Archiv der Kategorie: Stuttgart

Fotografischer Nachruf auf Magda Bubetz

An Ostern ist Magda Bubetz von uns gegangen. Sie war immer da, drängte sich aber nie in den Fokus, wenngleich  sie auch immer vorne an der Bühne stand um ihre Botschaft zu zeigen. Jeder kannte Ihr Plakat – es war so einfach wie aussagekräftig und ließ keine Fragen offen:  KOPF BLEIBT OBEN

Sie trug es  immer, egal ob größte Sommerhitze oder im Regen, ebenso konsequent auch im tiefsten Winter und  im Schneetreiben. Ich war ganz sicher nicht auf allen Demos auf denen Magda Bubetz war, aber es waren trotzdem immer noch sehr viele! Um Ihr nun den Platz im Mittelpunkt zu geben habe ich hier nun alle Fotografien rausgesucht.

Mein Beileid den Angehörigen und Freunden.
Kopf bleibt Oben!

Love is in the Bin and in Stuttgart

Seit nur vier Tagen ist das Bild „Girl with Balloon“ – welches seit dem 5. Oktober 2018 „Love is in the Bin (Hintergrund) genannt wird – in der Staatsgalerie in Stuttgart zu sehen. Schon vom ersten Tag an war der Besucherandrang natürlich sehr groß, doch freundlicherweise organisierte Andrea Welz / Kunst und Reisen an diesem Sonntag eine „emptymuseum“ Führung für gerade mal rund 20 Personen. Seit Anfang 2019 macht die Staatsglaerie Stuttgart es möglich, dass kleine Gruppen das Museum quasi für sich allein haben können. Diese Gelegenheit durfte ich mir nicht entgehen lassen und zeige euch nun hier ein paar Impressionen aus der Führung von Banksy und Rembrandt vorbei an Memling über Picasso zu Dix.

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( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

KidicalMass in Stuttgart

Radentscheid Stuttgart veranstaltet erste Kidical Mass
Kinder wollen selbstständig und sicher in Stuttgart Fahrrad fahren

Zur ersten Kidical Mass in Stuttgart hat die Initiative Radentscheid Stuttgart (link) gemeinsam mit der Initiative Zweirat am Samstag (15.9.) eingeladen. Pünktlich um 14 Uhr ging es am Feuersee in Stuttgart auf die rund fünf Kilometer lange Strecke. „Damit starten wir vom gleichen Platz wie die große criticalmass“, so Thijs Lucas, einer der Verantwortlichen für die Kidical Mass.

Bei der Fahrrad-Demonstration stehen die Kinder im Fokus. Denn gerade Kinder brauchen sichere Fahrradinfrastruktur, damit sie selbstständig und unbeschwert in der Stadt unterwegs sein können. Begleitet werden sie von Eltern und Großeltern sowie Radfahrenden, die sich einfach freuen, sicher durch die Stadt radeln zu können. Dies wird unter anderem durch die Polizei und freiwillige Ordner gewährleistet, die die Kinderschar begleitet.
Nicht nur Kindern mangelt es an der sicheren Fahrradinfrastruktur in Stuttgart. Daher haben sich Bürgerinnen und Bürger zur Initiative Radentscheid Stuttgart zusammengeschlossen und wollen so die Fahrradpolitik in der Stadt ändern. So fordern sie beispielsweise den jährlichen Ausbau von 15 Kilometern sicheren Radverkehrsanlagen und die sichere Gestaltung von Nebenstraßen und Kreuzungen für Radfahrende in Stuttgart. Um diese Forderung zu erreichen sammeln sie aktuell Unterschriften für ihr Bürgerbegehren. Dabei, so erzählt Lucas, treffe er immer wieder Kinder, die auch unterschreiben wollen. „Leider zählt die Unterschrift aber erst bei Jugendlichen mit 16 Jahren“, erläutert er. „Das hat neulich ein Mädchen so geärgert, dass sie los zog und selbst Unterschriften sammelte“, so Lucas noch voller Begeisterung für Engagement des Kindes. Andere holen ihre Eltern und fordern sie auf zu unterschrei-
ben.

Hierfür hat auch Arne Jungjohann großes Verständnis. Der Vater eines dreijährigen Sohnes freut sich über die Kidical Mass. „Mein Sohn fährt gerne mit dem Laufrad auf dem Bürgersteig, ich zu Fuß oder auf dem Rad hinterher. Er genießt es, weil er dann so schnell wie ein Erwachsener sein kann und mit seinen Eltern etwas zusammen machen kann. Es ist für ihn ein Stück Freiheit.“

Um diese Freiheit auch künftig zu haben gibt es den Radentscheid Stuttgart. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, sicher und selbstständig in die Schule radeln zu können. Aktuell lässt die vorhandene Infrastruktur für Fahrradfahrende in Stuttgart das oft nicht zu, weshalb viele Kinder das Radfahren gar nicht erst lernen. Dichtes Überholen, Drängeln und zugeparkte Fuß- und Radwege machen Radfahren für Kinder in Stuttgart unnötig schwer und gefährlich. Die Verkehrsplanungen der Stadt Stuttgart und motorisierte Verkehrsteilnehmer sind hier besonders in der Verantwortung, damit Fahrradfahren für alle Stuttgarter – ob groß oder klein – sicherer und unbeschwerter geht. Zur Sicherheit fuhr ein Lastenrad als “Besen-Cargo” hinter der Fahrrad-Demonstration her um eventuell kleine, erschöpfte Kinder aufnehmen zu können. Das war aber gar nicht nötig, alle waren mit Spaß und Freude dabei. KidicalMass in Stuttgart weiterlesen

#WirsindMehr vs. #StussBuss


Stuttgart stand am 14.September im Zeichen zweier Demos: Einer kleinen Demo mit dem Motto „Elternrecht und Sexualerziehung in Schule und KiTa“ auf dem Marktplatz welche im Twitterjargon schnell unter #StussBuss bekannt wurde und der Demo unter dem Motto „Respekt und Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ welche auf dem Karlsplatz stattfand und sich in die zahlreichen bundesweiten #WirsindMehr Demos einreihte.
Hier ein paar Impressionen der Demonstrationen.

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Livestream der Kundgebung auf dem Karlsplatz (link)

 ( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

radentscheid-stuttgart.de rollt den roten Teppich aus.

Aktive rund um den radentscheid-stuttgart.de rollten am Samstag allen Radfahrern rund um den Feuersee den roten Teppich aus (weitere Infos). Der 50m lange  „mobile Radweg“ soll auf eine Unterschriftenaktion zur Verbesserung der Situation für Radfahrende in Stuttgart aufmerksam machen. Bereits 10.000 Unterschriften wurden gesammelt und weitere 10.000 sind nötig um einen Bürgerentscheid für sicheres Fahrradfahren in der Mobilitätsstadt Stuttgart zu ermöglichen (weitere Infos).

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Alternativen zum ÖPNV in Stuttgart

Jeder der in Stuttgart nicht darum herum kommt mit der S-Bahn zu fahren kennt das Thema – fast jeden Tag ist das Marode überlastete Netz kurz vor dem Kollaps. Sei es die berühmte Weichenstörung oder die allseits beliebte Signalstörung die Gründe sind austauschbar und der geplagte Pendler interessiert sich – dank Gewöhnung und Routine – fast nicht mehr für die leidigen Details.  Genauso verlässlich wie die Störungen sind außerdem auch die Jährlichen Preiserhöhungen der VVS …  Es wurde also höchste Zeit mal eine Alternative auszuprobieren.

Da das Auto keine Alternative ist und die tägliche Strecke von Zuffenhausen nach Österfeld nur schwerlich zu Fuß zu schaffen ist bleibt erstmal das Fahrrad. Schon früher war ich gerne ein Fahrradpendler aber ich muss schon zugeben das die 370 Höhenmeter vom tiefen Zuffenhausen und hochliegende Österfeld diese Möglichkeit lange verwehrt hatte. Der Schritt zum Elektrofahrrad war also unumgänglich.  Mit einem  „Pedelec“ (link) wird zum einen die täglich zu überwindende Höhe entschärft und zudem kann damit die oftmals fehlende Dusche im Büro entfallen.

Nach den ersten 1000 km (täglich 30 km) und immerhin den wärmsten Sommerwochen die ich in Stuttgart je erlebt hatte, kann ich sagen:  das E-Bike ist definitiv eine reale und gute Alternative zum ÖPNV in Stuttgart. Zugegeben habe ich auch mittlerweile eine wunderschöne Strecke gefunden, sicherlich wird nicht jeder den Luxus eines so schönen Waldweges (durch das schöne Feuerbacher Tal über den Birkenkopf) haben, aber dann wohl auch selten so viele Höhenmeter.  Übrigens ist die Fahrt mit dem E-Bike mit ca. 38 Minuten  auch noch Zeitlich kürzer als die Verbindung U-bahn + S-Bahn mit 43 Minuten! Bleibt noch abzuwarten wie ich die Alternative im Winter durchhalte. Eins ist jedenfalls klar – der ÖPNV in Stuttgart hat es verdient das man Alternativen sucht! Pack es an und versuch es! Es gibt immer einen Weg und egal welchen du wählst – er beginnt immer mit dem ersten eigenen Schritt!

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )