesken Entgleisung“ muss in Stuttgart bleiben!

In einem offnen Brief appelieren Schauspieler Rolf Becker, Regisseur Klaus Gietinger, Schauspieler Christoph Hofrichter, Sänger Bernd Köhler, Regisseur Volker Lösch, Kabarettistin Christine Prayon, die Verleger Jürgen Harrer, Glenn Jäger und Tammo Wetzel, sowie Schauspieler Walter Sittler, Kabarettist Max Uthoff und Sänger Konstantin Wecker das Lenkmal muss in Stuttgart am Standort Stadtpalais oder an einem gleichwertigen Standort in der Landeshauptstadt bleiben! Kulturschaffende fordern: Die Lenk-Skulptur „Stuttgart 21 – Chronik einer grotesken Entgleisung“ muss in Stuttgart bleiben! weiterlesen

Was wurde aus dem „Totholz“ der Bäume aus dem Mittleren Schlossgarten?

Nach der Abholzung der Bäume im Mittleren Schlossgarten im Jahr 2012 wurden viele davon als „Totholz“ in den Feuerbacher Wald geworfen. (siehe Archivbilder Link) Nun im Jahr 2021 liegen sie verteilt im Wald. Hier einige aktuellen Bilder.

Mehr bilder im Archiv (Link)

Um was geht es bei dem Thema hier eigentlich? Link
Was ist mit den „versetzten“ Bäumen passiert? Link
Versetzt? Link
Was soll das alles überhaupt? Link

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )