Archiv der Kategorie: Cams21

181. Montagsdemo und Juchtenkäferthema

Unter der heißen Stuttgarter Sonne trafen sich erneut viele Bürger um gegen den Immobilienbahnsinn zu demonstrieren.

181. Montagsdemo - Panorama
181. Montagsdemo – Panorama

Impressionen der Demo:

Zur Galerie und Fotodokumentation

IMG_6089Neben der Demo wurde, direkt am „Schutz“zaun rund um das „Juchtenkäferschutzgebiet“ am Ferdinand-Leitner-Steg, ein Käfer gefunden bei dem es sich evtl. um einen ausgeflogenen Juchtenkäfer handeln könnte. (Ich bin natürlich kein Käferexperte und daher kann und will ich nur sagen … Es sind keine „Siebenschläferkötel“) Genauer Fundort – Busspur auf der Schillerstraße.

juchtenkaefergebiet_arbeiten220713Gleichzeitig wurden Arbeiten direkt in eben genau diesem Gebiet durchgeführt. Siehe dazu den Stream von cams21. Die derzeitigen Temperaturen und die Jahreszeit passt genau zum Käferleben und Lebenszyklus, daher ist im höchsten Maße unverständlich und unverantwortlich, dass gerade JETZT dort Bauarbeiten durchgeführt werden! Das Verhalten zeigt wie wenig das Wort „SCHUTZ“ bei diesem „Juchtenkäferschutzgebiet“ zählt.

Videos der Demo von Walter Steiger:

Andreas Schwab, Moderation http://youtu.be/37gckPfs_t4
Dipl.-Ing. Hans Heydemann (Ing. 22) http://youtu.be/yo797PaipZM
Andreas Schwab /2 http://youtu.be/Fl3fm41F6xA
Dr. Winfried Wolf http://youtu.be/u2CVPj6i-Y0
Andreas Schwab /3 http://youtu.be/UyR3wUohhQc
Flüchtlingsgruppe http://youtu.be/hFqyAy-RDHc
Andreas Schwab /4 http://youtu.be/WIFlVZ4nuGw
Cappella Rebella (Demozug) http://youtu.be/mCG4CIgRaO0

(Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Transparenzbericht Umkehrbar e.V.

Der Trägerverein „Umkehrbar e.V. – Verein zur Förderung der Zivilgesellschaft“ der Parkschützer, hat seinen ersten Transparenzbericht veröffentlicht.

Dieser nach Jahren erste zaghafte aber wichtige Schritt in die durchaus richtige Richtung macht Mut das manche Entwicklung dann doch evtl. nicht „unumkehrbar“ ist. Zur Vertiefung dieses Themas empfehle ich bei Interesse, einen der seltenen öffentlichen Versuche diese Verknüpfungen zu beleuchten. (Auch wenn man nur Generell wissen will was diese Organisationen sind und wie sie zusammen hängen.) In diesem Fall hat es „Zuckelmann“, aus dem cams21 Team, auf sich genommen diesen Versuch zu starten. Dazu hat er sich mit Lupe und Kopflampe in die Verstrickungen gestürzt.

Ein Auszug:

Zusammenfassend kann man mit einer äußerst verärgerten Aktivistin zugespitzt feststellen: „Unsere erheblichen Spendengelder versickern in zwei Töpfen: Aktionsbündnis bzw. BUND und Aktive Parkschützer bzw. Umkehrbar e.V. Wir wissen nicht, wie viel Geld wir haben und dürfen nicht danach fragen. Wir wissen nicht, wer die Mitglieder der beiden Gremien sind, die über diese Töpfe bestimmen, und wir dürfen nicht nach ihnen fragen. Wir haben weder das eine Gremium gewählt noch das andere. Wir sollen uns abstrampeln, bunt und kreativ sein, vielleicht auch das eine oder andere Bußgeld oder Gerichtsverfahren finanzieren, aber im Übrigen die Klappe halten. Wir kämpfen bis zur Erschöpfung für mehr demokratische Teilhabe und transparente Geldflüsse – und lassen uns das bieten. Uns ist wirklich nicht zu helfen!“

Die beschriebene Machtverteilung rührt natürlich von den Anfängen der Bürgerbewegung her, wo das Motto galt: „Wer macht, hat Macht“. Doch was zu Anfang wichtig und richtig war, um schnell aktiv zu werden und die starke Dynamik der Menschen, die etwas tun wollten, nicht zu gefährden, erweist sich nach Jahren zunehmend als Bremsklotz bzw. als eigentlicher Spaltpilz. Eine so große Bewegung kommt irgendwann nicht mehr darum herum, sich zu demokratisieren und Mitsprachemöglichkeiten zu institutionalisieren.

Die einzige Möglichkeit, wie sich die Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21 demokratisieren kann, besteht in der konsequenten Öffnung des Aktionsbündnisses für alle interessierten Gruppen und gleichzeitig in der Öffnung der „Aktiven Parkschützer“ bzw. des Umkehrbar e.V. für alle interessierten Mitstreiter. Nur dann, wenn Aktivisten eine reale Möglichkeit haben, über die Strategie, die Richtung und auch die Finanzen der Bürgerbewegung mitzubestimmen, werden sie motiviert und aktiv bleiben. Eine Demokratisierung sollte möglichst in den bestehenden, gewachsenen und gewohnten Strukturen geschehen. Die einzige Alternative besteht im Aufbau einer Parallelstruktur zu den bestehenden Machtzentren. Die Schaffung eines „Aktiven Parkschützer-Aktions-Rats“ dürfte – wenn sich Aktionsbündnis und „Aktive Parkschützer“ nicht kooperativ zeigen und nicht bereit sein sollten, Macht abzugeben – sehr schwierig werden, da ein solcher interner Machtkampf die Bürgerbewegung wahrscheinlich überfordern würde.

Der ungläubige Widerstand der Mächtigen gegen eine solche Strukturreform ist menschlich und sehr verständlich – und auch in der großen Politik nur allzu oft gesehen. Gleichwohl, die Mächtigen, also Aktionsbündnis und „Aktive Parkschützer“ haben es selbst in der Hand, die längst überfällige Strukturreform aktiv mitzugestalten und sich zu öffnen und für Transparenz zu sorgen. Wenn sie sich dieser Notwendigkeit verweigern, werden sie höchstwahrscheinlich selbst dafür die Verantwortung tragen müssen, dass sich die Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21 (und damit auch ihr eigener Einfluss darin) weiter dezimiert … Aber wer weiß, vielleicht ist der Gedanke, dass das genau die Berechnung des Aktionsbündnisses und der “Aktiven Parkschützer” oder zumindest von Teilen von ihnen sein könnte, gar nicht so unerhört weit her geholt. Denn beide Gremien führen, wie oben dargestellt, ein intransparentes Doppelleben mit unklarer Agenda. -weiterlesen-

Diskussion verschiedener Parkschützer zum „Transparenzbericht“

cams21 – Transparenz in der Bürgerbewegung?

ein Artikel von cams21 „Unerhörte Forderungen“

Die Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21 beansprucht für sich, eine Bewegung nicht nur gegen einen neuen Bahnhof, sondern weit darüber hinaus eine Bewegung für mehr Demokratie und Transparenz zu sein. Denn gerade bei Stuttgart 21 wird deutlich, wie wenig die betroffene Bevölkerung mitsprechen durfte und wie oft wichtige Entscheidungen entweder auf Basis bewusst falscher Informationen oder aber in Hinterzimmern gefällt wurden. Doch wie glaubwürdig kann eine Bewegung Demokratie und Transparenz fordern, wenn es in ihren eigenen Reihen ebenso massiv an Demokratie und Transparenz mangelt? Und wie lange kann eine Bürgerbewegung einen solchen internen Widerspruch aushalten? – weiterlesen –

Blockupy Frankfurt – mit dem Sonderzug

Bereits früh ging es mit dem Sonderzug der Anstifter auf die Reise von Stuttgart nach Frankfurt. Die Frühe Abfahrtszeit war dem Historischen Zug geschuldet welcher uns in gemütlicher Reisegeschwindigkeit zuverlässig transportierte. Vom Gepäckwagen, über Restauration und Holzklasse, bis hin zum edlen 1. Klassewagen war alles mit dabei. Eine Weile wurde der Zug zwar durch einen Todesfall am Gleis aufgehalten, aber erreichte dann doch noch rechtzeitig die Demo. (Bemerkenswert hier – die Polizei schickte extra zwei Beamte per Hubschrauber weil sie Zitat: „Nicht wussten ob es eskaliert“ auf Rückfrage „Was eskaliert? Wegen uns?“ Antwort „Ja“ … Sie begleiteten dann im Zug bis Frankfurt.) Rechtzeitig deshalb da auch der Demozug massiv aufgehalten wurde – allerdings in dem Fall nicht durch einen Todesfall am Gleis sondern durch massive Polizeiaufgebote.

©2013 - Rechts und Links Polizeiketten - Mitte Demospitze
©2013 – Rechts und Links Polizeiketten – Mitte Demospitze

Die Polizei begründete diesen Eingriff in die Demonstration mit „verbotener Bewaffnung durch Sonnenbrillen etc. und dem Verhalten das keine Wahl lies um die Personalien der Personen feststellen zu lassen“ Die genehmigte Demo wurde damit faktisch verhindert, die angebotene „Lösung“ einer anderen Demoroute war natürlich für die Demonstranten außerhalb der Polizeiketten inakzeptabel. an den direkt angrenzenden Kreuzungen standen mindestens 3 Wasserwerfer bereit. Zum Bankenviertel hin stand eine weitere Polizeikette. Immer wieder wurden Schlagstöcke und Reizgas eingesetzt um Polizeiketten zu verbinden usw.

Als die Demo-Teilnehmer aus Stuttgart zu ihrem Zug abzogen wurden noch schnell Polizeikräfte angefordert welche allerdings zu spät eintrafen und versuchten sich mit ihren Fahrzeugen Rücksichtslos durch die Demo der Stuttgarter zu drücken. Trotzdem wurde der Sonderzug dann ohne weitere Zwischenfälle erreicht. Die fahrt zurück nach Stuttgart führte allerdings zeitweise an weiten Teilen (Nach Bruchsal) überschwemmter Gebiete. Zeitweise mußte befürchtet werden das der Bahndamm unterspült wird. Heute bereits wird aus dem Gebiet „Wetterbedingte Beeinträchtigungen“ von der Bahn gemeldet…

blockupy_lageplan_oJoe Bauer, welcher eine Rede auf der verhinderten Demo halten sollte, konnte diese wohl noch auf einem Wagen der Gewerkschaft halten. Leider konnte ich diese nicht selbst hören aber hier geht es zur Rede.

Zu allen meinen Bildern (link) siehe auch die Videos auf der Sammelseite und Aktivithek von cams21

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Siehe auch folgende Bildergalerien:
Hanno Podosmky
Martin Kliehm
Ireck Litzbarski
srudersdrof
Botanikus
Bahnhof201268
Wolfgang Weichert
Wackerer Schwabe (Videos)
Tuennes12
Volker Teichert
LouisianaJens Volle
Wolfgang Rüter
realfragment und Teil 2

Vorläufige Presseschau – Übersicht

17 Kilometer durch Stuttgart ohne Hinweise

Ein Gastartikel von Jochen Schwarz auf cams21:

affigBei den blauen Rohren, die da kreuz und quer durch Stuttgart verlegt werden, kann man sicher mal die Übersicht verlieren. Das gilt jedoch nicht, wenn es sich um eine Bauaufsicht oder um eine Planfeststellungsbehörde handelt. Ganz kritisch wird es, wenn diese beiden Aufgaben auch noch in einer Behörde gebündelt sind: dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA). Auf die zahlreichen Beschwerden gegen das illegale Verlegen von Rohren und Errichten von Anlagen für das Grundwassermanagement wurden am 26.4. standardisierte Antwortbriefe erstellt und versendet. So kurz, wie frech: wir haben keine Hinweise. Weiterlesen

Siehe auch: Klage gegen Planänderungsbescheide 5, 9, 10, 11 und PFA 1.1

Neue Vernetzungsplattform gegen S21

VernetzungEs gibt jetzt eine neue Gemeinsame Vernetzungsplattform um sich gegen den Immobilienwahnsinn zu vernetzen!

www.alle-gegen-s21.de

Bitte selbst Links dort vorschlagen und auch die Seite an sich weiter verteilen (Email, mündlich, auf Flyer aufnehmen, !!!auf die eigene Homepage aufnehmen!!! Aufkleber drucken lassen, Plakate damit ergänzen usw.) und eine schnelle Flächendeckende Verbreitung und damit Vernetzung zu realisieren!

( Alexander Schäfer auf sww )

Sinnlose Südflügel Räumung jährt sich heute

Ein Jahr ist es nun her. Heute Nacht jährt sich die Räumung am Südflügel. Die Polizei räumte die Demo der Gegner des Immobilienprojektes Stuttgart 21, welche auf den absolut sinnlosen Abriss eines denkwürdigen Gebäudes durch eine friedliche Demonstration hinweisen wollten. Dieser Tage zeigt sich immer deutlicher wie unglaublich Dumm dieser Abriss war. Eine Stuttgarter Polizei der ihre Stadt etwas wert ist hätte sich schützend vor das Gebäude stellen und sich über ihre Verantwortungsvollen Bürger freuen sollen. Das Projekt ist nicht durchführbar und das NICHT „nur“ wegen den Kosten. Die Kosten sind nur das Gipfelkreuz auf der Spitze eines riesigen Eisberges von unglaublichstem Unsinn rund um das Tod geborene Kind S21. Sinnlose Südflügel Räumung jährt sich heute weiterlesen

Thema – Mineralwasser

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller stellte sich in Bad Cannstatt den Expertenfragen zum Mineralwasser. Die Gruppe Bad Cannstatter gegen S21 veranstalteten dazu eine öffentliche Diskussion von der die Freien Medien cams21 ab 20 Uhr berichteten.

Cams21 ist eine Gruppe Menschen die sich Aufgrund der fehlenden kritischen Berichterstattung der althergebrachten Medien zusammen gefunden hat. Neben vielen anderen Menschen, die teilweise in anderen Gruppen und auch auf eigene Faust, versuchen gegen die mangelhafte Medienlandschaft in Stuttgart anzukämpfen, ist auch cams21 dabei ehrenamtlich Tätig.

11.11.2012 um 11:11 auf dem Stuttgart Marktplatz

Im Gegensatz zu den „Öffentlich Rechtlichen“ Medien die von den GEZ Gebühren zb. mehrere LKW an Technik für eine verschwindet kleine und ziemlich unbedeutende Veranstaltung aufwenden können benötigen diese ehrenamtlich aktiven Menschen stetige eigeninitiative Unterstützung durch zb. Spenden.

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