Man kann am Fairphone 2 alle Module – also auch den USB-Port – problemlos selbst austauschen, trotzdem lohnt es sich natürlich immer den Anschluss generell zu schonen. Wer also nicht jeden Tag sein Handy zum laden einstecken will sollte über das Kabellose aufladen nachdenken. Rüstet man das Handy (auch andere Hersteller) mit einem „Wireless Charging Receiver Modul“ nach und benutzt dazu dann zum laden ein „QI Inductive Wireless Charging Pad“ dann ist man mit ca. 30€ Kabellos glücklich. Der USB Port ist zwar dann dauerhaft belegt aber das stört eigentlich nicht besonders. (Datenübertragung ist ja zum einen nicht täglich nötig und zudem auch Kabellos umsetzbar)
Auch die Lademöglichkeit mit einem Powerpack funktioniert. Getestet mit einem Wireless Ladegerät (T511 QI Inductive Wireless Charging Pad von Choetech) und einer Powerbank (Ausgang 2.4A) war es ohne Problem möglich das Handy Kabellos mobil zu laden.
Wolfgang Frey baute ab dem 02.11.1978 bis zum 10.10.2012 an seinem Modell von Stuttgart im Maßstab 1:160. Er schuf damit ein einzigartiges leider nie fertiggestelltes Kunstwerk. Seine Arbeit endete mit seinem viel zu frühen Tod im Jahr 2012. Mit freundlicher Genehmigung der Hinterbliebenen darf ich heute seine alte Homepage wieder online stellen! Bis zu seinem Tod war diese unter freymodell.de (Hier gab er deren Erscheinen bekannt: www.1zu160.net ) zu erreichen.
Auf das seine ganz besondere Leistung nicht vergessen wird, sind die Seiten nun unter schaeferweltweit.de/archiv/WolfgangFrey/index.html zu finden. Die Bilder dort sind ebenso wie sämtliche Texte von Wolfgang Frey persönlich erstellt und geschrieben worden. Ich habe lediglich das nicht mehr vorhandene Gästebuch und die nicht mehr erreichbaren Emailadressen entfernt und den Hintergrund auf grau gestellt. Wie man an den Texten merkt ist auf den Seiten immer noch ein kleiner Teil des Geistes von Wolfgang Frey zu finden.
Sämtliche Bilder hier im aktuellen Artikel sind von Klaus Gebhard zur Verfügung gestellt worden. Vielen Dank für diese tolle Zusammenstellung der Originialanlage (Stand 2011) und die Freigabe sie hier zeigen zu dürfen.
Keine vier Jahre sind vergangen seit die Deutsche Bahn für ihr Immobilienprojekt Stuttgart 21 den Mittleren Schlossgarten abgeholzt, geschreddert und vernichtet hat. Seit dem ist es nicht mehr möglich mit ein paar wenigen Schritten aus dem Südausgang des Stuttgarter Kopfbahnhofes oder auch aus der Arnulf-Klett-Passage direkt unter die alten Parkbäume zu treten.
Stitched Panorama
Vor diesem Hintergrund erscheint es nun enorm bitter und verlogen, dass ausrechnet der sogenannte „Einkaufsbahnhof“ nun mit einem Warteraum mit „grüner Oase“ wirbt. Bebildert mit Bäumen würde der Raum Ruhe und Entspannung ausstrahlen wirbt die Werbereferentin auf deren Website. Was für ein Hohn und Spott wenn man bedenkt das all dies für viele Stuttgarter einer der Hauptgründe gegen das Sinnlose Milliardenloch Stuttgart 21 war. Wie man unter anderem auf der Seite der Baumpaten heute noch sieht, grenzte der Stuttgarter Kopfbahnhof bis 2012 direkt an eine REALE grüne Oase! Heute bleibt zur Entspannung nur noch ein stickiger Warteraum oder die herunter gekommene versiffte Passage unter dem Arnulf-Klett“platz“. Vorbei die kühlende Wirkung in den heißen Sommern welche durch das Klima der Bäume und Wiesen entstand, lediglich wenige Schritte vom Querbahnsteig direkt an der Haupthalle des Bahnhofs entfernt.
Wer sich heute im Wartebereich der Deutschen Bahn im Stuttgarter Hauptbahnhof entspannt und dort ernsthaft an Bäume, Wiesen und Felder denkt sollte nicht vergessen wem er verdankt dass dies nicht mehr Realität sondern nur noch billiges Pixelwerk auf Klebefolie und von einer drittklassigen Werbefirma ohne Gespür für die Emotionen der Menschen ist.
Das vier Jahre lange bangen um die Zukunft des einzigartigen Stuttgarter Stadtmodelles von Wolfgang Frey hat nun ein Ende gefunden. Das legendäre Spur-N Modell wurde nach Herrenberg verkauft. Dort wird es in direkter Sichtweite des Herrenberger Bahnhofs im umgebauten ehemaligen Restaurant „Zum Botenfischer„ sein neues Zuhause finden.In den kommenden Monaten werden dort zahlreiche Wände und selbst die Restaurantküche Platz für diese Anlage machen. Rainer Braun der neue Besitzer hat vor dort ab dem zweiten Halbjahr 2017 ca. 180m² der sagenumwobenen Anlage der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Rainer Braun vor den ersten bereits transportierten 15m² der Anlage
Damit verwirklicht er einen kühnen Plan den viele Experten für unmöglich gehalten haben. Seit dem frühen Tod des Erbauers Wolfgang Frey (52) im Jahre 2012 haben sich etliche Spezialisten schon für die Anlage interessiert. Unter anderem kamen Speziallisten des Miniatur Wunderland Hamburg wie auch die Fachleute von Märklin zur Begutachtung nach Stuttgart. Letztlich lehnten aber doch alle ab und sahen es für Unmöglich oder zu Aufwendig an diese enorm große, verwinkelte und detaillierte Anlage abzubauen. Rainer Braun hingegen hat sich der Aufgabe gestellt. Mit dem Umzug des Hauptbahnhofes, des Güterbahnhofes und einem Teil der Innenstadt (alles selbst in den Gebäudehöhen im Maßstab 1:160 und auf dem Stand von 1980) gelang es Ihm bereits das Herzstücks der Anlage und damit ca. 15 m² der Anlage in ein Interimsquartier nach Herrenberg umzuziehen. Wer es dort schon jetzt (durchs Schaufenster und von weitem) sehen möchte kann dies im Einkaufszentrum Nufringer Tor machen oder die sechs bisher umgezogenen Module am 21. und 22.01.2017 während der Modellbauausstellung in der Stadthalle Herrenberg besichtigen.
Rainer Braun arbeitet beim Umzug sowie der anschließenden Restaurierung und Inbetriebnahme der Anlage eng mit dem Modelleisenbahn Club Herrenberg sowie dem N-Club International zusammen. Im Rahmen des Umzuges wird die Anlage von der bisherigen analogen Steuerung auf die digitale Steuerung umgebaut. Leider ist es nicht möglich das Stellwerk welches von Wolfgang Frey 1:1 aufgebaut wurde mit umzuziehen. Es wird nur das Stadtmodell in Herrenberg zu sehen sein. Geplant ist aber auch den Rest der einst ca. 750 m² großen Anlage in Bildern dokumentiert zu zeigen und das Andenken an Wolfgang Frey hochzuhalten.
Wolfgang Frey schieb zum Stellwerk: „Das Zentralstellwerk „Sf“ . In Betrieb genommen im November 1977. Dieses Stellwerk war lange Zeit das grösste Stellwerk in Europa. Sechzig Mitarbeiter im drei Schichtsystem arbeiteten rund um die Uhr um die Sicherheit und Pünktlichkeit zu gewährleisten. Das Stellwerk hatte damals einen Erstellungswert von 68 Mio. DM und war das modernste seiner Zeit. Im Modell war es nicht ganz so teuer aber schwer zu basteln. ca 1500 Messingteile wurden verlötet…“
Hier im Bild – die Einfahrt der S-Bahn in den Untergrund. WF: „An den Signalen „S027“ und „S028″ vereinigen sich die S-Bahnstrecken von Bad Cannstatt und Zuffenhausen. Im Berufsverkehr kommt es hier zu Rückstaus. Ab diesem Punkt verkehren die S-Bahnen unterirdisch durch Stuttgarts Innenstadt. … Typisch für Stuttgart Hbf sind seine Überführungsbauwerke. Hier bündeln sich nicht nur die Ferngleise von und nach Zuffenhausen und Bad Cannstatt, sondern es werden auch noch die Rangierfahrten von und zum Abstellbahnhof durchgeführt. Ein Knotenpunkt besonderer Art. Im Modell aus Polystyrol, Karton und Holz ausgeführt.“ (Wolfgang Frey 22.03.2008)
Das faszinierende und wahrlich einzigartige Kunstwerk das Wolfgang Frey über 25 Jahre lang erschaffen hat zeigt sich vor allem in den unglaublich Kreativen Ideen. Da wurden aus schlichten Wunderkerzen Straßenlaternen und aus Müll und alten Schildern wurden ganze Häuserzeilen uvm. Gerade diese Kreativität macht allerdings den Abbau nun enorm Kompliziert. Jeder Sägeschnitt wird zum Risiko, jede Fassade birgt neue Herausforderungen und ungeahnte Überraschungen. Nach einem Transportschaden zeigte sich zb. das der Unterbau des Kaufhofparkhauses aus schweren Holzbrettern und nicht nur leichter Pappe bestand. Rainer Braun schreckt das allerdings alles nicht. Er ist fasziniert vom Talent des Erbauers und sieht die Probleme als überwindbar an.
Wolfgang Frey schieb zum Stellwerk: „Das Zentralstellwerk „Sf“ . In Betrieb genommen im November 1977. Dieses Stellwerk war lange Zeit das grösste Stellwerk in Europa. Sechzig Mitarbeiter im drei Schichtsystem arbeiteten rund um die Uhr um die Sicherheit und Pünktlichkeit zu gewährleisten. Das Stellwerk hatte damals einen Erstellungswert von 68 Mio. DM und war das modernste seiner Zeit. Im Modell war es nicht ganz so teuer aber schwer zu basteln. ca 1500 Messingteile wurden verlötet…“
„Alle Gleissperren sind funktionstüchtig konstruiert. Die Zugvorheizanlagen sind aus Plastikteilchen und Gummifaden nachgebildet. … Die EX Bundesbahndirektion. Heute beinhaltet diese eine Disco. Hätten wir früher auch schon brauchen können. Der Schornstein gehörte lange Jahre zu einem Kesselhaus über die die Energieversorgung des Bahnhofs gewährleistet wurde. Seit ungefähr 20 Jahren ist dieser abgerissen.“ (Wolfgang Frey 22.03.2008)
„Ausgang von der Klett Passage in die Königstrasse. Die „Einkaufsmeile von Stuttgart“. Viiiiiiiiiiiele Geldbeutel wurden hier für unnötige Ausgaben entleert. Hauptsache Schuhe und Handtaschen sind ausreichend Zuhause vorhanden. Mehrere Damen wurden auf Grund von Preiserhöhungen von Drogerieartikeln ohnmächtig ( links untem ) …nein die Damen waren nur schlecht „angeklebt“.“ (Wolfgang Frey 22.03.2008)
„Zu einem Großstadtbahnhof gehört auch das urbane Umfeld. Hunderte Gebäude wurden orginalgetreu nachgebildet. Hier ein paar Beispiele des Bahnhofsvorplatz, Königstrasse und dem Kaufhof. Auch die Innenstadt von Stuttgart entstand so nach und nach. Immer wieder finde ich Fehler die ich aber bemüht bin zu beheben auch wenn es ein Neubau des Modells bedeutet.“ (Wolfgang Frey 22.03.2008)
„Trafohäusschen der Weichenheizung, die Sprechsäulen, und die Antriebsatrappen der Weichenantriebe sind im Eigenbau entstanden. Wert wurde auf eine weitgehend orginalgetreue Detaillierung der Anlage gelegt. Beispiel dafür sind die Gleissperren in den Wartebereichen. Diese sind aus Messingteilen erstellt. Auch Anschlussgehäuse an den Gleisen und Zugvorheizanlagen sind vorhanden.“ (Wolfgang Frey 22.03.2008)
Begeistert erzählt er von aufgesägten Türen an Modellautos mit denen Frey aus handelsüblichen LKW-Modellen einzigartige Schmuckstückte machte oder auch von Fahrzeugen die Frey nachträglich um lackierte weil diese nicht den Originalfarben der Hersteller entsprachen. Ebenso traurig allerdings auch über den bedauerlichen Wasserschaden welcher leider schon zu Lebzeiten des Erbauers große Teile der „Wilhelma“ unwiederbringlich zerstörte.
„Das Empfangsgebäude. Im Orginal von Paul Bonatz erbaut. Im Hintergrund erkennt man noch den inzwischen abgerissen Güterbahnhof. Die Bauzeit für das Modell betrug ca. 2 Jahre. Es ist auch innen nachgebildet. Ansicht des Südflügels des Gebäudes.“ (Wolfgang Frey 22.03.2008)
Nach dem Umbau der Räumlichkeiten des Restaurants in den ersten Monaten 2017 ist geplant möglichst rasch mit dem Umzug der kompletten Anlage nach Herrenberg fortzufahren. Der Umbau auf Digitaltechnik sowie der Restaurierung der Gebäudeteile die durch dem Umzug gelitten haben soll dann im Lauf des Jahres erfolgen. Auch wenn es bedauerlich ist, dass die Stellwerktechnik wohl nicht mehr erhalten werden kann, muss man für den Erhalt dieser sehenswerten Anlage mehr als dankbar sein. Das Werk von Wolfgang Frey wird so zumindest in Teilen erhalten und zudem in Ehren gehalten.
„Signalausleger „103“ des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Da der Bahnhof auf Grund seiner Konzeption sehr viele Weichensonderbauformen besitzt blieb mir nichts anderes übrig als diese Weichenkombinationen selbst zu erstellen. Bei diesem Bauzustand fehlt noch der Gleischotter den ich aus einer bestimmten Körnung von Vogelsand mache. Aber noch ist nicht aller Tage Abend…“ (Wolfgang Frey 22.03.2008)
„Die Signalausleger sind aus Messingprofilen gebastelt. Die Hängesignale sind umgebaute Standartgleissperrsignale. Das Wartehäuschen besteht aus einer Plexiglaszwischeneinlage eines Alibert Schrankes.“ (Wolfgang Frey 22.03.2008)
Interessierte an dieser Anlage sollten zum einen den Newsletter von Stellwerk S abonnieren und auch immer wieder hier auf SWW vorbei schauen oder sich in den Newsletter dieser Seite eintragen. Ich plane noch einige weitere Dokumentationen von diesem besonderen Stück Stuttgarter Stadtgeschichte zu machen.
Schon der Weg in den Laden verhieß nichts Gutes, denn wenn schon der Boden bei jedem Schritt klebt sollte man sofort auf dem Absatz umkehren. Ich kehrte nicht um als ich heute „Aloha Burger-Kitchen“ betrat. Es ging schließlich auch darum heraus zu finden was wirklich hinter dem Laden steckt. Also schnell einen doppelten Mexican Burger (Rinderhack, Jalapenos, Tomate, Kopfsalat, rote Zwiebel und Hot-Sauce) bestellt und im ziemlich langweiligen Laden in einfallsloser kalter Betonoptik Platz genommen. Nun wunderte ich mich schon am Platz über das angebliche Happy Hour Angebot. Auf Nachfrage bekam ich die fadenscheinige Ausrede dass dieses Angebot nicht mehr existieren würde. Mag man nun glauben oder nicht so es auf allen Karten steht.
Nun war ich also schon ziemlich gespannt auf den Burger, schließlich könnte das den bisherigen Eindruck noch ausgleichen. Der Laden wäre dann nur in der Pflicht durchgefallen müsste aber in der Kür mehr als glänzen. Doch schon der erste Blick auf die Fett triefenden latschigen Fried Chips zerschlug diese Hoffnung. Neben der Tatsache das diese auch noch fast gänzlich kalt waren, passte die 0815 Ketchup Tüte wenigstens zum Stillos langweilig eingerichteten Beton-Tempel.
Schaut man sich schließlich den Burger an, dann ist wirklich genau und ausschließlich wörtlich das drauf was angeschrieben war. Sprich mehr als ein Jalapenoring, eine Tomatenscheibe, eine Zwiebelscheibe, ein ziemlich alt ausehendes Salatblatt dazu eine der langweiligsten 0815 US-Hotsauces die ich kenne. Das Patty schmeckte passend zum Gesamteindruck nach gar nichts. nicht einmal Salz und Pfeffer scheint verwendet zu sein – wobei das fairerweise ja auch nicht auf der Karte stand… In diesem Sinne wenigstens konsequent schlecht in jedem Detail.
Fazit – Irreführende Werbung, schlechter Gesamteindruck der schon beim Fußboden beginnt, schlechtes viel zu teures Essen und liebloses Gesamtkonzept. Wer Burger liebt – sollte Aloha Burger Kitchen unbedingt meiden, bei McDonalds ist wenigstens der Boden geputzt.
Bei den letzten „öffentlichen“ Versammungen des Gemeinderates zu Stuttgart 21 im Stuttgarter Rathaus waren die Experten Dr. Kathrin Grewolls (Brandschutz), Dr. Martin Vieregg (Kosten) und Dr. Christoph Engelhardt (Leistung) nicht erwünscht. Nun lud SÖS LINKE PluS zu einem Informationsabend unter dem Motto „Was OB und Stadträte über S-21 nicht hören wollten…“ ein.
Dr. Martin Vieregg (Kostenexperte, Vieregg-Rössler GmbH) zu Baukosten von S 21 / Dr. Kathrin Grewolls (Ingenieurbüro für Brandschutz) zu Brandschutzprobleme bei Stuttgart21 / Dr. Christoph Engelhardt (Wikireal) zur Leistung von S21 in Abhängigkeit mit dem Brandschutz / Moderation Hannes Rockenbauch (Fraktionsvorsitzender SÖS LINKE PluS)
Weitere Infos: Folien von Dr. Christoph Engelhardt (PDF)