Klaus Gebhard im Interview mit dem Hochschulradio Stuttgart. Er spricht in zehn geballten Minuten zur Geschichte der Parkschützer, sowie zur Gegenwart als auch Zukunft rund um das Projekt Stuttgart 21. Ungewöhnlicherweise folgt das Hochschulradio nicht dem mittlerweile gängigen Gleichklang der Mainstreammedien, welche meist damit Enden die Bewegung in Stuttgart schlich als Verlierer zu belächeln. Eine MP3 Datei mit Inhalt und Kompaktheit. (link)
Ab und an zieht es mich immer wieder in den Untergrund Stuttgarts – genauer in die Reste des Historischen Eisenbahntunnels unter dem Schloss-Rosenstein. Ein paar Bilder: Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 und nun Teil 4.
Diesmal hier eine Auswahl an Bildern welche die Schönheit des Tunnels zeigen.
Nach einer Stürmischen Nacht, wurde an einer alten Blutbuche im Rosensteinpark eine große Baumhöhle offen gelegt (sww berichtete). Nun wurde am 31.10.14 durch einen von der Wilhelma beauftragten Gutachter geprüft, ob dort „Entwicklungsstadien des europarechtlich streng geschützten Juchtenkäfers oder national geschützter Tierarten (besonders Rosenkäfer und verwandte Arten)“ vorhanden sind.
Schreiben 05.11.14 – Amt für Umweltschutz Auszug 3
Am Sonntag trafen sich rund 150 Menschen um in einem Demonstrationszug vom Stuttgarter Kopfbahnhof zum „Elefantensteg / Wilhelmasteg“ zu ziehen. Diese Wegeverbindung zwischen Bad Cannstatt und dem Rosensteinpark wird in der kommenden Woche für die Bauprojekte „Rosenstein-Straßen-Tunnel“ und „Stuttgart 21“ wegfallen.
Zusammen mit dem Holzsteg, die neunt Längste gedeckte Holzbrücke weltweit, wird diese Brücke verschwinden. Erst nach Fertigstellung von „Stuttgart 21“ soll hier wohl wieder eine Wegeverbindung in Form einer Brücken ähnlichen Konstruktion entstehen. Der Zeitpunkt steht also in den Sternen. Auch am Montag Abend soll erneut eine Demonstration auf den Abriss dieses Stegs über der Straßenbahnhaltestelle „Wilhelma“ hinweisen.
Am Ende der Dokumentation dieser Demonstration sieht man auch einen Teil der „oberen“ Baustelle des Rosenstein-Straßen-Tunnel. Der Tunnelmund wird auf Höhe der Haltestelle „Rosensteinpark“ wieder an die Oberfläche kommen.
Einige Eindrücke vom oberen Portal des B10-Straßentunnels bei der Stadtbahnhaltestelle „Rosensteinpark“, ein Teil von dieser Baustelle befindet sich in der Wilhelma.
Petra Rühle sagt „Wir wollen niemanden mit dem Plakat provozieren“
Ich sage „Grün / Rot die rote Karte zeigen – Wahltag ist Zahltag!“
Btw. Die gute Frau sagt auch „Es gibt immer mal wieder Niederlagen, aber wir sind die einzigen, die sich für die Natur und eben auch die Bäume in Stuttgart stark machen.“ Dies verwundert natürlich nicht, schließlich setzt Sie damit nur die Worte des Chefs um. Frei nach Kretschmann: „Bei Wahlen entscheiden Mehrheiten nicht Wahrheiten. Die Menschen haben den Plakaten (Anm.d.Red. damit meinte er die CDU Plakate vor der Volksabstimmung ) eben gelaubt!“
Man erntet was man sät. Am 25. Mai 2014 ist Erntezeit.
Zum zweiten Mal fand die Montagsdemo gegen Stuttgart 21 in Bad Cannstatt, diesmal allerdings auf dem Marktplatz statt. Von diesem Marktplatz könnte sich der trostlose hässliche Stuttgarter Marktplatz mehrere Scheiben abschneiden! Nach einer Stimmungsvollen Demo unter Bäumen, folgte ein kraftvoller Demozug der sich sehen lassen konnte. Auf so manch ungewöhnlichem Weg (über zb. eine schmale Fußgängerbrücke) führte der Zug zu den beiden vom Abriss akut bedrohten Stegen über den Neckar und die Bundesstraße bei der Wilhelma.
Der dort befindliche „Elefantensteg“ (über der Haltestelle „Wilhelma“) wird in den nächsten Wochen nicht mehr begehbar sein. Ebenso der Holzsteg über den Neckar. Nach dem Abgraben der Wege und der Hügel zwischen den Brücken, werden sie dem Rosenstein-Straßentunnel und dem Immobilienprojekt Stuttgart 21 zum Opfer fallen.