Schlagwort-Archive: Schutzgemeinschaft-Filder

Stuttgart 21 kostet fast zehn Milliarden Euro

Mindestens 9,8 Milliarden Euro würde das Projekt „Stuttgart 21“ kosten, wenn es – frühestens im Jahre 2024 – einmal fertig wäre. Dies sagt der renommierte Verkehrsberater Dr. Martin Vieregg in einem neuen Gutachten voraus. Zusätzliche Risiken und weitere Verzögerungen könnten diese Summe allerdings noch erhöhen. Stuttgart 21 kostet fast zehn Milliarden Euro weiterlesen

Filderbahnhof: 20 Jahre Fehlplanung!

Der Verein „Schutzgemeinschaft Filder“ lud zur Veranstaltung „Filderbahnhof: 20 Jahre Fehlplanung!“ und damit zur Diskussion über Varianten des Filderbahnhofs in die Filderhalle. 

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Filderanhörung – Planfeststellungsbeschluss darf nicht erfolgen

„Ein Planfeststellungsbeschluss darf nie und nimmer ausgesprochen werden“

Als völlig unverständlich und kontraproduktiv werten die Stuttgart-21-Gegner den vorzeitigen Abbruch der Anhörung just zu einem Zeitpunkt, an dem die Schlüsselfrage der Leistungsfähigkeit in der Beratung war. Offensichtlich habe die Verhandlungsführung bzw. das Regierungspräsidium in der Nacht von Montag auf Samstag, dem Druck der zunehmend in Bedrängnis geratenen DB AG nachgegeben, die Anhörung am Dienstag zu beenden, so Eisenhart von Loeper vom Aktionsbündnis, obwohl sie zuvor Filderanhörung – Planfeststellungsbeschluss darf nicht erfolgen weiterlesen

S21-Kritiker erwarten Stopp auf den Fildern!

S21-Kritiker erwarten Stopp der Bahnplanungen auf den Fildern

Nachdem der Öffentlichkeit, wachgerüttelt vom bahnunabhängigen Gutachten der Stadt Leinfelden-Echterdingen, immer klarer wird, welche Belastungen die Filderplanungen der Bahn für den Nahverkehr haben werden, kann es aus Sicht des Aktionsbündnisses nur ein Ergebnis der Filderanhörung geben: endlich die Rote Ampel für die desaströsen Planungen der Deutschen Bahn AG!

Dass die Bahn die Chuzpe hat, nach zwölf Jahren Planung S21-Kritiker erwarten Stopp auf den Fildern! weiterlesen

238. Montagsdemo gegen Stuttgart 21

238.Montagsdemo

Bilder Felix Keuling (link)

Rede: Jürgen Lauber (link) – Liveübertragung cams21.de

Rede: Steffen Siegel Teil 1 – Liveübertragung cams21.de

Rede: Steffen Siegel Teil 2 – Liveübertragung cams21.de

Zentrale Auszüge aus der Rede von Steffen Siegel:

„Vor langer, langer Zeit, im Jahr 2002 hat die Bahn für diesen Filderabschnitt Pläne ans Eisenbahnbundesamt eingereicht, um ein Planfeststellungsverfahren einleiten zu dürfen. Mehrere vergebliche Anläufe führten in den folgenden Jahren immer zum gleichen Ergebnis seitens des EBA, Zitat: „nicht genehmigungsfähig“.

[…]

Die Bahn blieb über die vielen Jahre nahezu unverändert bei ihren damaligen Plänen und wartete, bis schließlich ein Verkehrsminister aus Bayern kam (Ramsauer) und für den kritischsten Teil im Filderabschnitt eine windige, zeitlich begrenzte „Ausnahmegenehmigung“ mit ebenso windigen Einschränkungen aussprach. Diese Ramsauerei widerspricht nicht nur dem gesunden Menschenverstand sondern eben auch vielen gültigen Eisenbahnregeln. Es ist grob fahrlässig, auf reinen S-Bahngleisen zusätzlich Regional- und Fernzüge fahren zu lassen, mit zu engen Kurven, durch viel zu enge Tunnel, z.T. mit Gegenverkehr usw.

Warum aber ging man nach der Erteilung einer Ausnahmegenehmigung durch Ramsauer 2010 damals nicht zügig ins Planfeststellungsverfahren? Wieder sind seither über 4 Jahre vergangen, wohl weil die Pläne durch und durch Murks sind und man anderswo erst neue Fakten schaffen wollte.

  • Es ist Unsinn, die Gäubahnen statt sie in Vaihingen halten zu lassen auf den Umweg über den Flughafen zu schicken, die wenigsten wollen fliegen.
  • Es ist Unsinn, z.B. einen ICE hinter einer S-Bahn, die dreimal halten muss hinterherzockeln zu lassen.
  • Es ist Unsinn, durch den Mischverkehr die S-Bahnen noch mehr aus dem Takt zu bringen.
  • Es ist Unsinn, im Terminalbahnhof für die beiden Zugarten (Gäubahn bzw. S-Bahn) nur noch je eine Bahnsteigkante zur Verfügung zu stellen, mit Gegenverkehr. Im Stresstest wurde übrigens so getan, als gäbe es keinen Gegenverkehr.
  • Es ist Unsinn, die Züge aus Tübingen in Wendlingen ohne Halt über den Flughafen zu schicken, statt sie über Plochingen und Esslingen nach Stuttgart zu schicken
  • Es ist Unsinn, einen Tiefbahnhof unter der Messe zu bauen, – auf Brandschutz und Sicherheit zu pfeifen, – das Fliegen zu puschen, – keine Passagierströme zu erheben,- kein Notfallkonzept vorzuhalten, – mehr Lärm und Erschütterung in L.-E. zu produzieren, – Güterverkehr auf die Straße zu zwingen
[…]

Anders als bei den letzten Planänderungen werden wir hier in den letzten Tagen der Erörterung die Frage nach der Planrechtfertigung des Gesamtprojekts S21 stellen können. Auch wenn es für den Stuttgarter HBF einen Planfeststellungsbeschluss gibt, so gibt es doch für diesen nicht erweiterungsfähigen, schiefen Sarkophag ganz gravierende Defizite.
Wir können deutlich zeigen, dass der zur Prüfung anstehende Abschnitt 1.3 auf den Abschnitt 1.1 massiv negativ einwirkt und wir können zeigen, dass die wesentlichen Gründe für S21 heute nicht mehr gelten und wir wissen, dass eine belegte Kostenlüge und ein belegter Leistungsrückbau gesetzeswidrige Verhaltensweisen sind.“

Die Fluggastzahlen stagnieren – die Schutzgemeinschaft Filder behält Recht.

Die Fluggast-Zahlen am Stuttgarter Flughafen sind seit ca. 8 Jahren von der Tendenz her stagnierend, ja sogar eher rückläufig. 2007 waren es noch 10,3 Millionen Flugpassagiere pro Jahr, 2013 nur mehr 9,59 Millionen. Der Flughafen selbst rechnet für 2014 mit einem weiteren Rückgang der Zahlen.

Steffen Siegel, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Filder: „Jetzt wird immer deutlicher, dass der Flughafen in seinem Wachstumswahn mit seinen Prognosen dramatisch daneben lag und dass die Schutzgemeinschaft, wie auch viele kluge Gutachter, diese Stagnation voraussahen“´. Die Fluggastzahlen stagnieren – die Schutzgemeinschaft Filder behält Recht. weiterlesen

Aktionsbündnis distanziert sich NICHT von den Parkschützern

PM des Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21

Unter der Überschrift „Aktionsbündnis will sich von Parkschützern distanzieren“ hat die Stuttgarter Zeitung am 15. Januar 2014 aus einem internen Diskussionspapier zitiert, das vier Mitgliedsorganisationen des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 in ein Bündnistreffen vom Vortag eingebracht hatten.

Tatsache ist: Dieses Papier ist so nicht beschlossen worden, die Diskussion darüber ist Aktionsbündnis distanziert sich NICHT von den Parkschützern weiterlesen

Einspruchsverfahren gegen Planfeststellungsverfahren 1.3

Mustereinwände und Unterschriften-Sammellisten zum Runterladen – S21 Planfeststellung 1.3 Filderabschnitt

Anzeige_Projektende_thumbDas Stuttgarter Regierungspräsidium (RP) hat das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.3 (Filderbereich mit Flughafenanbindung) des Bahnprojekts Stuttgart 21 eingeleitet. Die Planunterlagen werden von Mittwoch, 6. November, einen Monat lang in den Rathäusern der betroffenen Kommunen Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen, Filderstadt, Ostfildern, Neuhausen, Köngen und Sindelfingen öffentlich ausgelegt. Betroffene Bürger, aber auch Verbände und Institutionen können sich über die Auswirkungen des Projekts informieren und Einwände geltend machen. Auf der Internetseite des RP sind die Unterlagen ebenfalls zu finden (www.rp-stuttgart.de). Bis zum 19. Dezember können sich alle von dem Bauvorhaben Betroffenen zu den Planungen äußern.

BETROFFEN ist jeder der S-Bahn bzw. Zug fährt! Siehe dazu auch die massiven Einschränkungen bei der S-Bahn und im Fernverkehr

Die Schutzgemeinschaft Filder hat Einspruchstextbausteine auf zum Herunterladen erstellt. Außerdem eine Unterschrift-Sammelliste. Hier können alle unterschreiben, die keine Zeit haben, einen eigenen Einspruch zu formulieren. Bitte im Freundes-, Bekannten- oder Nachbarkreis sammeln, bzw. Sammlerinnen und Sammler gewinnen.
Mehr Informationen (Link)

Auch die „Vaihinger für den Kopfbahnhof“ haben eine Mustereinwendung und eine hilfreiche Stichwortsammlung erstellt.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

196. Montagsdemo gegen Stuttgart 21

Stitched Panorama

Impressionen der 196. Montagsdemo vor dem Kopfbahnhof in Stuttgart

Mehr Bilder in der Galerie (Special Körpa Klauz / HBF Dachabriss Details)

Videos von Walter Steiger

Körpa Klauz /1 http://youtu.be/O01RBfSG4z0
Andreas Schwab, Anmoderation http://youtu.be/9cqvbxnwzHc
Seine Rede als Text
Andreas Schwab, Zwischenmoderation http://youtu.be/VPyXyQyrw2U
Körpa Klauz /2 http://youtu.be/GQhN43e1Dko
Andreas Schwab, Schlußmoderation http://youtu.be/teEg8HbfJmw

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Fildertunnel S21 – Planfeststellungsverfahren ab 6. November

 

Archivbild - Steffen Siegel  Vorsitzender Schutzgemeinschaft Filder e.V.
Archivbild – Steffen Siegel Vorsitzender Schutzgemeinschaft Filder e.V.

Die Schutzgemeinschaft Filder schreiben auf ihrer Homepage

Das Stuttgarter Regierungspräsidium (RP) hat das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.3 (Filderbereich mit Flughafenanbindung) des Bahnprojekts
Stuttgart 21 eingeleitet. Die Planunterlagen werden von Mittwoch, 6. November, an einen Monat lang in den Rathäusern der betroffenen Kommunen Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen, Filderstadt, Ostfildern, Neuhausen, Köngen und Sindelfingen öffentlich ausgelegt. Betroffene Bürger, aber auch Verbände und Institutionen können sich über die Auswirkungen des Projekts informieren und Einwände geltend machen. Auf der Internetseite des RP sind die Unterlagen ebenfalls zu finden.

Bis zum 19. Dezember können sich alle von dem Bauvorhaben Betroffenen zu den Planungen äußern. 

Die Einwände werden dann von der Genehmigungsbehörde, dem Eisenbahn-Bundesamt (Eba), geprüft. Im Anschluss wird im Auftrag des Eba vom RP ein öffentliches Erörterungsverfahren durchgeführt. Nach Angaben eines RP-Sprechers steht der Zeitpunkt dafür allerdings noch nicht fest.

Der sogenannte Filderabschnitt umfasst die Strecke zwischen dem Tunnelmund des Fildertunnels bis zum Flughafen und die Anbindung an die ICE-Trasse nach Ulm. Bestandteil ist auch der geplante Umbau der Rohrer Kurve.

Ursprünglich Termin für die Genehmigung war bereits 2011
Wie bei fast allen Teilprojekten bei S21 gab es durch massive Fehlplanungen der Bahn auch hier gravierende Verzögerungen.

2009 hatte die Bahn noch mit einer Baugenehmigung für das erste Quartal 2011 gerechnet, der Baubeginn war dementsprechend auf 2013 terminiert. Doch die Einleitung des Verfahrens verzögerte sich zunächst aufgrund fehlender Planunterlagen und zusätzlicher Anforderungen des Eba. Hinzu kam der sogenannte Filderdialog, bei dem im Sommer 2012 über mehrere Wochen im Rahmen einer Bürgerbeteiligung Alternativrouten zur von der Bahn vorgelegten Planung erwogen worden waren. Eine Beteiligung an den Mehrkosten für die von den Projektpartnern favorisierte Variante einer optimierten Flughafenanbindung, die beim Filderdialog allerdings keine Mehrheit fand, war vom Land abgelehnt worden.

Die Bahn hat eingeräumt, dass der Abschnitt 1.3 zeitlich „auf einem kritischen Pfad“ ist. Projektsprecher Wolfgang Dietrich betonte wiederholt, die Baugenehmigung müsse bis Anfang 2015 vorliegen, damit sich die anvisierte Inbetriebnahme 2021 halten lasse. Zum Vergleich: das Planfeststellungsverfahren für den Anschlussabschnitt 1.4 bis Wendlingen hat mehr als dreieinhalb Jahre gedauert, bis ein Planfeststellungsbeschluss erging.

Anhängende Muster-Einwendung können gerne heruntergeladen, verändert, ergänzt oder gleich belassen werden und mit eigener Anschrift und Unterschrift versehen bis zum 19.12.2013 an das Regierungspräsidium in Stuttgart geschickt werden.