Schlagwort-Archiv: Stuttgart

Offener Brief an OB Kuhn

Stuttgart, den 23.01.2014, Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Fritz Kuhn,

auf Grund der massiven Eingriffe in den Baumbestand der Stadt im Zuge des Neu,- bzw. Ausbaues des Rosensteintunnels, ist bei mir eine Grenze erreicht, bei der ich nicht mehr tatenlos zuschauen kann.

Zurzeit wird am Mineralbad Leuze wieder einmal demonstriert, wie gedankenlos flächendeckend gerodet wird. In einer Stadt mit einer massiven Feinstaubproblematik wird Offener Brief an OB Kuhn weiterlesen

Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet Rosensteinpark

von Wolfgang Rüter Es ist eine Schande, wie das einst liebens- und lebenswerte Stuttgart immer mehr zerstört wird. Nach der Zerstörung des Mittleren Schlossgartens und der Rodung eines 200 Jahre alten Baumbestands kommt jetzt der als FFH Landschaftsschutzgebiet ausgewiesene Rosensteinpark neben vielen anderen S21-Baustellen dran. Eine Fotoreportage, beginnend bei den Mineralbädern und der U14 Stadtbahnverlegung, den gefährdeten Grünflächen entlang des geplanten Rosenstein-Straßen-Tunnels von Ost nach West, und weiter durch den Rosensteinpark zur Ehmannstraße und dem Abstellbahnhof, wo sich auch das GWM3 befindet und Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet Rosensteinpark weiterlesen

Kontrastprogramm – ein Spaziergang durch Stuttgart

"Blick auf Stuttgart" ©2014 Alexander Schäfer
„Blick auf Stuttgart“ ©2014 Alexander Schäfer

Ich bin diese Woche für ein Online-Projekt das sich „Ich bin BW“ nennt unterwegs. Kurz erklärt ist das ein wöchentlich wechselnder Twitter – Account auf dem seit Anfang 2012 ein/e Baden-Württemberger/in sich und seine Region vorstellt. So bietet sich jedem der dem Twitter User folgt (auch ohne Anmeldung möglich!) – die Möglichkeit eine individuelle Sicht in das Bundesland zu bekommen. In diesem Sinne habe ich also diesen Feiertag genutzt um allen interessierten Menschen dort etwas aus Stuttgart zu zeigen. Ich lade hier nun ein die Bilder des Tages anzuschauen. Kontrastprogramm – ein Spaziergang durch Stuttgart weiterlesen

Versammlungsfreiheit?

Bild - Peer Woerpel 2013
Bild Peer Woerpel LINK 2013

Aktuell hört man ja so einiges aus Hamburg zum Thema Versammlungsfreiheit. siehe zb. den Sammelartikel von cams21.de (LINK). Das bisher Sinnvollste was ich dazu gelesen habe steht hier im Blog von Daniel Bröckerhoff unter dem Titel „#hh2112: Ich habe kein Verständnis“ (LINK). Er zeigt deutlich und zu Recht in beide Richtungen und spricht Dinge an die auf beiden Seiten ganz und gar nicht gut laufen. (Um was gehts eigentlich in Hamburg? Und auch ein Bericht bei metronaut.de) Das es nicht nur auf der Seite der Polizei und der Politik massive Fehler gibt, ist in diesem Monat durch weitere aktuelle Demoverbote mehr als deutlich zu erkennen. Es gibt nämlich nicht nur in Hamburg aktuell ein Demoverbot – auch in Stuttgart gibt es aktuell Demoverbote (LINK). Erst letzte Woche wurde die, hier seit über 200 Demos fast schon „Traditionell“ zu bezeichnende, Montagsdemo gegen Stuttgart 21 an einen nicht gewünschten Ort verbannt und damit faktisch Verboten. Die Demonstranten akzeptierten dies auch nicht (LINK), aber im Gegensatz zu den Demonstranten in Hamburg, haben sie nicht den Fehler gemacht mit grenzenloser Gewalt zu reagieren. Am Montag den 23.12.13 findet wieder eine Demo am HBF statt, auch diesmal ist der von den Demonstranten gewünschte Ort wieder vom Ordnungsamt verboten. Ob die Demonstranten dies akzeptieren werden, steht auch diesmal wieder in den Sternen.

Archivbild - 16.12.13 Stuttgart
Archivbild – 16.12.13 Stuttgart

Auf eine Demo am 23.12.13 um ca. 19:15 Uhr (LINK) möchte ich allerdings besonders hinweisen – dort findet die Rede von Thomas Trueten vom Stuttgarter Bündnis für Versammlungsfreiheit (LINK) statt. Er redet beim offenen Mikrofon zu eben genau diesem Aktuell wichtigen Thema der Versammlungsfreiheit!
Ort -> „Kronprinz-Platz“ Stuttgart (Kreuzung Kronprinzstraße / Büchsenstraße).

Siehe zu „Hamburg 21.12.13“ auch den Bericht bei NDR, den Blog von Lars Brücher, den Text von Birgit Gärtner auf Heise.de oder auch den Kommentar von Christian Bartlau auf N-TV

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Fortsetzung der „Lach- und Dachgeschichten“

Die Geschichte der Bahnsteig-Überdachung im Stuttgarter Hauptbahnhof ist eine Geschichte … voller Experimente. Sicher sieht das Projekt-Sprecher Dietrich oder so mancher Arbeiter anders, aber schaut man sich dort um, was früher einmal der funktionierende Stuttgart Hauptbahnhof war, dann sieht man zur Zeit dies:

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Bereits als dieser Teil des Bahnhof noch geöffnet war, gab es massive Bedenken von Ingenieuren bezüglich der Statik des Daches. Damals ging es um massive Abbuchschäden durch die Firma SER, um Seitenwindbelastungen durch den Abbruch der Seitenflügel (Glasplatten wurden entfernt), um ein Abheben bzw. Verschieben der auf Rollen gelagerten Konstruktion (tonnenschwere Betonelemente wurden zur Stabilisierung eingebracht). Mittlerweile wurde aber noch mehr zur Destabilisierung des Daches getan, es wurde in der Mitte getrennt, Teile davon wurden einseitig an Gleis 1 abgebrochen und nun baut man Holzpfosten ein. Es scheint, damit wird der Abriss des Daches auf der anderen Seite der Betonstützen vorbereitet. Das alles in einer Zeit der Herbst und Winterstürme.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach allen Erfahrungen mit dem Dach und den Baukünsten der Deutschen Bahn macht dies nicht wirklich den Eindruck von einem sicheren Bauen unter rollendem Rad – sprich mit Personenverkehr unter diesem Dach. Die Besucher des Bahnhof werden zwar durch Holzzäune vor dem Anblick geschützt – das tonnenschwere Dach wird dies aber nicht hindern, wenn es mal nicht so läuft wie die DB es geplant hat! Wie so ein Bau mitten in einer Landeshauptstadt überhaupt ablaufen darf, ist mir ein Rätsel! Schaut man nur ein paar Meter weiter sieht man z.B… Folgendes:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Diese mittlerweile freischwebende Ecke eines zweifellos auch ziemlich schweren Werbeplakates, hängt auch direkt an diesem Dach dran. Abgesehen davon, dass ein Umstürzen des Plakates durchaus einige Arbeiter verletzen könnte, würde das sicherlich eine nicht unerhebliche Auswirkung auf die komplette Konstruktion bis hinüber auf Gleis 16 zu diesen Holzstämmen haben.

Gibt es auf dieser Prestige-Baustelle (in Zeiten als dort noch Schwarzarbeiter erwischt werden durften, nannte sie sich noch groß „Herz Europas“) eigentlich eine Bauaufsicht?
Sitzt der Bauleiter schon in einem der ausgedienten, berüchtigten Wasenkontainer oder hat sich zumindest schon mal dort häuslich eingerichtet?
Gibt es noch einen Bürgermeister, den es interessiert wie die Gäste seiner Stadt ankommen?
Wird die Trauerfeier der evtl. zu erwartenden Toten dann auch der gleiche Geistliche halten, welcher bei diesem Projekt Schächte als Tunnel erklärt und um Gottes Hilfe bei so einer Planung bittet?

Fragen über Fragen … the answer my friend is blowin´ in the wind …  

Zu allen Bildern von den Dachdetails vom HBF

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Rathausausstellung – Im Gedenken der Kinder

Vom 6. bis 29. November 2013 zeigt das Rathaus Stuttgart die Gastausstellung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“. siehe auch Link und Link

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Einspruchsverfahren gegen Planfeststellungsverfahren 1.3

Mustereinwände und Unterschriften-Sammellisten zum Runterladen – S21 Planfeststellung 1.3 Filderabschnitt

Anzeige_Projektende_thumbDas Stuttgarter Regierungspräsidium (RP) hat das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.3 (Filderbereich mit Flughafenanbindung) des Bahnprojekts Stuttgart 21 eingeleitet. Die Planunterlagen werden von Mittwoch, 6. November, einen Monat lang in den Rathäusern der betroffenen Kommunen Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen, Filderstadt, Ostfildern, Neuhausen, Köngen und Sindelfingen öffentlich ausgelegt. Betroffene Bürger, aber auch Verbände und Institutionen können sich über die Auswirkungen des Projekts informieren und Einwände geltend machen. Auf der Internetseite des RP sind die Unterlagen ebenfalls zu finden (www.rp-stuttgart.de). Bis zum 19. Dezember können sich alle von dem Bauvorhaben Betroffenen zu den Planungen äußern.

BETROFFEN ist jeder der S-Bahn bzw. Zug fährt! Siehe dazu auch die massiven Einschränkungen bei der S-Bahn und im Fernverkehr

Die Schutzgemeinschaft Filder hat Einspruchstextbausteine auf zum Herunterladen erstellt. Außerdem eine Unterschrift-Sammelliste. Hier können alle unterschreiben, die keine Zeit haben, einen eigenen Einspruch zu formulieren. Bitte im Freundes-, Bekannten- oder Nachbarkreis sammeln, bzw. Sammlerinnen und Sammler gewinnen.
Mehr Informationen (Link)

Auch die „Vaihinger für den Kopfbahnhof“ haben eine Mustereinwendung und eine hilfreiche Stichwortsammlung erstellt.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )