Eine neue Entwicklunglöst erneut die nie verstummten Rufe nach einem richtigen Ermittlungsausschuss aus.
Hier gibt es auch eine neue Anfrage an den Landtag. Auch wenn ich sonst nichts von Petitionen halte, bleiben diese Anfragen in Fällen wie diesem, nachdem schon Ereignisse vorbei sind und nicht mehr verhindert sondern nur noch aufgeklärt werden können und müssen, das letzte was man noch tun kann.
Dies ist die Geschichte von Felipe und seinen Mitschülern, die in einer der letzten besetzten Schulen Widerstand gegen die Privatisierung des chilenischen Bildungssystems leisten. Seit Jahren protestieren Schüler- und Studenten, Zigtausende gehen für das Recht auf kostenlose Bildung auf die Straße. Universitäten und Schulen wurden Monate lang besetzt. Schüler traten in den Hungerstreik, 2012 hat der Protest nachgelassen. Nur noch eine Schule in Santiago wird besetzt. Jederzeit droht die gewaltsame Räumung durch die Polizei. Wer sind diese Schüler und was fordern sie?
Felix Schwarz | D, Chile 2013 | 43 Min. | OmU
Film und Diskussion: Schülerproteste in Chile
mit Felix Schwarz (Regie)
Filmpremiere „ALLENDES ENKEL“, Cine Español, SA.07.12.2013, Beginn:17:00, Kino Atelier, Tübingen – Der Regisseur ist anwesend und stellt sich den kritischen Fragen des Publikums.
Die “Subkultur” in Stuttgart wehrt sich und Demonstriert Bei gefühlten minus 15 Grad fand am Dienstag den 03.12.2013 die Demonstration “Unsere Stadt stirbt! – Demo für den Erhalt kultureller Vielfalt in Stuttgart” am Kronprinzplatz statt (der war mir auch nicht wirklich bekannt, aber so heisst der Teil der Fussgängerzone an der Kronprinzenstr. 18 Ecke Büchsenstr. tatsächlich). Ich habe von dieser Aktion durch, wie passt es besser, natürlich durch die “sozialen Netzwerke” in diesem Fall durch Twitter und Facebook erfahren. Da dieses Thema durchaus Beachtung in Stuttgart findet, war es ziemlich klar, dass ich vor Ort die Veranstaltung miterleben und von dort berichten wollte, besonders bei dem “Line-Up”.
Die Veranstaltung wurde initiert von den “Hasen” richtiger FOLLOW THE WHITE RABBIT e.V. und mit Es ist Liebe, wobei es ausdrücklich betont wurde es geht nicht um die “Hasen” sondern um UNS ALLE, denn das werdet ihr in den Beiträgen deutlich erkennen es ist eine Infoveranstaltung für uns alle, auch die Wochenendpendler aus ganz Baden-Württemberg und Stuttgart und keine Demo gegen etwas (dafür ist es bei dem Kurs in der Stadt Stuttgart wahrscheinlich auch ein bisschen spät). Die Veranstalter … zur ganzen Veranstaltung mit vielen interessanten Reden – bei cams21.de
Anlässlich der Feier eines Lochs im Boden, (Hintergrund siehe Tunneltaufe als Show-Veranstaltung) demonstrierten einige Bürger gegen das Projekt Stuttgart 21. Erst am Montag trafen sich, wie seit über 4 Jahren wöchentlich, tausende Bürger in Stuttgart um gegen die vielen Missstände beim Immobilienprojekt zu demonstrieren.
ARD Bericht Link – In einem Interview (Minute 2:10) spricht Manfred Leger wie selbst verständlich von weiteren immer noch fehlenden Genehmigungen und möglichen Bauverzögerungen incl. Kostensteigerungen.
Was den 250 geladenen Gästen morgen, am 4.12.2013, in Wangen als sogenannte „erste Tunneltaufe von Stuttgart 21“ verkauft werden soll – es geht um den späteren „Beate-Tunnel“, von dem aber noch kein einziger Meter existiert, weil zunächst einmal der Schacht des Zwischenangriffs ausgeschachtet sein muss – ist wieder einmal reine Propaganda und Volksverdummung.
Normalerweise wird ein Tunnelanschlag oder Tunnelanstich zusammen mit den Mineuren gefeiert, wenn diese einen Tunnel schon ein paar Meter weit gegraben haben, was hier aber nicht der Fall ist. Vielmehr feiert man den vor ein paar Tagen begonnenen ersten Erdaushub eines Zwischenangriffs, was sich natürlich nicht so gut und spektakulär anhört. Und was die Gäste dann morgen zu sehen bekommen, dass kann man sich hier schon einmal vorab aus der Vogelperspektive ansehen. Mehr Bilder
200 und kein bisschen müde! Die Demonstration gegen Stuttgart 21 vor dem Kopfbahnhof zeigte einmal mehr wie viel Energie und Power in dieser Bewegung steckt. Tot gesagt und klein geredet wurde sie stets, und doch zeigt sich immer wieder, dass die Füße auf der Straße stets verlässlicher sind als die Worte!
Schaut man sich diese Bewegung an, dann kann man nicht verstehen wieso die Parteien (mittlerweile alle außer die SöS) nur aus Bequemlichkeit, oder weil sie sich nicht anders zu helfen wissen, versuchen die Versammlungsfreiheit einzuschränken. Bereits die erste Demo nach den Äußerungen von Herrn Schairer zeigte, dass diese Versuche eher Motivation als Einschüchterung bringen. Jedenfalls konnte auch beim genauesten Hinsehen nicht erkannt werden, dass diese Menschen die Absicht haben auf Ihr Demonstrationsrecht zu verzichten. Siehe auch mein „Kommentar zur aktuellen Diskussion„
Glaubt man der meist verbreiteten Rechnung dann treffen sich die bewegten Bürger gegen Stuttgart 21 am Montag zum 200.sten mal. Aber selbst bei dieser Frage gibt es unterschiedliche Meinungen! Mancher rechnet dass es die 199. ist, andere rechnen dass es die 201. sein wird. Tatsache ist zwar das seit dem 26.10.2009, der ersten Montagsdemonstration (vor dem Nordflügel des Stuttgarter HBF), 215 Montage vergangen sind, aber auch das bringt in der (eigentlich nicht wirklich wichtigen) Frage nicht weiter. Meinungen sind wichtig! Sich mit den Unterschiedlichen Sichtweisen zu beschäftigen hilft sich selbst ein Bild zu machen. Was sonst bleibt wenn man sich dafür keinen Raum und Zeit lässt, ist einfach Behauptungen zu glauben ohne darüber nachzudenken.
Siehe Ausschnitt Vergrößerung rechts oben das rote Rechteck
Neben den Zahlen war aber auch eine andere Frage immer wieder heiß diskutiert und pünktlich zur 200. Demo taucht sie auch wieder auf – Wo sollte die Montagsdemo stattfinden? Sie wurde und wird immer wieder intensiv in der Bewegung selbst gestellt aber dieses mal stellt sie der Ordnungsbürgermeister Martin Schairer gegenüber der StN. Er behauptet die Belastungen der Bevölkerung wären nicht mehr zumutbar. Dabei glaubt man dann den Behauptungen einer Bank welche ihre angeblich nicht mehr durchführbaren Veranstaltungen evtl. nur aus diesem Grund auf einen Montag Abend gelegt hat. Oder man glaubt der SSB welche als eine der Projektbefürworter wahrscheinlich genug andere Gründe hat, den Verkehr an einem Montagabend nicht besser zu regeln. (Es wurden z.B. schon Demos auf den Anzeigetafeln des SSB Netzes angezeigt – damit Verspätungen „erklärt“ und damit Stimmung gemacht obwohl es gar keine gab!)
Natürlich könnte man auch einfach Studien des Mobil in Deutschland e.V. im ersten und zweiten Quartal 2013 glauben. Dann würde man erkennen dass Stuttgart in der Tat ein großes Problem im Nahverkehr hat, ABER dies hat offensichtlich nichts mit Demonstrationen am Montag zu tun! Die Studie ist ein Armutszeugnis für die Stadtplaner in Stuttgart und auch für den Gemeinderat der die immer größer werdenden Baustellen in der Innenstadt zulässt, denn dort schneidet Stuttgart im Vergleich zu anderen Großstädten am schlechtesten ab:
Quartal 2
„STUTTGART – 30%: Die schlimmsten Stautage und Stauzeiten sind in Stuttgart der Dienstagmorgen und Donnerstagabend. Der Freitagmorgen dagegen ist in Stuttgart vergleichsweise stauarm. Fährt man während der Rush Hour, braucht man für die gleiche Strecke 36 Minuten (39 Min.) länger. Und auf‘s Jahr gerechnet muss ein Berufspendler, der einen 30-minütigen Anfahrtsweg hat, mit insgesamt 86 Stunden (90 Std.) Verzögerung rechnen. Ansonsten gibt es in Stuttgart eine leichte Verbesserung auf einem immer noch sehr schlechten Niveau. NOTE 5″
Lädt man sich den TomTom Bericht für Europa 2013 (PDF) herunter, zeigt sich im Wöchentlichen Stau Model sogar deutlich dasgerade der Montag Abend eine der Stau ärmsten Zeiten ist!
Einfacher das zu glauben was einem gefällt (so man sich z.B. eh gerne wegen den Demonstrationen aufregt, oder selbst ungern vor dem HBF demonstriert usw.) oder eben einfach gedankenlos alles zu glauben was so in den Medien steht. Ob sich dann aber deshalb etwas an dem eigentlichen Problem ändern wird?
Wird sich deshalb wirklich die Verkehrssituation ändern, nur weil eine wöchentliche Demonstration an die sich jeder normale Mensch nach 4 Jahren gewöhnt hat, nicht mehr dort stattfindet? Wird sich an den Argumenten der bewegten Bürger deshalb etwas ändern weil man sie aus den Augen verbannt? Man kann es auch mit einem anderen Vergleich versuchen -> Hat sich denn an den Inhalten und den Fakten die diese Demonstranten bewegt, die sie konsequent weiter transportiert, etwas geändert seit man in einer Volksabstimmung lediglich festgestellt hat wem die Menschen im Land lieber glauben wollen?
Archivbild 131. MontagsdemoSymbolfoto
Interessant wird aber meiner Ansicht nach auch die Frage sein – lassen sich die bewegten Bürger in Stuttgart das wirklich gefallen? Bereits im Jahre 2010 versuchte die Politik die Demonstrationen zu verbannen und zu verstecken bis das Verwaltungsgerichtshof in Mannheim dem Spiel ein Ende setzte. Nun versucht man es erneut und es wird sich zeigen, ob die Bewegung in Stuttgart weiterhin sein Anliegen durchsetzt oder klein beigeben wird.
Dieser Tage kam für einige aus der Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21 mal wieder Post vom Amtsgericht. Alle Betroffenen sollten unbedingt mal diesen Artikel von cams21 dazu lesen! -> „Amtsgericht bietet folgenschweren Deal an“
Bitte leitet den Hinweis auch weiter damit wirklich Alle darauf hingewiesen werden. Beim mehr oder weniger wahllosen Rundumschlag (von dem die Richter ja nun scheinbar zurück rudern) wurden damals alle möglichen Leute in den Fokus der Gerichte gestellt. Möglicherweise auch welche die heute gar nicht mehr aktiv auf den Seiten der Bewegung unterwegs sind und lesen. Daher bitte großzügig weiterleiten, jeder dankbare Empfänger entschädigt evtl. verärgerte Informierte…