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Das Desaster von Rastatt und die Zusammenhänge zu Stuttgart 21

Rede von Dipl.-Ing. Klaus Gebhard, Ingenieure22
Guten Abend, liebe Bewohner eines Dritte-Welt-Landes,

ja, sie haben richtig gehört, so weit ist es schon gekommen: Unser einst so stolzes High-Tech-Land wird wegen der bei uns so auffällig sich häufenden Bau-Desaster vom Ausland mittlerweile als Entwicklungsland verspottet. So schreibt etwa die Basler Zeitung zum jüngsten Rastatter Tunnelbohr-Unglück:

„Die Schweiz täte gut daran, Deutschland künftig als Drittweltstaat einzustufen, insbesondere, wenn es dort um Infrastruktur- und Verkehrspolitik geht. Die Schweiz muss sich deshalb überlegen, ihr Entwicklungshilfebudget aufzustocken, um so im Krisengebiet vor Ort dringend benötigte Planer und Ingenieure zum Einsatz bringen zu können. Nach Deutschland mitreisen könnten gleich auch ein paar Juristen, die in Berlin die Bedeutung von Unterschriften erklären. Deutschland hat sich 1996 per Staatsvertrag verpflichtet, seinen Gotthard-Zubringer auf eigenem Territorium fertigzustellen. Rechtzeitig. Der Termin ist verstrichen, ein neuer ist nicht in Sicht.“ Das Desaster von Rastatt und die Zusammenhänge zu Stuttgart 21 weiterlesen

Neckartal Radweg für 7 Jahre gesperrt

Neckartal-Radweg-stadtauswaertsvon Critical Mass Stuttgart – Seit Montag 27.01.2014 ist der Neckartalradweg (link) (Schillerweg) zwischen Unter- und Obertürkheim gesperrt. Eine sichere Umleitung scheint es nicht zu geben. Die Sperrung soll ab Sommer 2014 mindestens 7 Jahre bestehen.

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Bürgermeister Dr. Schairer verbreitet falsche Informationen

(Gastartikel vom Infobündnis Zukunft Schiene – Obere Neckarvororte)

Nachklapp zur Bürgerversammlung in Obertürkheim am vergangenen Montag,den 14.10.2013: Zur Überraschung einiger informierter BürgerInnen schloss Bürgermeister Dr. Schairer LKW-Verkehr durch Obertürkheim wegen der S21-Baustellen aus. Für den Imweg gelte ein LKW-Verbot, das auch während der Bauarbeiten fortbestehen werde. Eine entsprechende Meldung findet sich in der Untertürkheimer Zeitung vom 16.10.2013. Diese Aussage steht im Widerspruch zu den von der Bahn am 19.02.2013 in der Sängerhalle gegebenen Informationen: Damals kündigte die Bahn an, dass über den Imweg tagsüber 30 LKW pro Stunde und weitere 30 LKW pro Nacht fahren werden (s. Folie der DB). Auch in er Berichterstattung der Untertürkheimer Zeitung vom 21.02.2013 über diese Veranstaltung findet sich ein entsprechender Hinweis.

Wir baten BM Dr. Schairer um Auflösung dieses Widerspruchs. Zitat: „Um die betroffene Bevölkerung nicht weiter zu verunsichern, sind wir sehr an einer zeitnahen und zweifelsfreien Klärung des Sachverhaltes interessiert und bitten Sie daher um eine möglichst rasche Antwort. Dass die AnwohnerInnen im Bereich Imweg ein vitales Interesse an einer den Tatsachen entsprechenden Information über den zu erwartenden Baustellenverkehr haben, dürfte sich angesichts der bereits heute bestehenden und ebenfalls in der Bürgerversammlung angesprochenen hohen Verkehrs- und Feinstaubbelastung des Imwegs von selbst verstehen.“

Heute bekamen wir vom Referat Sicherheit und Ordnung diese Antwort:
„Herr Bürgermeister Dr. Schairer befindet sich noch auf einer Auslandsdienstreise, weshalb ich Ihnen zu Ihrer Anfrage antworte. 

Herr Dr. Schairer hat am vergangenen Montag aus einem Vermerk der Verwaltung zitiert, der leider falsch ist. Das tut uns leid, aber ich habe ihn vorliegen und er liest sich so eindeutig, dass man nicht die leisesten Zweifel an seiner Richtigkeit haben kann, wenn man mit der örtlichen und tatsächlichen Situation nicht vertraut ist, so wie Sie es sind. 
Ich habe mir auch einen weiteren Vermerk besorgt, der genau das besagt, was Sie auch geschrieben haben, nämlich dass der Erdaushub mit Lkw über die Augsburger Straße, den Imweg und die Otto-Hirsch-Brücken zur B 10 transportiert wird. Dies ist auch so planfestgestellt. 

Wir werden den bedauerlichen Fehler aufarbeiten. 

Wir bitten um Entschuldigung, auch im Namen von Herrn Dr. Schairer, den ich telefonisch von der Sache informiert habe.“ 

Fazit: Man kann trefflich über Sinn und Zweck einer Bürgerversammlung streiten, in der eine bestehende Verkehrs- und Feinstaubproblematik zwar thematisiert wird, eine unmittelbar bevorstehende weitere Verschlechterung aber weder problematisiert noch diskutiert werden kann, weil die anwesende Verwaltungsspitze falsche Auskünfte gibt.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )