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Eisenbahn-Romantik: Die Milliarden-Projekte

Bahnmagazin Südwest: Die Milliarden-Projekte

Der SWR berichtet  in Folge 925 der „Eisenbahn-Romantik“ mit Filmbeiträgen von Hermann G. Abmayr beginnend mit  der Pannenserie (ETCS) der Eröffnung der Neubaustrecke München-Berlin über die Hintergründe rund um Rastatt, schlägt dann einen Bogen über das Immobilienprojekt Stuttgart 21 um dann mit der Situation um die „Nachtzüge“ zu enden.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass S21 abgebrochen werden muss.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Historische Mauern im Schlossgarten

Ergänzend zum Artikel „Impressionen rund um den Stuttgarter Kopfbahnhof“  etwas Recherche im Archiv. Bei einem Besuch der Stuttgarter Stadtentwässerung im Jahre 2012 ( SWW Bericht ) konnte ich einen Blick auf eine Historische Karte des Stuttgarter Kanalsystems aus dem Jahre 1874 werfen.
Hier also ein Ausschnitt dieser Karte ( ohne Markierung ) mit dem markierten Bereich in dem aktuell die Mauerreste im Schlossgarten gefunden wurden:

Ausschnitt aus dem „Plan über die Kanalisation der kgl. Haupt- und Residenzstadt Stuttgart – Generelles Projekt im Auftrage des Gemeinderaths bearbeitet im Jahre 1874 von Ingenieur J.Gordon“
©2018 / Alexander Schäfer
©2018 / Alexander Schäfer
©2018 / Alexander Schäfer

Spannend welche Hintergründe sich hinter diesen Mauern verbergen, der Bericht der Landesdenkmalpflege Baden-Württemberg wird sicher für Aufklärung sorgen.
Ein im Oktober 2015 gefundener Kanal ( Link ) könnte natürlich mit den jetzt gefundenen Resten zusammen hängen. Jedenfalls reiht sich dies in die Liste mit Archäologischen  Funden im Mittleren Schlossgarten ein. Dies geht von Steinzeitskeletten ( Link ) über  die Reste eines römischen Gutshofes ( Link ) vorbei an  frühesten Nachweisen von Alamannen ( Link ) bis hin zu  steineren Köpfen ( Link

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass S21 abgebrochen werden muss.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Zwischenstand 8,xMrd. bei S21 – eine Zitatesammlung zum Thema.

Sammlung freundlicherweise erstellt und veröffentlicht von Jürgen Klotz

Zur Erinnerung:

„Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ist eines der am besten und umfassendsten geplanten Projekte der DB AG.“

Oliver Schumacher, DB-Konzernsprecher, und Martin Walden, Leiter Kommunikation DB, Pressemitteilung vom 18.07.2008

„Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm mit dem neuen Hauptbahnhof in Stuttgart ist solide geplant und steht auf finanziell sicheren Beinen.“

Ministerpräsident Oettinger, 18.08.2008

„Ab jetzt ist Schluss mit lustig: Diese emotionale Art, diese aggressive Art und diese unseriöse Art der Desinformation nehme ich nicht hin. Ich kann der Öffentlichkeit nur sagen: Gehen Sie diesen erkennbaren Gegnern nicht auf den Leim.“

Ministerpräsident Oettinger bei Verkündung der Kostensteigerung auf 3,1 Mrd. Euro für Stuttgart 21 über die Kostenschätzungen von 8,7 Mrd. Euro, 18.08.2008

„Wir sind froh, dass die Gegner des Projekts mit ihrer Kostenschätzung ganz offensichtlich falsch liegen.“

SPD-Landtagsvizepräsident und spätere S-21-Projektsprecher Wolfgang Drexler, 18.08.2008

„Es sind keine Überraschungen mehr zu befürchten.“

Damaliger SPD-Landtagsvizepräsident und späterer Zwischenstand 8,xMrd. bei S21 – eine Zitatesammlung zum Thema. weiterlesen

400. Montagsdemo gegen Stuttgart 21

2701 Tage oder 7 Jahre, 4 Monate, 22 Tage
v
on „Tag X“ bis zur „400.Montagsdemo“ – war ne schöne Zeit.
Oben Bleiben.

Mehr Bilder im Archiv ( link )
Die Rede von Volker Lösch
Die Rede von Winfried Wolf
Videos findet ihr bei Eberhard Linckh (link)

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass S21 abgebrochen werden muss.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Weiterbau würde viel teurer als ein Umstieg

Verkehrsexperte bestätigt Bündnis-Prognosen zu Stuttgart 21

Lösungen für einen Umstieg kosten vier bis fünf Milliarden Euro weniger als der Weiterbau des Projekts „Stuttgart 21“. Zu diesem Ergebnis kommt der Verkehrsexperte Dr. Martin Vieregg in einem neuen Gutachten, das er heute in Berlin vorgestellt hat. Seine Zahlen bestätigen die Prognose des Aktionsbündnisses, dass das Gesamtprojekt am Ende deutlich mehr als zehn Milliarden Euro kosten und frühestens im Jahre 2026 fertig gebaut würde. Widerlegt werden damit auch die von der Bahn behaupteten Ausstiegskosten in Höhe von sieben Milliarden Euro: „Das sind Mondzahlen, mit denen die Bahn jede Umstiegsdebatte zu ersticken versucht“, so Bündnissprecher Eisenhart von Loeper.

Zudem kritisiert der Rechtsanwalt die weiterhin destruktive Informationspolitik der Deutschen Bahn AG: „Statt die Öffentlichkeit vollständig über das PWC-Gutachten zu informieren, lässt die Bahn die Öffentlichkeit mit minimalen Infohäppchen im Dunkel. Diese Verschleierungsmethode ist der Demokratie unwürdig.“ Vor einer Woche hatte von Loeper deshalb den Chef des Bundeskanzleramts, Bundesminister Peter Altmaier, brieflich aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Fakten endlich auf den Tisch kommen.

Dokumente:
PM zu den Ausstiegskosten für das Projekt Stuttgart 21 (PDF)
Offener Brief an Bundesminister Altmaier (PDF)
Ermittlung der Ausstiegskosten für das Projekt Stuttgart 21 zum Stand Dezember 2017 (PDF)
Ausstiegskosten für S21 Grafiken (PDF)

Siehe auch: Umstieg 21 Website (Link)

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass S21 abgebrochen werden muss.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Auferstehung im Advent

Es ist Advent – und der gepriesene Wunderbahnhof wird kommen. So verheißt es ein kürzlich spendiertes Großposter der Bahn dem vorbei eilenden Bahnreisenden. Die präsentierte schöne neue Welt ist allerdings nicht nur ernüchternd hässlich, sondern auch mit Merkwürdigkeiten gespickt. Doch was schert es noch den von Verspätungen und Gleisänderungen geplagten Kunden, den geplünderten Steuerzahler, den Bürger Stuttgarts, der nur noch als konformierter Stöpsel den öffentlichen Raum dekorieren darf?

Auferstehung im Advent weiterlesen

Offener Brief an „Aufbruch Stuttgart“

Offener Brief des  Aktionsbündnis  gegen Stuttgart 21 an den Vereinsvorsitzenden Dr. Wieland Backes
Sehr geehrter Herr Backes, sehr geehrte Freunde eines Aufbruchs in Stuttgart,

ohne für alle BürgerInnen sprechen zu können, die sich gegen Stuttgart 21 engagieren,  gehen wir davon aus, dass die große Mehrheit von uns die proklamierten Ziele Ihrer Initiative, insbesondere die Ihrer Aktion am 17. September, teilen und viele sich auch dort beteiligen werden.

„Weg von der autogerechten zur menschengerechten Stadt“ – das ist uns von Anbeginn an ein handlungsleitendes Anliegen. Auch die Forderung, die autobahnartige Schneise zwischen Bohnenviertel und City zu überwinden, vertreten wir seit langem. Die Hochkultur, der sie mit der Forderung nach einem „attraktiven Kulturquartier … aktuell Priorität einräumen“, liegt uns ebenso am Herzen – als Teil eines vielfältigen kulturellen Angebots. Offener Brief an „Aufbruch Stuttgart“ weiterlesen

Aus den Augen, aus dem Sinn?

Wegstellbäume verabschieden sich, Teil 1

Vor fünf Jahren wurde der Mittlere Schlossgarten zerstört. Einige wenige Bäume wurden im Stuttgarter Stadtgebiet verpflanzt. Dabei stand es nicht im Vordergrund, ihre stadtökologischen Funktionen zu erhalten, oder ihren ästhetischen Wert zu bewahren, oder gar neue, qualitativ hochwertige Orte der Erholung und Beschaulichkeit zu schaffen. Es ging einzig darum, eine möglichst hohe Zahl an Verpflanzungen mitzuteilen, völlig egal, wie das Ergebnis dann ausschaut. Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Parkbäume zu Straßenbegleitgrün degradiert, also der Art von Stadtmöblierung, die man jederzeit wieder aus dem Weg fällt, wenn ein vermeintlicher Fortschritt daher kommt. Aus den Augen, aus dem Sinn? weiterlesen

Bilder, Berichte und Dokumentationen von Alexander Schäfer