Schlagwort-Archive: Stuttgart

Querdenken711 auf dem Wasen? Eine Zählung am 16.05.2020

Ab und an frage ich mich ja schon bei der ein oder anderen Demonstration wer eigentlich Recht hat mit den Zahlenspielchen. So habe ich auch schon diverse Demos gegen Stuttgart 21 gezählt nur um mal ein Gefühl für Menschenmengen auf Plätzen zu bekommen und auch um zu sehen wer hier eigentlich mit Zahlen spielt – die Polizei oder der Veranstalter oder sogar beide?

Bildquelle „Youtube“ / Zählung „SWW“

Das interessierte mich nun auch bei der aktuellen Demo „Querdenken711“ auf dem Cannstatter Wasen. Die Zählung fand mit Bildern von ca. 17 Uhr statt. Dabei wurde jeder erkennbare Kopf mit einer Farbmarkierung versehen. Diese Farbe wechselt dann alle 100 Köpfe und die Zahl welche sich daraus ergibt ist 3614! Die Polizei gibt hier etwa 5.000 Teilnehmer an (link)

Wie man in den Vergrößerungen sieht ist es gar nicht so unrealistisch das so eine Zählung funktioniert, vor allem bei einem so großen Abstand wie 2,5m zwischen den Personen! Klar gibt es dabei trotzdem auch eine Dunkelziffer. Das sind Bereiche die nicht im Bildausschnitt lagen oder Bereiche die von einem Baum verdeckt waren. Wie man aber von Bildern aus anderen Uhrzeiten sieht gibt es in diesen Bereichen nicht mehr viele Teilnehmer (vor allem weil von dort aus die Bühne kaum sichtbar war standen dort sowieso kaum Menschen) Ich schätze diese Dunkelziffer also auf maximal 200 Personen.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Coronavirus: Stadt hält einfachen Mund-Nasen-Schutz für sinnvoll

Freitag, 03.04.2020 – Coronavirus: Stadt hält einfachen Mund-Nasen-Schutz für sinnvoll – Spezial-Masken nur für medizinische und pflegerische Dienste

„Die Landeshauptstadt Stuttgart hält es für sinnvoll, wenn Bürgerinnen und Bürger einen einfachen, auch selbst hergestellten, Mund-Nase-Schutz im Nahverkehr oder beim Einkaufen tragen.

Der Leiter des Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt, erklärte am Freitag, 3. April: „Der wirksamste Schutz für sich selbst und andere besteht in einer guten Händehygiene, dem Einhalten von Nies- und Hustenregeln und dem Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter). Darüber hinaus hat das Robert-Koch-Institut jetzt betont, dass durch das Tragen eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes das Risiko reduziert werden kann, andere Menschen durch beispielsweise Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken. Durch das Tragen dieser Masken…“ – weiterlesen –


Wer Tipps und Bastelanleitungen sucht kann sich auf www.maskeauf.de inspirieren lassen.

Wer lieber nicht basteln will kann einfach einen normalen Schal oder auch Buff verwenden. Wer allerdings auch sonst Probleme mit Luftverschmutzung / Feinstaub oder Heuschnupfen hat kann sich mal bei „Urbandoo“ (Link) umschauen. Die dort angebotene Lösung enthält einen großflächigen austauschbaren FFP3 Filter und kann daher nicht nur Stundenlang sondern auch nach der Corona-Krise weiter hilfreich sein. Da „Urbandoo“ keinen zertifizierten Schutz darstellt nimmt, auch niemand dem Fachpersonal etwas weg da dieser weder in Krankenhäusern noch im Pflegendienst einsetzbar wäre. Zudem werden die  Schutzschilde in Loopform in einem Familienunternehmen bei Augsburg aus nachhaltigen Materialien und als faires Mehrwegprodukt hergestellt.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Erster Flug eines „Flugtaxi“ in Stuttgart

Wenn man den werbenden Worten glauben mag flog heute das „erste Flugtaxi über einer europäischen Großstadt“ *Applaus bitte* Ok um gleich genauer zu sein flog ein großer Multicopter der später vielleicht Personen befördern könnte über einem abgesperrten Sportplatz in Bad Cannstatt. Im Rahmen der Veranstaltung „Vision Smart City“ rund um das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart, hob der „Volocopter“ für ca. 4 Minuten ab. Dabei waren weder Personen/Passagiere im Copter, noch war der Flug „Autonom“ sondern er wurde schlicht von einem Piloten am Boden ferngesteuert. Faktisch also eben genauso wie ein handelsüblicher Multicopter nur eben ein bisschen größer – lustigerweise ist die theoretische maximale Flugzeit ebenso nur 25 Minuten.

Im Grunde war diese Live zur IAA übertragene Veranstaltung  also nichts anderes als ein etwas größerer Modellflug mit vielen Zuschauern. Wie oder ob sich diese Vision letztlich praktisch umsetzten lassen wird steht allerdings weiterhin genauso in den Sternen wie so manche anderes an diesem Tag vorgestellte Konzept (siehe Bilder und Texttafeln im Archiv).

Mehr Bilder im Archiv (link) more pictures

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Mobilfunkstandard 5G in Stuttgart? Unterschriftenaktion

Der Mobilfunkstandard „5G“ und eng damit verbunden „Das Internet der Dinge“ sowie auch der wohlklingende Begriff „Industrie 4.0“ ist  in aller Munde. Dabei ist durchaus umstritten wie sich dieser Funkstandard auf Mensch und Umwelt auswirken wird. Ganz falsch ist bei der Debatte die Angst „Aber ich will doch weiter mein Handy benutzen“ und „Funklöcher mag Niemand“, denn der Funkstandart 5G wird vor allem für die Vernetzung von Gegenständen   eingeführt und daher kaum Auswirkungen auf das Smartphone oder Handy haben. Es geht also um dies plastisch zu machen um den  viel zitierten „Sprechenden Toaster“, den „selbst bestellenden Kühlschrank“ oder die „Glühbirne mit Internetanschluss“ und ob man dafür Gesundheitliche Risiken eingehen sollte. Mobilfunkstandard 5G in Stuttgart? Unterschriftenaktion weiterlesen

Fridays for Future – 3. Mai 2019

Am 3. Mai trafen sich die Teilnehmer der Friday for Future Demonstration auf dem Stuttgarter Marktplatz. Nach mehreren Reden, diskutierten sie auf dem Platz in mehreren Themengruppen um danach mit einem langen Demozug durch die Innenstadt  für  eine ernstzunehmende zeitnahe Klimapolitik zu  demonstrieren.
Hier sind einige Impressionen und ein kleines Video der Demo.
The participants of „Friday for Future“  met on the market square in Stuttgart. After several speeches, they discussed in several thematic groups  and then they walked through the whole city centre for a serious and timely climate policy.
Here are some impressions and a small video of the demo. Fridays for Future – 3. Mai 2019 weiterlesen

Vortrag: Mehr Stickoxyd und „Fein“staub durch Stuttgart 21

Am 16.04.2018 stellte nicht nur der Verkehrswissenschaftler Karlheinz Rößler im Stuttgarter Kopfbahnhof seine Studie zur Luftbelastung mit Stickoxid in den kommenden dreißig Jahren im Falle eines Weiterbaus von Stuttgart 21 vor, sondern es fand auch die erste Versammlung gegen Stuttgart 21 in der  kleinen Schalterhalle des Stuttgarter Haupfbahnhof statt. Sieben Jahre nach dem Fraport-Urteil von 2011, erteilte das Amt für öffentliche Ordnung einen entsprechenden Versammlungsbescheid. Mehr noch stellte sogar die Deutsche Bahn selbst die Stromversorgung für die technischen Anlagen der S21 Gegner.

Zur Dokumentation / Mehr Bilder im Archiv  (link)

Mit Dank an Eberhard Linckh für das Video

Mehr Informationen:
2018-04-16 PM Studie Feinstaub und Stickoxid durch S21
2018-04-16_Beitrag_Dr_Angelika_Linckh

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass S21 abgebrochen werden muss.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Kunstführung und Trauerfeier am Sanctuarium


Was die Stadt Stuttgart am Pragsattel angerichtet hat, bewegt viele Menschen auch über die Grenzen Stuttgarts hinweg. Das Sancutarium von herman de vries wurde sang- und klanglos nach nur 25 Jahren platt gemacht (mehr auf SWW).
Diesem Fakt setzte am 08.04.2018 eine Künstlergruppe rund um Justyna Koeke, Anna Ohno, Martin Zentner und weiteren, eine Trauerfeier mit diversen Klängen entgegen. Ebenso trafen sich  am Ostermontag  eine Gruppe von Kunstinteressierten rund um die Kunsthistorikerin und Literaturwissenschaftlerin Andrea Welz, woraus sich dann ein kompletter Rundgang zu diversen Stationen der Internationalen Gartenbauausstellung 1993 entwickelte.

Ostermontag

Beim Rundgang zeigte sich der Zustand, der oftmals dem Zerfall preisgegeben Kunstwerke der IGA1993. Die Stadt Stuttgart scheint sich dabei, anders als jetzt beim Heiligtum von herman de vries, ansonsten eher dem passiven  Mittel des „Nichtstuns“ zu bedienen. Besonders beim Kunstwerk „Leibfriedscher Garten“ schafft sie es auch eindrucksvoll alles komplett verkommen zu lassen.   Was die Stadt beim Sanctuarium grob falsch gemacht  hat, hätte sie sich hingegen bei den anderen Kunstwerken zu Herzen nehmen sollen. Gratulation an die Stadt Stuttgart – die Geringschätzung der Kunst im Allgemeinen kann nicht größer sein, wenn zum einen 25 Jahre einzigartiges Pflanzenwachstum und das Vergehen von Zeit zerstört, und zum anderen die Kunst nicht geschätzt, sondern dem Verfall preisgegeben wird.

Zur Dokumentation / Mehr Bilder im Archiv  (link)

 Trauerfeier

Zur Tauerfeier trafen sich viele Künstler und Interessierte um ihrem Entsetzen über den  Vandalismus der Stadt Ausdruck zu verleihen. Diese Empörung zeigt sich seitdem permanent und durchgehend durch schwarze Bänder am Sanctuarium. Diese sollen so lange auf die Schändung hinweisen, bis die Stadt Stuttgart sich in angemessener Weise nicht nur beim  betroffenen Künstler , der sein Konzept als zerstört sieht, sondern auch bei den Bürgern, welchen eines ihrer liebgewonnen Kunstwerke geraubt wurde, entschuldigt hat. Um dieser Aussage einen bürgerlichen Nachdruck zu verleihen, wurde gleichzeitig Anzeige wegen Sachbeschädigung von öffentlichem Eigentum und Zerstörung eines Kunstwerkes erstattet.
Wer gab den Auftrag?
Wer trägt die Verantwortung?
Die Folgen tragen wir alle.

Zur Dokumentation / Mehr Bilder im Archiv (link)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )