Am 07.12.2015 findet direkt vor dem Stuttgarter Kopfbahnhof die 300. Montagsdemonstration gegen Stuttgart 21 statt. Wer nicht nur um 18 Uhr dort teilnehmen will sondern auch noch etwas Werbung machen möchte, kann dies mit den unten angehängten Flyern in verschiedenen Größen und Formaten machen. Die Flyer sind auch an der Mahnwache an der Schillerstraße erhältlich.
(Siehe auch BAA)
Du warst früher bei den Demos aber heute ist das nichts mehr für dich? Warum? Hat sich irgend etwas seit dem auf Sachlicher Ebene verbessert? Heute gibt es noch genauso viele, wenn nicht sogar noch viel mehr Gründe aufzustehen! „Das bringt doch alles nichts mehr die bauen das doch sowieso“ Woher willst du das wissen wenn du es nicht versuchst? Ist „die bauen das doch sowieso“ ein Grund das du anders über K20, K21 oder S21 denkst? Hast du deine eigene Meinung dazu aufgegeben? Du hast keine Zeit? Nimm dir die Zeit! Wenigstens bei den größeren Demos! Man findet immer Zeit wenn man möchte. Unterstütze bei den größeren Demos die vielen immer noch sehr Aktiven Menschen welche auch jederzeit sagen könnten „ich habe keine Zeit mehr“. Sie sagen es aber nicht sondern bleiben Aktiv. Diese Menschen unterstützt du mit der Teilnahme und der Werbung für diese Demo! Medien funktionieren so – diese Jubiläumsdemos können wenn sie groß bleiben bereits reichen damit Gruppen wie die Ingenieure weiter Gehör finden. Ohne Demos werden sie wie in den Jahren vor den Demos wieder irgnoriert werden. „Ich werde doch eh nur von Parteien dort missbracht die ihre Ziele damit unterstreichen wollen.“ Ja das war oft so und ist leider immer noch so, aber das kannst du doch nur dann beeinflussen wenn du selbst für deine Meinung einstehst nicht wenn du aufgibst! Schreib diese auf ein Plakat – nehme teil – rede mit Presse oder Bürgern darüber warum DU dort bist – gib nicht auf.
Zeig das du noch gegen Stuttgart 21 bist! Geh zur 300. Montagsdemo vor den Stuttgarter Kopfbahnhof!
Dear Yoko Ono, we wish to save a cherished old tree (link to pictures) from cutting by making it a Wish Tree. Will you support us by sending us a few words of encouragement?
Here is some background information:
The „old friend“, the weeping willow in Feuerbach
In Stuttgart-Feuerbach, at the railroad station, there is a 70 year old large weeping willow tree, with a trunk circumference of 270 cm. More than 3 generations have come to know and love the tree, it has provided shade, repose and rest in summer, it has greeted the people in the morning when they went to work, and in the evening when they returned home.
In 2013, the German rail company, which is undertaking a large railway & urban development project in Stuttgart (Stuttgart 21), cut down a large number of trees around the station in order to clear the construction site. But they promised to save the large willow tree which forms a historic landmark of Feuerbach. Now, 2 years later, they withdrew their promise and announced they want to cut down the tree, which happens to grow on municipal ground, at the edge of a temporary construction area which is needed for setting up cranes, they say.
We are sure it must be possible to plan the construction site in such a way that the willow can be preserved, even if it needs some detour and is somewhat costlier.
2010 People fighting for trees in Stuttgart. In this case they lost this (and many other) tree but the people still fighting for others.
We have the support of our borough mayor, but there are no legal possibilities to stop the rail company from cutting the tree, because the plans have been approved previously. We know that many citizens of Feuerbach would deeply regret losing their „old friend“, the weeping willow, as many have asked in writing to the city council and the rail company to save the tree. Many people feel deeply disappointed because their dedication to stop a mega-project which they see as damaging to the city and the people has been ignored and led nowhere, many have resigned, others are angry. Even people who are in favour of the project, find it fatal that promises are not kept and that the project is pulled through without respect for the grown environment.
Our citizens initiative has already two times invited the people of Feuerbach to a public breakfast under the weeping willow tree in order to gather support and save the tree from cutting; media has reported, too. We continue to appellate at the city council and the rail company: Abide by your promise, which has been given in writing, the tree has to stay!
For us, the willow is a symbol for our „right to the city“: Pope Francis, in his recent Encyclica ‚Laudato si‘, has rightly deplored the decline of the quality of humen life in our cities: „Neighbourhoods, even those recently built, are congested, chaotic and lacking in sufficient green space. We were not meant to be inundated by cement, asphalt, glass and metal, and deprived of physical contact with nature.“ … „There is also a need to protect those common areas, visual landmarks and urban landscapes which increase our sense of belonging, of rootedness, of “feeling at home” within a city which includes us and brings us together.“
2010 – A tree the people saddly lost in 2012 after a long fight against the senseless killing of such „old friends“2013 – this little Tree was saved. They removed it from building site to an other place and some „treeparents“ (from godparents) placed there good wishes in the following years
In these days no decision has yet been made over life or death for the weeping willow. We feel that the time has come to light a beacon of hope and love and go a step further to preserve the tree and the peace in this city. We want to make it visible to all that the local people cling to their cherished willow tree. So we had the idea to follow your steps and make it a wish tree! A Wish Tree for Feuerbach! We imagine that it would change people’s hearts, even among those who just want to pull through the construction project as quickly as possible.
If you like the idea and want to support us, please feel free to send us a few words of encouragement. It would mean a lot to us!
Kind regards, Bernd-Christoph Kaemper, for the Feuerbach Citizens‘ Initiative
Die „Wish Tree“ Kunstinstallation von Yoko Ono (link) begann in den Jahren nach 1981. Im Rahmen der Aktion werden Besucher eingeladen an diese Bäume Wünsche zu hängen. Mittlerweile stehen ihre Wunschbäume schon in New York City, St. Louis, Washington, DC, San Francisco, Pasadena, Palo Alto, California, Tokyo, Venedig, Dublin, London, Exeter, England, und Finnland.
Einer ihrer Wünsche (von 1996) zur Aktion lautet: „Bitte Wünschen Sie sich etwas. Schreiben Sie den Wunsch auf ein Stück Papier. Falten Sie es und binden Sie es um einen Ast des Wunsch-Baumes. Bitten Sie Ihre Freunde, das gleiche zu tun. Wünschen Sie solange bis die Zweige mit den Wünschen bedeckt sind.“
More Pictures from „the old friend“ (link) Impressions from the trees they fought for, most sadly lost since then. (link) Pictures from a day in 2010 from Stuttgart – The government fought with armed and armored troups against the people. Later after a very long and sad day, the people lost some really old trees against their police troups (link)
Die Anzeichen verdichten sich das mit der Fällung des Baumes in den kommenden zwei Wochen zu rechnen ist. JETZT für dieses Stück Feuerbacher Geschichte einsetzen oder es ist zu spät.
Noch im Jahre 2013 hatte die Bahn groß verkündet (sww berichtete / PDF der Bahn siehe Seite 2) das die alte Trauerweide am Feuerbacher Bahnhof erhalten bliebe. Wie zu befürchten war, sind auch dies wieder nur hohle Lippenbekentnisse gewesen. Wie jetzt von der Bahn bekannt gemacht wird soll der Baum fallen. Damit wird dieses ziemlich trostlose Eck rund um den Bahnhof in Feuerbach noch trostloser. Zugegeben kaum zu Glauben das dies Möglich ist, nachdem dieser Bahnhof mit seinem Umfeld über die Jahre immer mehr und mehr verkommt. Aber wie man die Deutsche Bahn kennt – kein Ziel ist zu Hoch wenn es darum geht Zerstörung und Trostlosigkeit ins Stuttgarter leben zu bringen. Das Bezirksrathaus in Feuerbach sollte sich schämen – nicht nur für das allgemeine Umfeld am Bahnhof sondern vor allem für solche Opfer – für ein Sinnloses Bahnprojekt und nochmehr – für schnöde völlig Nutzlose „Baueinrichtungsfläche“!
EDIT 23.10.15 Antwort auf die Frage wieso der Baum fallen soll.
Sehr geehrter …,
da Sie auch mich in meiner Funktion bzgl. der Trauerweide angeschrieben haben, antworte ich gerne auf Ihre Frage. Die Bahn hat in der Sitzung des Bezirksbeirats Feuerbach am 20.10.2015 mündlich erläutert, weshalb die Trauerweide gefällt werden muss. Ich habe die Bahn nochmals gebeten, auch schriftlich zu begründen, warum nun doch die Fällung der Trauerweide im Zusammenhang mit Stuttgart 21- Bauarbeiten notwendig ist. Die Antwort der Bahn wie folgt: „Wie bereits in der Bezirksbeiratssitzung dargelegt, ist das Projekt Haltepunkt Feuerbach hoch komplex und bedarf, auf Grund der technischen Herausforderungen, immer wieder Anpassungen in allen Bereichen. Hinzu kommt der Umstand, dass wir unter laufendem Betrieb arbeiten müssen. Wir haben es trotz aller Anstrengungen nicht geschafft, die Trauerweide zu erhalten. Der Platzbedarf für Kräne, Baustelleneinrichtung etc. ist per se sehr gering. Im Ergebnis der aktuellen Planungen wird der Platz am Standort der Trauerweide zwingend benötigt. Die entsprechenden umwelttechnischen Auflagen werden berücksichtigt und abgehandelt. Im Rahmen der Baumaßnahme werden entsprechende Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt.“
…
Mit freundlichen Grüßen
Alice Kaiser
Bilder aus dem Rosensteinpark, vom Neckar und rund um die Villa Berg.
Die Baustellen des Rosenstein-Straßentunnels und von Stuttgart 21 rücken dem Rosensteinpark immer weiter von allen Seiten auf die Pelle. Bei der Villa Berg steht die Zukunft ebenso in den Sternen, auch wenn ein Teil der Anlagen nun restauriert wird.
bei der 288. Montagsdemo für den Kopfbahnhof auf dem Stuttgarter Schlossplatz am heutigen Montag, 14.9.2015 ab 18 Uhr spricht Staatsanwalt und Vorsitzender Richter a.D. am Landgericht Dieter Reicherter. Sein Thema: „Fünf Jahre Strafvereitelung vom Schwarzen Donnerstag“. Der Demozug im Anschluss an die Montagsdemo zieht vom Stuttgarter Schlossplatz über den Charlotten- und Marktplatz zum Justizministerium am Schillerplatz, dem Amtssitz von Justizminister Stickelberger.
Auszug: „Der Vorwurf der Strafvereitelung hat viel damit zu tun, ob Straftaten von Polizei und Staatsanwaltschaft verfolgt und aufgeklärt werden, und wie lange das überhaupt möglich ist. Und da muss ich Euch kurz ins Strafgesetzbuch entführen. Keine Angst, es dauert nicht lang und tut nicht weh! Nach § 78 des Strafgesetzbuches können „Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren bedroht sind“, nach Ablauf von fünf Jahren nicht mehr verfolgt werden. Das gilt zum Beispiel für Körperverletzung im Amt und Nötigung, also Delikte im Zusammenhang mit dem Schlossgarteneinsatz.
Die Juristen nennen diese Regelung „Verfolgungsverjährung“. Der Gedanke hierbei ist natürlich, dass Polizei und Justiz fünf Jahre lang Zeit, Gelegenheit und Verpflichtung zur Aufklärung von Straftaten hatten. Deshalb sind die Möglichkeiten, nach Ablauf dieser fünf Jahre solche Straftaten noch verfolgen zu können, gering. Diese Möglichkeiten nennt man „Unterbrechung der Verjährung“. Nach § 78 c Strafgesetzbuch kann die Unterbrechung erfolgen durch die erste Vernehmung eines Beschuldigten und sogar schon durch die Bekanntgabe, dass gegen ihn ein Verfahren eingeleitet ist, außerdem durch einen richterlichen Beschlagnahme- oder Durchsuchungsbeschluss.
Stumpf ist weg, Häußler ist weg, Justizminister Stickelberger ist immer noch da. Ob der gegenüber der Staatsanwaltschaft weisungsbefugte Minister sich endlich doch noch bereit findet, für die Einleitung objektiver Ermittlungen vor eingetretener Verjährung zu sorgen, oder froh ist, wenn die Strafvereitelung dauerhaft Erfolg hat, ist die Frage. Antworten und konkrete Schritte wollen wir finden bei unserem zweiten Bürgertribunal nächsten Mittwoch. Macht alle mit, damit wir oben bleiben!“