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Artenschutz? Stuttgarts Antwort!

Um zu verstehen, um was es beim Thema „Artenschutz“ hier in diesem Speziellen Fall eigentlich geht, muß nicht einmal ein allgemeines Gesetz gewälzt werden es reicht schon die Vorgabe vom Eisenbahnbundesamt! Ich zitiere hier nur ein paar Stellen daraus, sowie aus der Richtlinie zum Naturschutz der EU.

Aus der Richtlinie 92/43/EWG (link)

Der Eremit (Osmoderma eremita) ist ein Käfer aus der Unterfamilie der Rosenkäfer (Cetoniinae), er wird auch Juchtenkäfer genannt. Das seltene und unauffällig lebende Insekt ist im Anhang II und IV der FFH-Richtlinie, einer Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union, aufgeführt und ist dort als prioritäre Art eingestuft, für deren Art der Gemeinschaft … besondere Verantwortung zukommt.

Aus EBA Bescheid gemäß § 18 AEG i. V. m. § 76 Abs. 3 VwVfG und § 18 d AEG – „Großprojekt Stuttgart 21“, PFA 1.1, 5. PÄ Zentralisierung Abwasserreinigungsanlagen (link) Seite 6 und 8

11. […] ist die Baustelle so einzurichten, dass Eingriffe in den Wurzelbereich (im Sinne der DIN 18920) des Baumes mit der Kataster-Nr. 575 ausgeschlossen sind. Die Verlegung von Rohren, Leitungen u. ä. hat außerhalb des Nahbereichs dieses Baumes zu erfolgen. 

und

12. […] ist die Baustelle so einzurichten, dass Eingriffe in den Wurzelbereich (im Sinne der DIN 18920) des Baumes mit der Kataster-Nr. 270 ausgeschlossen sind und ein vertikaler und horizontaler Mindestabstand von 3 m zum Stamm bei der Verlegung von Rohren, Leitungen u. ä. eingehalten wird. […]

und

13. Für die Durchführung sämtlicher Maßnahmen einschließlich späterer Rückbau- und Rekultivierungsmaßnahmen […] c) im Raum des Wurzelbereichs der Bäume Nr. 270 und 575 gemäß DIN 18920 ist eine ökologische Bauüberwachung von der Vorhabenträgerin zu stellen. Die Ökologische Bauüberwachung hat sicherzustellen, dass alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, um Beeinträchtigungen von Vegetationsbeständen und andere nachteilige Umweltauswirkungen sowie Umweltschäden wirksam zu verhindern.

Weiter auf Seite 8 wird erklärt WAS der „Wurzelbereich“ ist!

Der Wurzelbereich nach DIN 18920 umfasst anders
als in den Antragsunterlagen dargestellt die Bodenfläche unter der Kronentraufe zuzüglich 1,5 m.

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Die Realität in Stuttgart – unter sogenannter „Kritischer Begleitung der Politik“ und vor dem Hintergrund das die Ökologische Bauüberwachung im Interesse und im Aufgabenbereich des BUND liegt -sieht leider GANZ anders aus! 

Am Baum „270“ (wie er vom EBA genannt wird) wurde immer weiter die „Schutzzone“ eingeschränkt! Schon von Anfang an war sie maximal wenn überhaupt – der geforderte Kronendurchmesser PLUS 1,5 Meter – mittlerweile ist die „Schutzzone“ fast schon bis zum Stamm eingeschränkt worden! Bilder vom 19.05.2014

Am Baum „575“ wird es noch eindeutiger was hier von „Naturschutz“ gehalten wird! Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass neben den Vorschriften des EBA, dies ein Teil der sogenannten „Schlichtung“ war! Die Schlichtung auf welche sich ja sehr viele Projekt-Betreiber incl. „Kritische Begleiter“ gerne berufen. Bilder vom 19.05.2014

Hier wurde einfach mal – im Sichtschutz des Gebäudes – ein Aufenthaltsbereich/Biergarten mitten in die „Schutzzone“ gebaut! Wie man unschwer erkennen kann – fast bis an den Stamm heran! Genauso wie beim anderen Baum wurde damit die schon vorher gerade mal „Kronendurchmesser“ große Zone über die Jahre einfach massiv zurück gebaut!  

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WO bitte schön ist hier die Ökologische Bauüberwachung? Wenn es eine gibt WIESO stimmte diese diesen Einschränkungen zu? Wurde der dann angefertigte Bericht der Bauüberwachung an den BUND gegeben? Wenn ja warum wurde das nicht Kritisiert? WO bitte schön ist hier die hochgelobte sogenannte „Kritische Begleitung“ des Projektes durch die Politik? 

Und um dem Stammtisch-Argument „Och die schon wieder mit ihrem Naturschutz“, gleich etwas entgegen zu setzen: Von mir aus ist das für manche vielleicht nur ein kleines Thema, dass manchem nicht so wichtig ist. ABER wenn diese „Kleinigkeiten“, die jeder Laie erkennt, schon nicht eingehalten werden – Was passiert dann sonst noch so wenn es wirklich offensichtlich KEINE funktionierende Bauüberwachung gibt? Da geht es dann nicht „nur“ um Käfer, da geht es dann um wesentlich mehr!  

Wer mehr Bilder sehen will – Bitte. Aber die Realität könnte sich jeder wirklich Interessierte / Begleiter auch direkt vor Ort anschauen – wenn er/sie den wollte…

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Dietrich und der Juchtenkäfer

Bitte Urheberrecht beachten und respektieren! (Archiv – link)

(kein beliebiges Archivmaterial sondern direkt aus dem mittleren Schlossgarten) Nachdem nun dort die Käfer nicht mehr durch Fotografen oder Neugierige gefährdet werden können veröffentliche ich auch den Standort: Direkt nach der Unterführung unter der „Straße am Schlossgarten“ – im Bild Links zu sehen. Platane 306 (link)

In einer Pressekonferenz (siehe Video) diese Woche schwadroniert Projektsprecher Dietrich über den Artenschutz. Es gelingt Ihm nur sehr schwer seine persönliche Haltung und die gering Schätzung bei dem  Thema zu verbergen. Dazu muß man wissen, dass es sich bei diesen Artenschutz-Rechtlichen Dingen, NIE um „plötzlich auftauchende Probleme“ handelt. Diese Probleme sind seit sehr vielen Jahren aus Berichten und selbst DB eigenen Gutachten bekannt! Der einzige Grund warum daher Termine verzögert werden könnten, ist EBEN GENAU diese gering Schätzung der Thematik welche in diesem Video so direkt zu hören ist

Herr Dietrich neigt sehr gerne dazu diese !selbst verursachten! Terminverzögerungen vorzuschieben um seine generellen Terminverschiebungen zu begründen. Bedauerlicherweise gibt es im Beispiel der erwähnten 6 Juchtenkäferbäume, nicht mal mehr viel öffentlichen Widerstand von Bürgern die er bisher für solche Behauptungen genutzt hatte. Anstatt sich immer wieder abwertend hinter diesem Thema zu verstecken, würde es im gut zu Gesicht stehen es doch lieber mal ernst zu nehmen und damit respektvoll umzugehen! Dann würde er nicht (wie jetzt auch wieder durch klingt) hoffen das er dem EBA den Schwarzen Peter zuschieben zu können, sondern Schlicht anständig damit planen! (das er das nicht gerne macht hat ja der Fall der im Feuerbacher Wald achtlos entsorgten Käfer gezeigt! Ich berichtete.)

Wer hier in Stuttgart am Puls der Zeit ist erkennt allerdings sehr schnell, dass dies nur noch bei wenigen wohlwollenden Medien und bei Menschen ausserhalb Stuttgarts geglaubt wird. Die meisten wirklich Interessierten können sich ja täglich anschauen was die Wirklichkeit ist! (unter anderem zb. Baustraßen die seit 3 Jahren fertig sein sollten) Leider bleibt für nicht Stuttgarter oder Stuttgarter die nicht wirklich viel eigenes Interesse an Wahrheiten haben nur das übrig was die Zeitungen verbreiten! Gerade zu dem Thema wird hier aktuell gerne von „Käfern die keiner sieht“ (Vergleiche mit den Bildern oben!) gesprochen. Oft allerdings nur von Medien die zwar ihre Pressehäuser mitten in Stuttgart haben, aber selbst Bilder und Berichte von Dingen die wenige Meter vor Ihrem Haus stattfinden bei DPA „recherchieren/abschreiben/kaufen“

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Blickwinkel und Eindrücke – DIE RAMPE

IMG_7878Also es tut mir leid aber ich bin ein visueller Mensch – ich verbinde alles automatisch mit Eindrücken die ich habe – so geht es mir auch bei der „Neuen Rampe zum provisorischen Querbahnsteig“ am Bahnhof in Stuttgart. Diese Erinnert mich an einen Schlachthof – an die Rampe auf denen die Tiere vom LKW in den Schlachthof geführt werden. Hier einige Eindrücke der Rampe und der neuen Blickwinkel die sich durch sie ergeben.  

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30.09.2010 illegal? – Details immer noch ungeklärt!

Anlässlich der neuen Untersuchungen zum 30.09.2010 ziehe ich diesen Artikel erneut nach oben. Er beschreibt bis ins kleinste Detail warum die ganzen Ereignisse am 30.09.2010 schlicht Illegal waren. Ausserdem spricht er Details an die bis heute ungeklärt sind und immer noch geklärt werden sollten. Darunter auch die Einflussnahme von Frau Gönner in einem genannten konkreten Beispiel. Ein Artikel von Jochen Schwarz.

30.09.2012 – BP: Vor drei Jahren begann die Zerstörung 30.09.2010 illegal? – Details immer noch ungeklärt! weiterlesen

Kahlschlag in der Ehmannstraße

Naechtlicher_Angriff_auf_das_FFH-Landschaftsgebiet_Rosensteinpark_DSC2429Zum Sterben verurteilt: Der FFH-Rosensteinpark

Im Dunkel der Nacht – und wieder einmal von Polizeihundertschaften bewacht – begann das Baumfäll- und Rodungsunternehmen Hager aus Krauchenwies am Dienstagmorgen (22.10.2013) mit Baumfällungen im FFH-Landschaftsschutzgebiet Rosensteinpark. (Der Tag 23.10.13 danach)

( Wolfgang Rüter auf schaeferweltweit.de )

Weitere Bilder
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Baumgeist

Statt Wiederholung: Beim Rosensteinpark die Stopptaste drücken !

Der BUND veröffentlichte am letzten Donnerstag eine Meldung, nach der die seit Anfang Oktober bevorstehende Rodung von Teilen des Rosensteinparks am Dienstag, den 28. 22.10.2013, an der Ehmannstraße beginnen soll. norepeatAngekündigt werden ca. 110 Baumfällungen, wovon 7 Bäume mit Juchtenkäfern besiedelt sein sollen.

Der BUND fordert die Bahn auf, die geplanten Baumfällungen nächste Woche im Rosensteinpark sofort auszusetzen bis alle naturschutzrelevanten Genehmigungen vorliegen. „Im Rosensteinpark wiederholt sich die unsägliche Story von Stuttgart 21 hinsichtlich vorschneller Parkzerstörung“, sagt Gerhard Pfeifer, BUND Regionalgeschäftsführer.

„Unsäglich“ ist vor allem die Wiederholung. Die Vernichtung von Juchtenkäfern und ihren Lebensräumen bei sogenannten „bauvorbereitenden Maßnahmen“ für das Skandalprojekt Stuttgart 21 fußt bereits auf viel Erfahrung. Statt Wiederholung: Beim Rosensteinpark die Stopptaste drücken ! weiterlesen

BUND fordert S21-Baumfällungen im Rosensteinpark auszusetzen

Der Bahn fehlen noch Fällgenehmigungen für Juchtenkäferbäume

Archivbild - Juchtenkäfer im Mittleren Schlossgarten
Archivbild – „Juchtenkäfer im Mittleren Schlossgarten“

Von Dienstag, 22. Oktober bis Montag, 28. Oktober sollen im Zuge der Bauarbeiten zu Stuttgart 21 im Rosensteinpark im Bereich der Ehmannstraße rund 110 Bäume gefällt werden. Darunter befinden sich jedoch 7 Bäume, in denen die streng geschützten Juchtenkäfer nachgewiesen wurden. Bei einem Baum besteht zusätzlich der Verdacht einer Fledermausbesiedelung… – Mehr Lesen –

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

181. Montagsdemo und Juchtenkäferthema

Unter der heißen Stuttgarter Sonne trafen sich erneut viele Bürger um gegen den Immobilienbahnsinn zu demonstrieren.

181. Montagsdemo - Panorama
181. Montagsdemo – Panorama

Impressionen der Demo:

Zur Galerie und Fotodokumentation

IMG_6089Neben der Demo wurde, direkt am „Schutz“zaun rund um das „Juchtenkäferschutzgebiet“ am Ferdinand-Leitner-Steg, ein Käfer gefunden bei dem es sich evtl. um einen ausgeflogenen Juchtenkäfer handeln könnte. (Ich bin natürlich kein Käferexperte und daher kann und will ich nur sagen … Es sind keine „Siebenschläferkötel“) Genauer Fundort – Busspur auf der Schillerstraße.

juchtenkaefergebiet_arbeiten220713Gleichzeitig wurden Arbeiten direkt in eben genau diesem Gebiet durchgeführt. Siehe dazu den Stream von cams21. Die derzeitigen Temperaturen und die Jahreszeit passt genau zum Käferleben und Lebenszyklus, daher ist im höchsten Maße unverständlich und unverantwortlich, dass gerade JETZT dort Bauarbeiten durchgeführt werden! Das Verhalten zeigt wie wenig das Wort „SCHUTZ“ bei diesem „Juchtenkäferschutzgebiet“ zählt.

Videos der Demo von Walter Steiger:

Andreas Schwab, Moderation http://youtu.be/37gckPfs_t4
Dipl.-Ing. Hans Heydemann (Ing. 22) http://youtu.be/yo797PaipZM
Andreas Schwab /2 http://youtu.be/Fl3fm41F6xA
Dr. Winfried Wolf http://youtu.be/u2CVPj6i-Y0
Andreas Schwab /3 http://youtu.be/UyR3wUohhQc
Flüchtlingsgruppe http://youtu.be/hFqyAy-RDHc
Andreas Schwab /4 http://youtu.be/WIFlVZ4nuGw
Cappella Rebella (Demozug) http://youtu.be/mCG4CIgRaO0

(Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )