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Fahrverbote retten Leben – Autoflut stoppen – Jetzt!

Demo mit Kundgebung, am Samstag, den 21. November 2015, um 13.00 Uhr.

Grundgesetz Artikel 2 garantiert das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Menschen haben also ein Recht auf Schutz vor krankmachendem Feinstaub, vor Luftverschmutzung, Lärm und vor Verletzungen durch Verkehrsunfälle. Es existiert dagegen kein unveräußerliches Recht auf freie Wahl des Verkehrsmittels in einem dicht besiedelten Lebensraum.

Feinstaub, Stickoxyde, CO2 und Lärm sind Gift für Mensch und Umwelt.

Nach einer Analyse der Weltgesundheitsorganisation (WHO), aus dem Jahr 2014, sterben jährlich sieben Millionen Menschen infolge der weltweiten Luftverschmutzung. Das sind mehr als doppelt so viele wie bisher angenommen (Link).

Das Kraftfahrbundesamt hat über Jahre die Erinnerung „an ihre gesetzliche Pflicht zur Kontrolle ignoriert und dadurch die fortgesetzte Vergiftung unserer Innenstädte mit hochgiftigen Dieselabgasen behördlich abgesegnet“
(Jürgen Resch, Deutsche Umwelthilfe)

Die Luftverschmutzung in Deutschland liegt im europäischen Vergleich zwar im Mittelfeld, aber dennoch deutlich über den WHO-Richtlinien. Dabei ist Stuttgart trauriger Spitzenreiter unter Deutschlands Städten. Die verbindlichen EU-Grenzwerte zum Schutz der Bevölkerung vor Luftschadstoffen werden in Stuttgart und in der gesamten Region unzulässig oft und massiv
überschritten.

Nach Aussage von Experten (z.B. Dr. Reuter, dem Leiter der Abteilung für Stadtklimatologie beim Stuttgarter Amt für Umweltschutz) ist die Einhaltung der Grenzwerte nur möglich, wenn der Verkehr auf den viel befahrenen Straßen unserer Stadt um die Hälfte reduziert wird. Da helfen weder Feinstaubkleber, Moos-Wand, noch Appelle an freiwillige Verhaltensänderung. Im Überschreitungsfall hilft nur ein Fahrverbot. Das gibt die Gesetzeslage heute schon her (§ 45 Abs. 1 StVO).

Das Rückgrat der Verkehrswende sind der Fußverkehr, das Fahrrad, sind Busse und Bahnen. Der MIV (motorisierte Individualverkehr) hingegen gefährdet unsere Gesundheit und ruiniert die Umwelt. Trotzdem wird dieses nicht wirklich zukunftstaugliche Segment der Fortbewegungsmittel bevorzugt und staatlich massiv gefördert (z.B. tonnenschwere SUVs die als Dienstfahrzeuge steuerlich abgesetzt werden können). Gleichzeitig wird eine Steigerung der Attraktivität des ÖPNV in vielfältiger Weise behindert (z.B. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des S-Bahnbetriebs haben seit dem Baubeginn von S 21 extrem nachgelassen).

Der VW-Abgasskandal dokumentiert zuallererst eine vorsätzliche, massenhafte Körperverletzung mit Todesfolge. Begangen durch das Topmanagement einer deutschen Vorzeigeindustrie. Gedeckt durch verantwortungslose Spitzenpolitiker unseres Staates.

Der öffentliche Raum braucht Bäume statt Blechlawinen! Keine Autobahnen im Herzen der Stadt!

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, ruft die Bürgerinitiative Neckartor auf zu einer Demo, am Samstag, den 21. November 2015, um 13.00 Uhr. Treffpunkt ist der Marienplatz. Nach einer Kundgebung geht es auf der B 14 zu Fuß und mit dem Fahrrad (auf zwei verschiedenen Routen) zur Abschluss Kundgebung auf den Rotebühlplatz.

Reden:
Jürgen Resch – Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe (DUH)
Dr. Angelika Linckh – Ärztin
Peter Pipiorke – Naturfreunde Radgruppe

Kunst:
Rik Beck – „GEMEINE STADTLUFT“– mitzubringen Gebürste aller Art!
Caro Krebietke – Aktion „GEMEINE SAUBOHNE“

Musik:
Lokomotive Stuttgart
Capella Rebella

Presseerklärung der BÜRGERINITIATIVE NECKARTOR, Stuttgart, den 8.11.2015

Demoflyer (PDF)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

3 Jahre Fukushima, 28 Jahre Tschernobyl – Neckarwestheim 2014

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©2014 Alexander Schäfer

3300 Menschen demonstrierten für den längst überfälligen kompromisslosen Ausstieg aus der Atomenergie. Ein langer Demozug führt vom Bahnhof zum Atomkraftwerk, wo anschließend Reden (unter anderem von der Journalistin Oshidori Mako) und Infoständen stattfinden. Impressionen vom Sonntag: 3 Jahre Fukushima, 28 Jahre Tschernobyl – Neckarwestheim 2014 weiterlesen

Adnan Türkkan spricht auf dem Stuttgarter Schloßplatz

(01.09.13 – Stuttgart) IMG_1179

Auf einer Kundgebung des Türkischen Studentenbund Stuttgart (TGB) tritt der Chefredakteur des des türkischen Senders Ulusal TV – Adnan Türkkan auf. Er berichtet in einer kämpferischen Rede über seine Erfahrungen und die Zustände in der Türkei. Adnan Türkkan wurde für seine Tätigkeit im Regierungskritischen Sender Ulusal Kanal zu 10 Jahren Haft verurteilt und gilt seit dem als „flüchtiger Terrorist“. Der Mut und die Entschlossenheit die er für sich und seine Kollegen darstellte war beeindruckend und zeigt das er und seine Mitstreiter sich nicht durch diese Maßnahmen einschüchtern lassen.

IMG_1091Neben Adnan Türkkan stand auch Münir Atasoy der Onkel des getöteten Ali Ismail Korkmaz auf der Bühne. Zitat: „Der 19-jährige Ali İsmail Korkmaz nahm an den Gezi-Park-Protesten teil. Aufgrund des Tränengas-Angriffs der Polizei flüchtete er in eine Nebenstraße. Eine Bande volksfeindlicher Regierungskriecher prügelte ihn fast zu Tode. Er ging ins Krankenhaus. Man sagte ihm, dass er nichts habe und schickte ihn nach Hause. Dabei erlitt er eine Hirnblutung. Zu Hause verschlimmerte sich sein Zustand und er kam ins Krankenhaus. Auf der Intensivstation kämpfte er 38 Tage lang um sein Leben, den Kampf hat er heute (Anm. d. Red. 10. Juli 2013) verloren. Während seine Mörder auf freiem Fuß sind, konnten die Kameraaufzeichnungen vom Tatort laut Staatsanwaltschaft immer noch nicht geöffnet werden.“ ( Quelle TGB Nordrhein-Westfalen  )

Impressionen vom Schloßplatz

Mehr Bilder unter doku-stuttgart.de

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )