Archiv der Kategorie: Stuttgart21

Samstagsdemo gegen S21

Flyer1708136. Laufdemo gegen Stuttgart 21 – diesmal am 17.08.13 in Stuttgart Degerloch. Die Demo startet um 14:30 Uhr am Fernsehturm mit einer Rede von Thilo Böhmer zum Thema Brandschutz. An den Zwischenkundgebungen sprechen Frank Schweizer (Initiative Kernerviertel) zur Untertunnelung und Gerald Kampe (Aktionsbündnis Degerloch) zu den Auswirkungen durch den Zwischenangriff Sigmaringerstraße. An der Abschlußkundgebung am Abstellplatz der Busse der SSB, wird der Fildertunnel thematisiert werden. Auch vom Fernsehturm aus wird eine Fahrraddemo der Naturfreunde Radgruppe Stuttgart e.V. starten. Mehr Infos laufdemo-stgt.de

laufdemo-Karte

184. Montagsdemo in Stuttgart

An der 184. Montagsdemo, vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof für den Stuttgarter Kopfbahnhof, sprachen Klaus Niemann (Friedrichshagener Bürgerinitiative) über den Flughafen in Berlin, Andreas Kegreiß (ProBahn) über das aktuelle Bahn-Chaos und Bruno Baumann (Parkschützer) über die  Stadt-Klimaerwärmung.
Impressionen der Demo:


Mehr Bilder unter doku-stuttgart.de

Videos der Reden und der Musikalischen Begleitung durch David Stützel dokumentiert von Walter Steiger:

David Stützel /1 http://youtu.be/uDZgD7LtQi8
Roswitha Götz (Moderation) http://youtu.be/maqvFpjw5QU
Klaus Niemann (BI Friedrichshagen) http://youtu.be/qMgbuPfUegk
Bruno Baumann http://youtu.be/9Txxp2_qJWM
David Stützel /2 http://youtu.be/Ww2qCImU0dE
Andreas Kegreiß (Ing22 / ProBahn e.V.) http://youtu.be/_G8yzMwbQtc
Roswitha Götz (Termine) http://youtu.be/K0ejBfpAURM

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Montag in Stuttgart

Stitched PanoramaImmer noch imposant zeigt sich die Vorderfront des Stuttgarter Hauptbahnhofs an der Schillerstraße. Die Entscheidung für diesen Standort, fällt 1907 König Wilhelm II. von Württemberg. 1911 entscheidet sich eine Jury für den Entwurf von Architekt Paul Bonatz und seinem Partner Friedrich Eugen Scholer. 1914 geht das Gebäude in den Bau und ist 1928 fertig gestellt. Die lange Bauzeit ist unter anderem den Kriegsjahren geschuldet, in dieser Zeit entwickelt sich der Bau unter anderem auch durch die Empfehlungen vom Berliner Baurat Alexander Rüdell weiter. Sogar die Straßenführung konnte im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs verändert und an das Gebäude angepasst werden. Eine sehr schöne Vorstellung dieses Gebäudes und seiner Entwicklung findet sich auf der Seite hauptbahnhof-stuttgart.eu (auch Quelle für die Fakten hier)

Der Stuttgarter Hauptbahnhof - Panorama © schaeferweltweit.de
Der Stuttgarter Hauptbahnhof – Panorama © schaeferweltweit.de

Als erster Teil dieses für die damalige Zeit sehr großen Bauwerks nimmt im Jahre 1915 der Schlossgartenflügel langsam Gestalt an. Die Asymmetrische Bauweise des HBF lässt die Möglichkeit offen zuerst in den südlich entstehenden Gebäudeteilen den Betrieb aufzunehmen während die noch bestehenden Gleise zum „ersten Stuttgarter HBF“ ( eigentlich der 1. + 2. Centralbahnhof in der heutigen Bolzstraße) weiter in Betrieb bleiben können. Der Turm entsteht im engen Zusammenspiel mit dem Schlossgartenflügel und dem Königlichen Wartesaal / der heutigen großen Schalterhalle und fügt sich sehr passend in das durch die Königlichen Anlagen geprägte Stadtbild ein. Danach folgen die weiteren Gebäudeteile bis hin zum Posttrakt (ugs. „Nordflügel“)

Auch die erheblichen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und die darauf folgenden Wiederaufbauarbeiten übersteht der Bau weitgehend unverändert. Danach wandeln viele kleinere Veränderungen das Bild des Gebäudes, welches zwar 1987 ins Denkmalbuch gemäß § 12 Denkmalschutzgesetz als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung eingetragen wird, aber später dann weitgehend gleichgültig von der Deutschen Bahn und Politik für das sinnlose Immobilienprojekt Stuttgart 21 geopfert wird. Auch durch die offensichtlich wohl mutwillige Vernachlässigung von Pflege und Instandhaltung des Gebäudes, entstehen schon über etliche Jahre kaum verzeihliche Schäden an der Bausubstanz durch die Betreiber und Verantwortlichen des Bahnhofs.

Heute am Montag den 05.08.2013 stehen nur noch die kleine Schalterhalle, der Säulengang, der Mittelausgang, die große Schalterhalle und die Kopfbahnsteighalle. Das Bahnsteigdach über den Gleisen ist mittlerweile fast nur noch ein funktionsloses Gerippe geworden. Durch gröbste Fehler während des Abrisses des Schlossgartenflügels wurde es massiv geschädigt und später auch Aufgrund des hieraus resultierenden Sicherheitsriskos für die Fahrgäste, sämtliches Glas aus dem Dach entfernt. Heute zeigt sich im Winter sowie bei Regen wie tiefgreifend die Zerstörungen an dem Dach sind. Ebenso wurden die Gleisanlagen durch den Umbau für Stuttgart 21 massiv geschädigt – was sich unter anderem sehr eindrücklich in einer beispiellosen Entgleisungsserie rund um die Weiche 227 (auch hier im aktuellen ARD Bericht Minute 2:40 ) gezeigt hat. Später soll auch noch die große Schalterhalle (für eine neue Treppenanlage) dem Immobilienwahn geopfert werden. Ob das Wahrzeichen der Innenstadt – der Stuttgarter Hauptbahnhofsturm – diese und kommende Bausünden überleben wird, ist ebenso fraglich da die Deutsche Bahn bisher nicht gerade mit ihren Bauqualitäten geglänzt hat. Wie oben beschrieben wurde der Südflügel vor dem Turm gebaut. Die Unfähigkeit in Statischen Belangen und ihren kapitalen Dachschaden (an Gleis 16), bewies die DB bereits beim erwähnten sinnlosen Abriss des Schlossgartenflügels.

Zu meiner Doku vom Montag Rund um den Hauptbahnhof Stuttgart (link)

Am Rande meiner Doku zu diesem geschichtsträchtigen Stuttgarter Gebäude, möchte ich noch eine Demo erwähnen welche zur gleichen Zeit in der Lautenschlagerstraße statt fand:

Demo in der Lautenschlagerstraße
Demo in der Lautenschlagerstraße

Auch eine Spontandemo auf der Schillerstraße sei erwähnt welche sich gegen Stuttgart 21 aber auch gegen die Verlegung der Demo in die Lautenschlagerstraße richtete:

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( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de

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Die größte Blamage in der deutschen Baugeschichte

Layout 124.07.2013 / www.zeit.de – […] Doch damit könnte es schnell vorbei sein. Gerade trafen sich Bahn, Land, Stadt und Region nach neunmonatiger Pause wieder zu einer Sitzung des Lenkungskreises. Die Bahn drängt die Projektpartner, sich an den Mehrkosten zu beteiligen, und will sie notfalls verklagen. Die Stadt Stuttgart und das Land aber wollen keinen Cent mehr dazugeben. Stuttgart 21 läuft also nicht nur finanziell und technisch aus dem Ruder, es könnte auch ein ewiger Streitfall vor Gericht werden. Und die größte Blamage in der deutschen Baugeschichte. – mehr lesen –

PDF einer Postkarte zum Thema

Siehe auch alle-gegen-s21.de – parkschuetzer.de – kopfbahnhof-21.de

182. Montagsdemo vor dem HBF

29.07.2013 – european demonstration against unnecessary imposed mega projects
Videos (movies) Walter Steiger – Impressionen (pictures) Alexander Schäfer

182. Montagsdemo vor dem HBF
182. Montagsdemo vor dem HBF

 

Mehr Impressionen unter doku-stuttgart.de
(more pictures of this demonstration)

Bericht vom Europ. Forum gegen Großprojekte http://youtu.be/k29bR4AuuTc
Tiziano Cardosi, Florenz http://youtu.be/Wr_owvsGRtQ
Rita, Notre-Dame-Des-Landes http://youtu.be/YQrg4U1ct6Q
Sylvia Winkler & Stephan Köperl http://youtu.be/ddA0P_NX_oQ
Katharine Ertl (Moderation) http://youtu.be/I2xGwAMLeE0
Dr. Annette Ohme-Reinicke http://youtu.be/HiyRS97_JO8
Schwabenstreich+Ballonaktion http://youtu.be/umz3EEvYDRM
Petoffe (Notre-Dame-Des-Landes) http://youtu.be/TaHigsJFmfw

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Ganz einfach: es funktioniert nicht!

Am Anfang steht der Wunsch. Dann folgt der Plan, wie man den Wunsch erfüllen kann. Bei Stuttgart 21 muss es anders gewesen sein, denn Wunsch und Planung passen nicht zusammen. Das hat nun Dr. Christoph Engelhardt in weiteren, sehr klaren, wenn auch notwendig umfangreichen, Dokumenten belegt. Daraus folgt nur eines: Stuttgart 21 muss abgebrochen werden, der Planfeststellungsbeschluss ist aufzuheben.

Ganz einfach: es funktioniert nicht! weiterlesen

DB-Info mit Zeitplan aus dem Jahr 2002

Nach dem heutigen erneuten sinnlosen Versenkungskreis zu Schuttgart 21, ist also die Rede von einem vagen angedachten rein theoretischen Projektende 2022,  selbst 2024 ist schon im Gespräch. Genauso wurde mal wieder Sinnfrei über Kosten“explosionen“ im Kreis gedreht und natürlich jegliche Entscheidung dazu wieder vertagt – diesmal angeblich bis Dezember. Wer das noch Ernst nehmen soll ist derzeit mehr als unklar.

Jedenfalls veranlasst mich dieses Thema einen alten Flyer, den ich 2012 schon einmal thematisierte, erneut nach oben zu zerren. Er verdeutlicht hevorragend wie die DB die Öffentlichkeit schon seit Jahrzehnten an der Nase herum führt:

Tja soso – Inbetriebnahme S21 und NBS im Jahre 2013 – aktuell ist mehr als Fraglich ob dieses komische Immobilienprojekt das Jahr 2013 überhaupt überlebt!

DB Projekte Süd 2002( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )