Rund 1000 Menschen trafen sich am 17.09.2017 in der Stuttgarter Innenstadt um ein Zeichen weg von der autogerechten hin zur menschengerechten Stadt zu setzen. Die Demonstranten sammelten sich auf dem Wilhelmsplatz und Marschierten auf der B14 mit einem Zwischenhalt vor dem Landtag zum Staatstheater. Dort stellte schließlich ein Hochseilakt der Traber-Familie den Höhepunkt dar.

Demonstration „Aufbruch Stuttgart“ am 17.09.2017 weiterlesen
Alle Beiträge von schaeferweltweit
Modell Frey in Herrenberg

Seit dem 02.11.1978 bis ins Jahr 2012 baute Wolfgang Frey an seinem Stadtmodell von Stuttgart. Doch all die Jahre war die Anlage nur wenigen Menschen zugänglich gewesen. Seit heute ist die Spur N Anlage dank dem Einsatz von Rainer Braun und den Helfern vom Modelleisenbahn Club Herrenberg von Donnerstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr in Herrenberg zu besichtigen. Was von vielen Experten für unmöglich gehalten wurde gelang nun innerhalb weniger Monate: Die Anlage ist zu 70% umgezogen und größtenteils wieder neu aufgebaut worden. Zusätzlich ist auch ein Teil von Freys nachgebautem Stellwerk mit umgezogen. Unter dem Namen „Stellwerk S“ sind nun faszinierende Einblicke in die einzigartige Schaffenskraft von Wolfgang Frey möglich. Modell Frey in Herrenberg weiterlesen
Offener Brief an „Aufbruch Stuttgart“
Offener Brief des Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 an den Vereinsvorsitzenden Dr. Wieland Backes
Sehr geehrter Herr Backes, sehr geehrte Freunde eines Aufbruchs in Stuttgart,
ohne für alle BürgerInnen sprechen zu können, die sich gegen Stuttgart 21 engagieren, gehen wir davon aus, dass die große Mehrheit von uns die proklamierten Ziele Ihrer Initiative, insbesondere die Ihrer Aktion am 17. September, teilen und viele sich auch dort beteiligen werden.
„Weg von der autogerechten zur menschengerechten Stadt“ – das ist uns von Anbeginn an ein handlungsleitendes Anliegen. Auch die Forderung, die autobahnartige Schneise zwischen Bohnenviertel und City zu überwinden, vertreten wir seit langem. Die Hochkultur, der sie mit der Forderung nach einem „attraktiven Kulturquartier … aktuell Priorität einräumen“, liegt uns ebenso am Herzen – als Teil eines vielfältigen kulturellen Angebots. Offener Brief an „Aufbruch Stuttgart“ weiterlesen
Das Desaster von Rastatt und die Zusammenhänge zu Stuttgart 21
Rede von Dipl.-Ing. Klaus Gebhard, Ingenieure22
Guten Abend, liebe Bewohner eines Dritte-Welt-Landes,
ja, sie haben richtig gehört, so weit ist es schon gekommen: Unser einst so stolzes High-Tech-Land wird wegen der bei uns so auffällig sich häufenden Bau-Desaster vom Ausland mittlerweile als Entwicklungsland verspottet. So schreibt etwa die Basler Zeitung zum jüngsten Rastatter Tunnelbohr-Unglück:
„Die Schweiz täte gut daran, Deutschland künftig als Drittweltstaat einzustufen, insbesondere, wenn es dort um Infrastruktur- und Verkehrspolitik geht. Die Schweiz muss sich deshalb überlegen, ihr Entwicklungshilfebudget aufzustocken, um so im Krisengebiet vor Ort dringend benötigte Planer und Ingenieure zum Einsatz bringen zu können. Nach Deutschland mitreisen könnten gleich auch ein paar Juristen, die in Berlin die Bedeutung von Unterschriften erklären. Deutschland hat sich 1996 per Staatsvertrag verpflichtet, seinen Gotthard-Zubringer auf eigenem Territorium fertigzustellen. Rechtzeitig. Der Termin ist verstrichen, ein neuer ist nicht in Sicht.“ Das Desaster von Rastatt und die Zusammenhänge zu Stuttgart 21 weiterlesen
Das Neckartal von Oben – Rottenburg / Weitenburg
Ein paar geflügelte Impressionen aus dem Neckartal zwischen Horb und Rottenburg. Hier mäandert der noch junge Neckar in seiner ungezwungenen, ursprüglichen Form durch die Täler, begleitet von einer Eisenbahnline und dem Neckartal-Radweg. Die Bahnstrecke welche zwischen Horb, Rottenburg und Tübingen nicht elektrifiziert ist – bildet für die nächsten Wochen oder Monate die Ausweichroute für alle Güterzüge, die sonst durch das Rheintal von und in die Schweiz fahren.
( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )
Eröffnung von Stellwerk S in Herrenberg

Nach langer Zeit in Ungewissheit ist es nun soweit – das Stellwerk S öffnet seine Türen für die Öffentlichkeit! Am 16.09.2017 wird damit der Stand der Aufbauarbeiten rund um das Stadtmodell von Wolfgang Frey präsentiert. Die Anlage wird dann auch – so der Plan heute – mit einem kleinen Fahrbetrieb auf einigen Hauptstrecken funktionieren. Wie viel, dies ist heute noch nicht absehbar, da viele Reparaturen wegen Umzug, aber auch wegen vieler Renovierungsarbeiten an der mittlerweile in die Jahre gekommenen Anlage noch vorzunehmen sind. Damit wird diese einzigartige Anlage erstmals und dauerhaft mit einer eigenen Ausstellung Besuchern zugänglich gemacht!

How to win a VHF radio contest, DR9A 2017
Was eigentlich genau eine Gruppe Funkamateure dazu treibt, für einen VHF-UHF/SHF Wettbewerb auf einen Berg zu fahren und dort für einen 24 Stunden dauernden Wettbewerb eine größere oder auch kleinere Antennenanlage aufzubauen, das lässt sich kaum beschreiben. Es ist die Fazination an den komplizierten Details der Technik, der mehr oder weniger umfangreichen Vorbereitungen, die eigenen Grenzen und die der Gruppe zu erkunden und nach oben zu verschieben, sich mit Gleichgesinnten ein Deutschland und Europa zu messen. Nicht zuletzt ist es auch die Fazination daran, dass sich Funkwellen in den Frequenzbereichen über 144MHz bis weit über 76GHz hinaus deutlich weiter ausbreiten, als gemeinhin bekannt.
Worum geht es bei diesem Wettbewerb?
Nun, es gewinnt, wer die meisten Punkte erziehlt. Es wird während der Funkverbindung unter anderem ein Code, der sogenannte Locator, übertragen. Damit lässt sie die Entfernung ziwschen den beiden Funkstationen berechnen. Die Entfernungen aller Funkverbindungen werden summiert und ergeben die so für das Endergebnis entscheidene Punkzahl.
Wie funktioniert so eine Funkverbindung?
Im Video ruft der Operator „cq cq contest von DR9A“. Das lässt sich grob als „Wer möchte mit mir eine Funkverbindung machen?“ übersetzen. Das eigene Rufzeichen, die Kennung der Station ist DR9A. Es antwortet darauf entweder niemand, oder oft antworten mehrere Stationen gleichzeitig. Das machen diese indem sie ihr Rufzeichen nennen. Nun wird eine der anrufenden Stationen aufgerufen. Es folgt ein Code mit der Signalstärke (meist 59), eine laufende Nummer und der Locator (Standort). Das macht das auch die andere Station und schon ist die Funkverbindung wieder beendet.
Wie ist die Station aufgebaut?
Ganz kurz formuliert hat die Station 9 Antennensysteme welche alle in unterschiedliche Richtungen zeigen und jeder der beiden Operator kann die Antenne frei wählen auf der er hören möchte. Rufen gleichzeitig mehrere andere Stationen an, dann können sie die Funkverbindungen theoretisch sehr schnell nacheinander abarbeiten indem sich jeder Operator auf eine der anrufenden Stationen konzentriert.
Zum Video
Das Video zeigt Aufnahmen während des Aufbaus der ziemlich großen Antennenanlage von einer Drohne aus und von einer Bodenkamera. Dazwischen, sowie die komplette Tonspur, zeigt die beiden Operator während des Wettbewerbs und deren ziemlich perfektes Zusammenspiel. Es gibt noch einen dritten Operator, der jedoch eher im Hintergrund arbeitet und sich um diverse andere Dinge kümmert für welche die beiden meist gezeigten Operator gar keine Zeit haben.
Das „How to win“ im Titel des Videos bezieht sich folglich auf die Betriebstechnik der beiden Operator und deren Zusammenspiel, das fast durchweg perfekt funktioniert. Das so gut zu machen, das ist alles andere als einfach. Man sieht kaum, wann und wie sich die Beiden verständigen, doch sie müssen es tun – andernfalls wäre es ziemlich chaotisch und ineffektiv.
( Alexander Schäfer / Martin Henz auf schaeferweltweit.de )


























































