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300. Montagsdemo gegen Stuttgart 21

©Alexander Schäfer - 300. Montagsdemo
©Alexander Schäfer – 300. Montagsdemo

„Heute zeigen wir den verantwortlichen Politikern erneut und zum 300. Mal, dass Stuttgart 21 beendet werden muss“, sagt Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer während der Kundgebung. „Das Projekt krankt an allen Ecken und Enden: Der Brandschutz ist weiterhin ungelöst, die Statik des Tunnelbahnhofs ist nicht genehmigt, die Finanzierung ist ungeklärt, die geplante Schräglage der Gleise ist gesetzeswidrig. Ministerpräsident Kretschmann ist hier ebenso gefordert wie Bundeskanzlerin Merkel, die im März 2013 nur aus politischen Gründen das Aus von Stuttgart 21 verhindert hat. Jetzt ist, wie unser erster Redner Prof. Rochlitz gesagt hat, die Zeit, das Projekt politisch zu beenden, bevor die Bahn AG vollends in finanzielle Schieflage gerät – wegen Stuttgart 21.“
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Fahrverbote retten Leben – Autoflut stoppen – Jetzt!

Demo mit Kundgebung, am Samstag, den 21. November 2015, um 13.00 Uhr.

Grundgesetz Artikel 2 garantiert das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Menschen haben also ein Recht auf Schutz vor krankmachendem Feinstaub, vor Luftverschmutzung, Lärm und vor Verletzungen durch Verkehrsunfälle. Es existiert dagegen kein unveräußerliches Recht auf freie Wahl des Verkehrsmittels in einem dicht besiedelten Lebensraum.

Feinstaub, Stickoxyde, CO2 und Lärm sind Gift für Mensch und Umwelt.

Nach einer Analyse der Weltgesundheitsorganisation (WHO), aus dem Jahr 2014, sterben jährlich sieben Millionen Menschen infolge der weltweiten Luftverschmutzung. Das sind mehr als doppelt so viele wie bisher angenommen (Link).

Das Kraftfahrbundesamt hat über Jahre die Erinnerung „an ihre gesetzliche Pflicht zur Kontrolle ignoriert und dadurch die fortgesetzte Vergiftung unserer Innenstädte mit hochgiftigen Dieselabgasen behördlich abgesegnet“
(Jürgen Resch, Deutsche Umwelthilfe)

Die Luftverschmutzung in Deutschland liegt im europäischen Vergleich zwar im Mittelfeld, aber dennoch deutlich über den WHO-Richtlinien. Dabei ist Stuttgart trauriger Spitzenreiter unter Deutschlands Städten. Die verbindlichen EU-Grenzwerte zum Schutz der Bevölkerung vor Luftschadstoffen werden in Stuttgart und in der gesamten Region unzulässig oft und massiv
überschritten.

Nach Aussage von Experten (z.B. Dr. Reuter, dem Leiter der Abteilung für Stadtklimatologie beim Stuttgarter Amt für Umweltschutz) ist die Einhaltung der Grenzwerte nur möglich, wenn der Verkehr auf den viel befahrenen Straßen unserer Stadt um die Hälfte reduziert wird. Da helfen weder Feinstaubkleber, Moos-Wand, noch Appelle an freiwillige Verhaltensänderung. Im Überschreitungsfall hilft nur ein Fahrverbot. Das gibt die Gesetzeslage heute schon her (§ 45 Abs. 1 StVO).

Das Rückgrat der Verkehrswende sind der Fußverkehr, das Fahrrad, sind Busse und Bahnen. Der MIV (motorisierte Individualverkehr) hingegen gefährdet unsere Gesundheit und ruiniert die Umwelt. Trotzdem wird dieses nicht wirklich zukunftstaugliche Segment der Fortbewegungsmittel bevorzugt und staatlich massiv gefördert (z.B. tonnenschwere SUVs die als Dienstfahrzeuge steuerlich abgesetzt werden können). Gleichzeitig wird eine Steigerung der Attraktivität des ÖPNV in vielfältiger Weise behindert (z.B. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des S-Bahnbetriebs haben seit dem Baubeginn von S 21 extrem nachgelassen).

Der VW-Abgasskandal dokumentiert zuallererst eine vorsätzliche, massenhafte Körperverletzung mit Todesfolge. Begangen durch das Topmanagement einer deutschen Vorzeigeindustrie. Gedeckt durch verantwortungslose Spitzenpolitiker unseres Staates.

Der öffentliche Raum braucht Bäume statt Blechlawinen! Keine Autobahnen im Herzen der Stadt!

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, ruft die Bürgerinitiative Neckartor auf zu einer Demo, am Samstag, den 21. November 2015, um 13.00 Uhr. Treffpunkt ist der Marienplatz. Nach einer Kundgebung geht es auf der B 14 zu Fuß und mit dem Fahrrad (auf zwei verschiedenen Routen) zur Abschluss Kundgebung auf den Rotebühlplatz.

Reden:
Jürgen Resch – Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe (DUH)
Dr. Angelika Linckh – Ärztin
Peter Pipiorke – Naturfreunde Radgruppe

Kunst:
Rik Beck – „GEMEINE STADTLUFT“– mitzubringen Gebürste aller Art!
Caro Krebietke – Aktion „GEMEINE SAUBOHNE“

Musik:
Lokomotive Stuttgart
Capella Rebella

Presseerklärung der BÜRGERINITIATIVE NECKARTOR, Stuttgart, den 8.11.2015

Demoflyer (PDF)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Halloween – Randale wie jedes Jahr

Liebe kommerziell geprägten Amerikaner, bitte nehmt euren „Brauch“  Hallowe’en wieder zurück! Leider sind die Stuttgarter „Kinder“ schlicht zu blöd um eure „Tradition“ zu übernehmen. Das einzige was sie können ist ungestraft Dreck und Blödsinn zu machen. Übrigens gibt die Polizei auf die Frage wie sie den gedenkt mit den Randalieren umzugehen folgenden Rat (Zitat vom „Präventionsstand“ am Konsum offenen Sonntag am 25.10.2015 in Zuffenhausen): „Nutzen sie ihr Notwehrrecht.“ Also rät sie direkt zur Selbstjustiz bei Sachbeschädigungen bzw. persönlichen Angriffen an „Halloween“.

Schaut man sich die Ursprünge dieser rein kommerziellen Tradition an, so sieht man das selbst in Amerika genug Bevölkerungsgruppen dieser eher neuen „Tradition“ ziemlich ablehnend entgegen treten. Ähnlich wie dem künstlich von einem Getränkekonzern zur Konsumförderung erfundenen „Santa Claus“ ist auch Halloween nur ein künstlicher Trend welcher nur die wirklichen alten Traditionen (Samhainfest / All Hallows’ Eve / Allerheiligen / Día de Muertos usw.) missbraucht. Genauso wird dieses „kommerzielle Halloween“ allerdings in Deutschland von Kindern und Jugendlichen missbraucht um Randalieren zu können.

Die Anzahl verkleideter an Türen klingelnder Kinder ist in zb. Stuttgart-Zuffenhausen im einstelligen Prozentbereich! Die große Mehrheit ist weder verkleidet noch an Süßigkeiten interessiert! Diese Treffen sich nur um mit Eiern, Rasierschaum und anderem Müll um sind zu werfen und ungestraft den Stadtteil zu terrorisieren. Dabei werden selbst geschlossene Geschäfte versaut oder leerstehende Gebäude verdreckt. Also definitiv in diesen Fällen kein „Saures“ weil niemand Ihnen „Süßes“ gegeben hatte. Auch Autos werden in dieser Nacht regelmäßig beschädigt und verschmutzt – welches Auto hat bitteschön eine Klingel? Genauso werden öffentliche Plätze versaut und zugemüllt – wo gibt es den bei einem Platz was Süßes und wem spielt man dort einen „Scherz“ weil er nicht geöffnet hatte?

Da dies von Jahr zu Jahr immer schlimmer wird, bleibt nur zu hoffen das die Polizei von ihrem ziemlich unsinnigen Rat zur Notwehr abkommt. Statt dessen sollte sie ihre Randale erfahrenen Bereitschaftspolizisten doch mal Sinnvoller als bisher zum Einsatz bringen. Die ein oder andere Radandalierergruppe (leider meist nicht Strafmündig) über Nacht festzusetzen und dann von ihren verantwortungslosen Eltern abholen zu lassen würde sicher auch mal zum Nachdenken anregen. 

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

ROSENSTEIN Hommage an ein Stuttgarter Kulturdenkmal

Einundzwanzig Gedichte und ein Epilog
Mit einer Fotodokumentation von Wolfgang Rüter

P1000786Gemeinsam werfen Sylvia von Keyserling und Wolfgang Rüter ihr Auge auf ein „aus vergessenen Zeiten überliefertes Kulturerbe verschwenderischer räumlicher Entgrenzung, eine wunderbare Oase in einer Wüste städtebaulicher Orientierungslosigkeit“. Die 21 nachdenklichen Naturgedichte werden treffend von zahlreichen Fotografien begleitet. Ein Buch nicht nur für Naturfreunde sondern auch für jeden Stuttgarter.

P1000788Vortrag am 19.11.2015 um 20 Uhr auf den Stuttgarter Buchwochen (Raum Karlsruhe / Eintritt: 5,– € – erm. 2,50 €, Abendkasse) Siehe auch LINK

ROSENSTEIN: Hommage an ein Stuttgarter Kulturdenkmal
von Sylvia von Keyserling (Autor), Wolfgang Rüter (Fotograf)
Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Verlag: Nikros Verlag; Auflage: 1 (19. Oktober 2015)
ISBN-10: 3943688070
ISBN-13: 978-3943688078

heuteshow – Demo gegen den Bildungsplan 2016

Lügenpresse? Alles geschnitten und gestellt? Ok verstehe das Misstrauen den ich glaube auch erstmal keiner Einzelquelle allein.
Daher hier ein völlig ungeschnittenes Video der gleichen Demo:

Auch ungeschnitten nicht weniger skuril und verdreht oder?

Trotzdem alles Falsch? Alles Quatsch? Selbst die ungeschnittenen Filme sind falsch? Ich lüge sowieso genauso wie alle anderen? Ok auch das verstehe ich – es sind ja erst zwei Quellen.

Dann lasse ich doch einfach mal die Links weg. Bildung ist ziemlich wichtig und das schöne an Ihr ist – ihr braucht mich gar nicht dazu. Also einfach selbst mal nach dem Bildungsplan im Internet suchen. Nein nicht „googlen“ den Google ist ja evtl. auch „Böse“ also nutzt die Suchmaschine der ihr Vertraut – aber Vorsicht die Bildungspläne liegen definitiv auf Seiten der Landesregierung bzw. Unterseiten des Landes also NICHT irgendwelche komischen Internetseiten als Quellen benutzen. Ich verbiete es natürlich nicht aber wollt ihr den nicht lieber einfach die Orignialdokumente nutzen über die ihr sprecht? Man findet diese Pläne !unverändert! als PDF´s mindestens genauso leicht wie alle anderen „Behauptungen“ der sogenannten „Bildungsplangegner“.

Bitte diese dann mal unbeeinflusst selbst lesen. Ja ich weiß es ist viel was es da gibt weil ich auch alles durchgeschaut habe. Es ist nunmal ein BILDUNGSPLAN und da ist daher zum Glück viel an Themen drin, unsere Kinder sollen doch viel lernen nicht wenig. Er dreht sich eben NICHT NUR um Sex sondern „überraschenderweise“ um Bildung und fast gar nicht um „Sex“!(Evtl. die erste Erkenntnis und hey ihr hab diese selbst erarbeitet – sehr gut!)

Wer IRGENDWO (in den Original-PDF!) diese Stellen findet von denen diese Menschen erzählen darf mich anschreiben und ich werde diese dann genauso veröffentlichen wie diese Videos (der Realität den ich war auch an fast allen dieser Demos selbst vor Ort).

Viel Spaß beim lesen. Bitte ALLES da drin nicht vergessen. Den Bildung ist ziemlich wichtig und danach habt ihr euch definitiv weitergebildet! (Evtl. die zweite Erkenntnis – Bravo)

EDIT 17.10.15 – Doch lieber nicht selbst suchen?
Kultusportal-BW Bildungsplanreform
Landesbildungsserver-BW – Bildung stärkt den Menschen

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

„Keine Demo für Alle“ und „Regenbogen für alle“

Heute trafen sich wieder die „Bildungsplangegner“ in Stuttgart. Tatsachen ignorierend dass im Bildungsplan keine ihrer Horrorszenarien auftauchen standen sie mit ettlichen Rechten Gruppen und christlichen Fundamentalisten zusammen auf dem Schillerplatz. Bereits zwei Stunden zuvor demonstrierte das Bündnis „Keine Demo für Alle“ auf dem Schlossplatz und zeitgleich die Demo „Regenbogen für alle“ auf dem Marktplatz für Tolleranz und Vielfalt.

Mehr Bilder im Archiv (link)

Erfreulicherweise wurden auch überraschende Zeichen gesetzt. Das Staatstheater Stuttgart zeigte der Schlusskundgebung endlich seine Meinung zu dieser Demonstration indem ein riesiges Banner am Opernhaus entfaltet wurde. Ebenso wurden direkt auf dem Marktplatz Regenbogenfahnen gehisst. 

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Flächen rund um die Oper Stuttgart

Neben weiteren interessanten alternativ Standorten für die sog. „Interimsoper“ welche sich allerdings ausserhalb der Innenstadt befinden, bieten sich selbst im direkten Umfeld der Oper ettliche Flächen an welche Übergangsweise durchaus und meist sogar ziemlich einfach Nutzbar erscheinen. Dazu gehören zb. bereits überbaute Flächen wie der Parkplatz des Landtages und ebenso auch der Innenhof des Neuen Schlosses direkt am Schlossplatz. Genauso bieten sich Freiflächen hinter dem Landtag an welche bisher von der Bevölkerung nicht wirklich genutzt werden und welche ausserhalb des Fokus der öffentlichen Wahrnehmung liegen. Da es sich ja nur um 5 Jahre handelt würden hier auch keine nennenswerten Naturgüter ausser „Rasen“ beeinträchtigt werden.

Flächenkarte_InterimsOperStuttgart
– Anklicken für größere Ansicht –

Hier versuche ich einmal nur ganz Grob die möglichen Flächen mit jenen zu vergleichen welche nun vorerst schon zur Diskussion gekommen sind. Die Beschreibung „Fläche zwischen Schule und Hotel an der Schillerstraße“ ist ziemlich schwammig, es könnte sich auch zusätzlich um große Teile der Liegewiese und noch mehr Bäume handeln. (Sinnloserweise würde DANN aber auch erneut der Schulhof welcher gerade erst „errichtet“ wurde wieder wegfallen) Abgesehen davon ist es ziemlich unlauter dieses Gebiet überhaupt vorzuschlagen da hier Naturschutzrechtliche Gutachten nötig wären welche nicht zuletzt der Deutschen Bahn mächtig Probleme machten. Wohlgemerkt – sie durfte einige der damit illegal gefällten Bäume gar nicht fällen (siehe auch aktuell die Problematik an der Ehmannstraße!) Und die Bahn mußte letztlich viele Bäume gerade an eben dieser Schillerstraße stehen lassen WEIL dort eben ein Juchtenkäferhabitat ist wozu die Bäume im Oberen Schlossgarten sicherlich auch zählen werden. Wo wir gerade so am Vergleichen sind – die Oper bietet bisher übrigens Platz für 1404 Plätze, die Interimsoper soll wenn man nach den Wünschen der SPD geht plötzlich für 2000 Plätze ausgelegt werden…

Übrigens – falls Jemand um das Aussehen des Neuen Schlosses besorgt sein sollte, möchte ich an dieser Stelle an die Renovierung des Brandenburger Tores erinnern. Während der Arbeiten wurde das Baugerüst mit Fotorealistischen Folien verhüllt (Beispiel 1 / 2 ) Wenn man also wollte, würde der Innenhof des Neuen Schlosses durchaus auch ein ehr attraktiver zentraler Ort für das Interim sein bei dem keine Kultur- und Naherholungsflächen Stuttgarts (Zitat SPD 2012 „…Der Obere Schlossgarten ist ein Kulturgut ersten Ranges…“) beeinträchtigt würden. Und wer sagt „Aber das kann man dem Landtag doch nicht zumuten das dort direkt davor oder dahinter gebaut wird.“ … der hat in letzter Zeit nicht mehr dort vorbei geschaut. Abgesehen davon weiß jeder der schon im Landtag war, dass man da drin von „Draussen“ sowieso nicht viel mitbekommt. Ausserdem ist es doch nur für fünf Jahre oder?!

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )