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238. Montagsdemo gegen Stuttgart 21

238.Montagsdemo

Bilder Felix Keuling (link)

Rede: Jürgen Lauber (link) – Liveübertragung cams21.de

Rede: Steffen Siegel Teil 1 – Liveübertragung cams21.de

Rede: Steffen Siegel Teil 2 – Liveübertragung cams21.de

Zentrale Auszüge aus der Rede von Steffen Siegel:

„Vor langer, langer Zeit, im Jahr 2002 hat die Bahn für diesen Filderabschnitt Pläne ans Eisenbahnbundesamt eingereicht, um ein Planfeststellungsverfahren einleiten zu dürfen. Mehrere vergebliche Anläufe führten in den folgenden Jahren immer zum gleichen Ergebnis seitens des EBA, Zitat: „nicht genehmigungsfähig“.

[…]

Die Bahn blieb über die vielen Jahre nahezu unverändert bei ihren damaligen Plänen und wartete, bis schließlich ein Verkehrsminister aus Bayern kam (Ramsauer) und für den kritischsten Teil im Filderabschnitt eine windige, zeitlich begrenzte „Ausnahmegenehmigung“ mit ebenso windigen Einschränkungen aussprach. Diese Ramsauerei widerspricht nicht nur dem gesunden Menschenverstand sondern eben auch vielen gültigen Eisenbahnregeln. Es ist grob fahrlässig, auf reinen S-Bahngleisen zusätzlich Regional- und Fernzüge fahren zu lassen, mit zu engen Kurven, durch viel zu enge Tunnel, z.T. mit Gegenverkehr usw.

Warum aber ging man nach der Erteilung einer Ausnahmegenehmigung durch Ramsauer 2010 damals nicht zügig ins Planfeststellungsverfahren? Wieder sind seither über 4 Jahre vergangen, wohl weil die Pläne durch und durch Murks sind und man anderswo erst neue Fakten schaffen wollte.

  • Es ist Unsinn, die Gäubahnen statt sie in Vaihingen halten zu lassen auf den Umweg über den Flughafen zu schicken, die wenigsten wollen fliegen.
  • Es ist Unsinn, z.B. einen ICE hinter einer S-Bahn, die dreimal halten muss hinterherzockeln zu lassen.
  • Es ist Unsinn, durch den Mischverkehr die S-Bahnen noch mehr aus dem Takt zu bringen.
  • Es ist Unsinn, im Terminalbahnhof für die beiden Zugarten (Gäubahn bzw. S-Bahn) nur noch je eine Bahnsteigkante zur Verfügung zu stellen, mit Gegenverkehr. Im Stresstest wurde übrigens so getan, als gäbe es keinen Gegenverkehr.
  • Es ist Unsinn, die Züge aus Tübingen in Wendlingen ohne Halt über den Flughafen zu schicken, statt sie über Plochingen und Esslingen nach Stuttgart zu schicken
  • Es ist Unsinn, einen Tiefbahnhof unter der Messe zu bauen, – auf Brandschutz und Sicherheit zu pfeifen, – das Fliegen zu puschen, – keine Passagierströme zu erheben,- kein Notfallkonzept vorzuhalten, – mehr Lärm und Erschütterung in L.-E. zu produzieren, – Güterverkehr auf die Straße zu zwingen

[…]

Anders als bei den letzten Planänderungen werden wir hier in den letzten Tagen der Erörterung die Frage nach der Planrechtfertigung des Gesamtprojekts S21 stellen können. Auch wenn es für den Stuttgarter HBF einen Planfeststellungsbeschluss gibt, so gibt es doch für diesen nicht erweiterungsfähigen, schiefen Sarkophag ganz gravierende Defizite.
Wir können deutlich zeigen, dass der zur Prüfung anstehende Abschnitt 1.3 auf den Abschnitt 1.1 massiv negativ einwirkt und wir können zeigen, dass die wesentlichen Gründe für S21 heute nicht mehr gelten und wir wissen, dass eine belegte Kostenlüge und ein belegter Leistungsrückbau gesetzeswidrige Verhaltensweisen sind.“

Stahl Fatal in Ludwigsburg

Am 13.09.2014 traten die Aktionspercussionisten „Stahl Fatal“ unter der Leitung von Till Ohlhausen in Ludwigsburg auf. Die für Ihre ungewöhnlichen Musikinstrumente bekannte Gruppe, begeisterte mit handelsüblichen Mülltonnen die Massen. Die Mülltonnen sowie auch die Kleidung kommen direkt vom Landkreis Ludwigsburg – kann also jeden Tag vor der eigenen Türe nachgespielt werden. Da soll noch einer sagen die Müllabfur würde Krach machen – das ist Musik!

©2014 Alexander Schäfer
©2014 Alexander Schäfer

Mehr Bilder von diesem Event im Archiv

Stahl Fatal hat eine eigene Hompage. Dort vermittelt auch ein kleines Video was diese Gruppe ausmacht. Wer kann sollte unbedingt einen der unvergleichlichen Liveauftritte besuchen!

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Sinnlos gerodet nun „Kunst“ – Platane 101

Platanus x hispanica.

©2010 Alexander Schäfer - Platane 101
©2010 Alexander Schäfer – Platane 101

Bei den Baumpaten bekam er die Nummer 101 (link). Er wuchs bis 2012 direkt am Hauptbahnhof – seit 170 Jahren (ermittelt später am Stamm mit abgezählten Jahresringen). Als die Baumfäller kamen umarmte eine Aktivistin noch einen seiner starken Äste. Sie hatte sich dort festgekettet. Als die großen Bäume um ihn herrum schon fielen wurde der große Ast einfach abgesägt und die Aktivistin abgeführt. Der Baum fiel am 17. Februar 2012.

In Ihm war eine große Mulmhöhle – keiner Interessierte sich dafür das darin viele Juchtenkäferlarven waren. Achtlos wurde sein Stamm mit samt den Larven in den Wald geworfen (link). Erst über 20 Tage später wurden die Larven angeblich geborgen – sagen wir so – sie wurden entfernt. Das Kronenteil bekam „Losnummer 11“.

In diesen Tagen geht sein Leidensweg (link) weiter. Ironischerweise unter den Händen von Thomas Putze. Früher auf der Demobühne – Heute zerlegt gerade er diese Platane. Er (Zitat) „wollte gerne einen der größten Bäume haben“. Er möchte Ihn zu einer Art „dampfbetriebener Lok“ verarbeiten. Anfangs – so erzählt er mir am 09. September 2014 ganz in der Nähe des Bonatzweges an den ettliche Bäume „verpflanzt“ wurden – hatte er geplant den Baum so auszuarbeiten, dass dieser sich am Ende der Ausstellung selbst entzündet und verbrennen sollte. Mittlerweile wäre er aber von diesem Vorhaben abgekommen, da er „eine besondere Energie“ des Stammes spüre… Die Ironie besteht darin, daß gerade er im Jahr 2010 (link) auf der Improvisierten Bühne einer Demo gegen Stuttgart 21 auftrat…

Takt_1208_11

„Komplizen gesucht“ (link) – schrieben die Baumpaten… scheint diese Suche ist zumindest für diesen Baum beendet.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Gorgonpenjo Hackbraten mit Zucchini an Knoblauch-Gorgonzolasauce

Eine gute handvoll geschnittene Jalapenos (Chili) aus eigener Ernte oder zur Not aus dem Glas – vermengen mit 300g Schweine- und 400g Rinderhack – Salz Pfeffer Chilipulver gehackte Zwiebel –
Baconflechtwerk drunter – Hack zur Hälfte drauf verteilen – 300g Gorgonzola verteilen – restliches Hack oben drauf (Seitlich gut andrücken damit der Käse nicht raus läuft) – Alles schön mit weiterem Baconflechtwerk sauberst eintüddeln (je dichter umso weniger Käseausblubberfaktor)

So vorhanden etwas Rub ( Zuckerlastige Trockengewürz Mischung) aussen rum – die (zuvor eine Stunde in Olivenöl und Knoblauch eingelegten) Zucchini auf dem Grill schön mit Röstaromen versehen – danach vom Rost in eine Metallschüssel mit dem Knoblauchöl unter den Grill verfrachten – Hackbraten über der Schüssel indirekt Platzieren (wichtig DARÜBER den meist tritt doch Käse aus und den wollen wir ja nicht verkommen lassen!) – Thermometer in den Braten versenken und etwas Kirschholz so man hat zum Räuchern über der Glut platzieren (Garraumtemperatur im Grill bei ca. 120 Grad)

Bei Kerntemperatur im Fleisch 60°C mit BBQ Sauce einpinseln (am besten selbstgemacht aber zur Not auch gekauft – empfehle BullsEye Original) – Ich gab dem ganzen nun noch ein bisschen Power mit etwas Kirschholz (höhere Garraumtemperatur) bis KT 72 °C 

Mahlzeit!

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Gerodet, verrottet und nun öffentlich ausgestellt – Bäume in Stuttgart

IMG_7650Im Februar 2012 wurden sie gerodet – gefallen für ein Sinnloses Infrastrukturprojekt bzw. ein größenwahnsinniges Immobillienprojekt. Die Bäume im Mittleren Schlossgarten wurden einer Baubrache geopfert, welche bis heute noch größtenteil unverändert und ungenutzt ist. Zwei Jahre lang wurden Dreckhaufen hin und her geschoben und ein paar Rohre zum rosten aufgebaut. Die Bäume wurden entgegen aller „Sprüche“ bei der sogenannten „Schlichtung“ , zuerst gerodent dann größtenteils geschreddert oder als Totholz (inklusive geschützter Juchtenkäferlarfen) in den Wald geworfen. Mit einem kleineren Teil davon wurde eine Show vorbereitet mit der nun am Montag (08.09.14) fortgefahren wird. Gerodet, verrottet und nun öffentlich ausgestellt – Bäume in Stuttgart weiterlesen