Schlagwort-Archive: Demonstration

2922 Tage – Schwarzer Donnerstag in Stuttgart

Die Bürgerbewegung gegen S21 erinnerte am 29.9.2018 mit einer Samstagsdemo vor dem Stuttgarter Kopfbahnhof zum achten Mal an den „Schwarzen Donnerstag“. Beim brutalen und rechtswidrigen Polizeieinsatz gegen S21-Gegner im Stuttgarter Schlossgarten wurden am 30. September 2010 etwa 400 Demonstranten verletzt, einige davon schwer.

Der Demozug führte vom Hauptbahnhof über den Gebhard-Müller-Platz, vorbei am Landtag, über Planie und Schillerplatz zum Stuttgarter Rathaus.

Schwabenstreich mit Volker Lösch vor dem Stuttgarter Rathouse

Alle Bilder der Demonstration im Archiv (link)
Die Reden der Demonstration als PDF
Rede Dieter Reicherter / Rede Michael Brandt / Rede Monika Lege

Schweigemarsch am 30.09.2018 (link)

Wir vergessen nicht!
2010 / 2011 / 2012 / 2013 / 2014 / 2015 / 2016 / 2017

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Stuttgart gegen CETA und TTIP

©2016 Alexander Schäfer - noCETA-Demo in Stuttgart
©2016 Alexander Schäfer – noCETA-Demo in Stuttgart

In sieben Städten demonstrierten am Samstag Menschen zeitgleich gegen CETA und TTIP. Direkt vor der Woche der Entscheidung: Montags entscheidet die SPD auf ihrem Parteikonvent über CETA. Donnerstags muss Sigmar Gabriel beim Rat der Handelsminister in Bratislava entsprechend über das Handelsabkommen mit Kanada abstimmen. In Stuttgart demonstrierten tausende für die Chance, CETA zu stoppen – und damit auch TTIP.

Mehr Bilder im Archiv (link)

Cams21 war in mehreren Städten und auch in Stuttgart live dabei.

Verschiedene Videos zur Demo in Stuttgart:

(Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Zusammenhalten Gegen Rassismus und Gewalt

In Stuttgart rief ein Bündnis aus 81 Organisationen unter dem Schirm des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zur Kundgebung „halt!zusammen Baden-Württemberg gegen Rassismus und Gewalt“ auf und viele Bürger folgten. Mit der Kundgebung auf dem Schlossplatz zeigten mehrere tausend Bürger und zahlreiche Stuttgarter Organisationen und Vereine ihren Willen für diese Ziele aufzustehen.
Impressionen von der Kundgebung. Zusammenhalten Gegen Rassismus und Gewalt weiterlesen

Fahrverbote retten Leben – Autoflut stoppen – Jetzt!

Demo mit Kundgebung, am Samstag, den 21. November 2015, um 13.00 Uhr.

Grundgesetz Artikel 2 garantiert das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Menschen haben also ein Recht auf Schutz vor krankmachendem Feinstaub, vor Luftverschmutzung, Lärm und vor Verletzungen durch Verkehrsunfälle. Es existiert dagegen kein unveräußerliches Recht auf freie Wahl des Verkehrsmittels in einem dicht besiedelten Lebensraum.

Feinstaub, Stickoxyde, CO2 und Lärm sind Gift für Mensch und Umwelt.

Nach einer Analyse der Weltgesundheitsorganisation (WHO), aus dem Jahr 2014, sterben jährlich sieben Millionen Menschen infolge der weltweiten Luftverschmutzung. Das sind mehr als doppelt so viele wie bisher angenommen (Link).

Das Kraftfahrbundesamt hat über Jahre die Erinnerung „an ihre gesetzliche Pflicht zur Kontrolle ignoriert und dadurch die fortgesetzte Vergiftung unserer Innenstädte mit hochgiftigen Dieselabgasen behördlich abgesegnet“
(Jürgen Resch, Deutsche Umwelthilfe)

Die Luftverschmutzung in Deutschland liegt im europäischen Vergleich zwar im Mittelfeld, aber dennoch deutlich über den WHO-Richtlinien. Dabei ist Stuttgart trauriger Spitzenreiter unter Deutschlands Städten. Die verbindlichen EU-Grenzwerte zum Schutz der Bevölkerung vor Luftschadstoffen werden in Stuttgart und in der gesamten Region unzulässig oft und massiv
überschritten.

Nach Aussage von Experten (z.B. Dr. Reuter, dem Leiter der Abteilung für Stadtklimatologie beim Stuttgarter Amt für Umweltschutz) ist die Einhaltung der Grenzwerte nur möglich, wenn der Verkehr auf den viel befahrenen Straßen unserer Stadt um die Hälfte reduziert wird. Da helfen weder Feinstaubkleber, Moos-Wand, noch Appelle an freiwillige Verhaltensänderung. Im Überschreitungsfall hilft nur ein Fahrverbot. Das gibt die Gesetzeslage heute schon her (§ 45 Abs. 1 StVO).

Das Rückgrat der Verkehrswende sind der Fußverkehr, das Fahrrad, sind Busse und Bahnen. Der MIV (motorisierte Individualverkehr) hingegen gefährdet unsere Gesundheit und ruiniert die Umwelt. Trotzdem wird dieses nicht wirklich zukunftstaugliche Segment der Fortbewegungsmittel bevorzugt und staatlich massiv gefördert (z.B. tonnenschwere SUVs die als Dienstfahrzeuge steuerlich abgesetzt werden können). Gleichzeitig wird eine Steigerung der Attraktivität des ÖPNV in vielfältiger Weise behindert (z.B. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des S-Bahnbetriebs haben seit dem Baubeginn von S 21 extrem nachgelassen).

Der VW-Abgasskandal dokumentiert zuallererst eine vorsätzliche, massenhafte Körperverletzung mit Todesfolge. Begangen durch das Topmanagement einer deutschen Vorzeigeindustrie. Gedeckt durch verantwortungslose Spitzenpolitiker unseres Staates.

Der öffentliche Raum braucht Bäume statt Blechlawinen! Keine Autobahnen im Herzen der Stadt!

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, ruft die Bürgerinitiative Neckartor auf zu einer Demo, am Samstag, den 21. November 2015, um 13.00 Uhr. Treffpunkt ist der Marienplatz. Nach einer Kundgebung geht es auf der B 14 zu Fuß und mit dem Fahrrad (auf zwei verschiedenen Routen) zur Abschluss Kundgebung auf den Rotebühlplatz.

Reden:
Jürgen Resch – Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe (DUH)
Dr. Angelika Linckh – Ärztin
Peter Pipiorke – Naturfreunde Radgruppe

Kunst:
Rik Beck – „GEMEINE STADTLUFT“– mitzubringen Gebürste aller Art!
Caro Krebietke – Aktion „GEMEINE SAUBOHNE“

Musik:
Lokomotive Stuttgart
Capella Rebella

Presseerklärung der BÜRGERINITIATIVE NECKARTOR, Stuttgart, den 8.11.2015

Demoflyer (PDF)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Samstagsdemo gegen Stuttgart 21

Bei nahezu tropischen Temperaturen versammelten sich in Stuttgart erneut tausende Gegner des Immobillienprojektes Stuttgart 21 vor dem Stuttgarter Kopfbahnhof. Während die Besucher des Evangelischen Kirchentages eher den Schatten der noch verbliebenen Parkbäume genossen, lauschten die Demoteilnehmer unter sengender Hitze den Reden von Martin Poguntke (Rede als PDF), Dr. Frank Alt (Rede als PDF) und Volker Lösch (Video). Hier nun einige Impressionen des Tages.

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Alle Bilder im Archiv (link)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Samstagsdemo vor dem Kopfbahnhof

In diesen Minuten findet vor dem Stuttgarter Kopfbahnhof die Samstagsdemonstration gegen Stuttgart 21 statt.

IMG_6574Die langjährigen Gegner gegen das Imobilienprojekt wählten diesen Samstag vor allem deshalb aus um den vielen Interessierten Besuchern des Evangelischen Kirchentages zu zeigen, das es nicht nur die Baumaschinenshow in der Brache gibt (Bilder vom 05.06.2015 – zwar ein „Brückentag“ aber ansonsten ein „Arbeitstag“ an dem alle Maschinen aufgefahren wurden aber nur so herum standen) sondern auch noch sehr viele aktive Menschen gegen den sinnlosen Bahnhofsumbau-Versuch in Stuttgart.

Zahlreiche Menschen hören sich nun also die Reden von Martin Poguntke (Theologen gegen Stuttgart 21), Dr. Frank Alt (Journalist und Buchautor) und Volker Lösch (Regisseur) an – einen kurzen Auszug der Rede nun hier. Später dann auch wie gewohnt eine fotografische Dokumentation der Demonstration hier im Blog.

Das aktuelle Hauptargument für Stuttgart 21 heißt: Protest und Widerstand kommen zu spät. Es lohnt sich doch gar nicht mehr, gegen das Projekt auf die Straße zu gehen. Was ist davon zu halten?

Ich war vor 14 Tagen in Österreich beim Internationalen Anti-Atomgipfel. Dabei habe ich auch mit Aktivisten gesprochen, die vor 37 Jahren das AKW Zwentendorf verhindert haben. Dieses österreichische Atomkraftwerk ist ein Lehrstück erfolgreichen Widerstands gegen unsinnige Großprojekte und ein Lehrstück dafür, dass es nie zu  spät ist für Widerstand und Protest.

Zwentendorf ist weltweit das einzige Atomkraftwerk, das  komplett fertig gebaut war, aber aufgrund einer Volksabstimmung niemals in Betrieb genommen wurde. Im Herbst 1978 stimmten 50,4% der Österreicherinnen und Österreicher gegen die Inbetriebnahme. Und weil Zwentendorf durch intelligenten und dauerhaften Protest gestoppt wurde, sind inÖsterreich drei weitere geplante AKW‘s nicht gebaut worden.

Meine Damen und Herren: Das AKW Zwentendorf war komplett fertig gebaut, es war ein Milliarden-Projekt wie Stuttgart 21, aber es ging nie in Betrieb, weil das Volk klüger war als seine Regierung.

Auszug der Rede von Dr. Franz Alt, Journalist, auf der Kundgebung zum Evangelischen Kirchentag am 6.6.2015

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Critical Mass

IMG_4196Jeden ersten Freitag im Monat treffen sich in Stuttgart einige Hundert Radfahrer zur Demo für das Fahrrad. Die Radfahrer erobern sich für kurze Zeit ihren Raum im Straßenraum zurück, selbst wenn dieser Freitag nun der Karfreitag ist.

Die „Autogerechte Stadt“ ist nicht zuletzt in Stuttgart der Hauptstadt von Daimler und Porsche an allen Ecken und Enden zu spüren. Das Hauptanliegen von „critical mass“ ist daher an dieser Hauptausrichtung des Öffentlichen Raumes zu kratzen. IMG_4222Dabei handelt es sich um eine weltweit bekannte und verbreitete Aktionsform welche seit Jahren (seit 1992) in Großstädten stattfindet. Unmotorisierte Fahrzeuge (zumeist Fahrräder) treffen sich und fordnern ihren Platz im Straßenraum ein.  In Deutschland gilt eine Gruppe von Fahrradfahrer ab 15 Fahrern als „Verband“ und damit gilt hier automatisch das selbe Recht wie Beispielsweise bei einem Sattelzug. Sprich wenn bei diesem Verband eine Ampel während der Überquerung einer Kreuzung auf Rot schaltet darf das Fahrzeug / der Verband weiter die Kreuzung überqueren. Für Radfahrer eines Verbandes gilt zudem nicht die Radwegbenutzungspflicht und sie dürfen auf der Fahrbahn zu zweit nebeneinander fahren.

Mehr Bilder vom 03.04.2015 im Archiv

Informationen zur Critical Mass Stuttgart finden sich auf der Website criticalmassstuttgart.wordpress.com

(Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

„Schützt unsere Kinder!“ ?

Aber vor was eigentlich? Ein Kommenar von Alexander Schäfer

Immer wieder treffen sich in Stuttgart die „Gegner des Bildungsplanes“. Letzten Samstag marschierten sie bereits das sechste Mal und jedesmal mit mehr und mehr Polizeischutz. Man ist fast geneigt zu sagen: „Je weniger Widerstand umso mehr Polizeischutz“. Schon Früh fragte ich mich was da eigentlich dahinter stecken mag? Doch auch nach längerer Recherche kann ich es beim besten Willen nicht nachvollziehen, es bleibt eigentlich nur noch die poltitisch motivierte Steuerung als Motiv (natürlich nicht von Seiten der Teilnehmer). Die Demonstranten zeichnen sich immer wieder durch den Ruf „Schützt unsere Kinder“ aus – doch wovor eigentlich? „Schützt unsere Kinder!“ ? weiterlesen

Flüchtlinge sind willkommen! – Demo 05.01.2015

Gemeinsam gegen Pegida, Rassismus & Hetze

Gibt es einen besseren Weg in ein neues Jahr als ihn mit einem klaren Zeichen für Tolleranz, Weltoffenheit, Fremdenfreundlichkeit und Vernunft zu beginnen? Die Anstifter rufen zu einer Demonstration auf dem Stuttgarter Schloßplatz – viele Bürger werden kommen und zeigen was Stuttgart ausmacht. Natürlich ist auch damit zu rechnen, dass auch sämmtliche demokratischen Parteien, Oberbürgermeister, Bürgermeister und viele bekannte Persönlichkeiten sich anschließen werden. Alles andere wäre ja schon überraschend und mehr als unverständlich – München zeigt wie es geht. 

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Die Anstifter: „Asylheime brennen und der rechte Mob macht immer unerträglicher Stimmung gegen Flüchtlinge & MigrantInnen. Höchste Zeit dagegen ein deutliches Zeichen zu setzen! Deshalb rufen wir, die AnStifter – und hoffentlich bald auch noch viele weitere Gruppen –, zu einer großen gemeinsamen Kundgebung am 5. Januar 2015 auf dem Stuttgarter Schlossplatz auf!“

In diesem Sinne – Zeichen Setzen! – Montag 05.01.2015 / 17 Uhr Schloßplatz.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )