Schlagwort-Archiv: baumpaten

Sinnlos gerodet nun „Kunst“ – Platane 101

Platanus x hispanica.

©2010 Alexander Schäfer - Platane 101
©2010 Alexander Schäfer – Platane 101

Bei den Baumpaten bekam er die Nummer 101 (link). Er wuchs bis 2012 direkt am Hauptbahnhof – seit 170 Jahren (ermittelt später am Stamm mit abgezählten Jahresringen). Als die Baumfäller kamen umarmte eine Aktivistin noch einen seiner starken Äste. Sie hatte sich dort festgekettet. Als die großen Bäume um ihn herrum schon fielen wurde der große Ast einfach abgesägt und die Aktivistin abgeführt. Der Baum fiel am 17. Februar 2012.

In Ihm war eine große Mulmhöhle – keiner Interessierte sich dafür das darin viele Juchtenkäferlarven waren. Achtlos wurde sein Stamm mit samt den Larven in den Wald geworfen (link). Erst über 20 Tage später wurden die Larven angeblich geborgen – sagen wir so – sie wurden entfernt. Das Kronenteil bekam „Losnummer 11“.

In diesen Tagen geht sein Leidensweg (link) weiter. Ironischerweise unter den Händen von Thomas Putze. Früher auf der Demobühne – Heute zerlegt gerade er diese Platane. Er (Zitat) „wollte gerne einen der größten Bäume haben“. Er möchte Ihn zu einer Art „dampfbetriebener Lok“ verarbeiten. Anfangs – so erzählt er mir am 09. September 2014 ganz in der Nähe des Bonatzweges an den ettliche Bäume „verpflanzt“ wurden – hatte er geplant den Baum so auszuarbeiten, dass dieser sich am Ende der Ausstellung selbst entzündet und verbrennen sollte. Mittlerweile wäre er aber von diesem Vorhaben abgekommen, da er „eine besondere Energie“ des Stammes spüre… Die Ironie besteht darin, daß gerade er im Jahr 2010 (link) auf der Improvisierten Bühne einer Demo gegen Stuttgart 21 auftrat…

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„Komplizen gesucht“ (link) – schrieben die Baumpaten… scheint diese Suche ist zumindest für diesen Baum beendet.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Gerodet, verrottet und nun öffentlich ausgestellt – Bäume in Stuttgart

IMG_7650Im Februar 2012 wurden sie gerodet – gefallen für ein Sinnloses Infrastrukturprojekt bzw. ein größenwahnsinniges Immobillienprojekt. Die Bäume im Mittleren Schlossgarten wurden einer Baubrache geopfert, welche bis heute noch größtenteil unverändert und ungenutzt ist. Zwei Jahre lang wurden Dreckhaufen hin und her geschoben und ein paar Rohre zum rosten aufgebaut. Die Bäume wurden entgegen aller „Sprüche“ bei der sogenannten „Schlichtung“ , zuerst gerodent dann größtenteils geschreddert oder als Totholz (inklusive geschützter Juchtenkäferlarfen) in den Wald geworfen. Mit einem kleineren Teil davon wurde eine Show vorbereitet mit der nun am Montag (08.09.14) fortgefahren wird. Gerodet, verrottet und nun öffentlich ausgestellt – Bäume in Stuttgart weiterlesen

greenwashing der Schlossgartenbäume

IMG_2881Bereits im November 2011 begann die Stadt mit ihrem greenwashing der Zerstörung des Mittleren Schlossgartens. Damals engagierte man für viel Geld den Schönredner Ortwin Renn dessen Spezialität das vortäuschen von Bürgerbeteiligung zu sein scheint. Doch an den entscheidenden Treffen wurde zwar öffentlich von Beteiligung gesprochen, das „Expertengremium“ war aber nur für Presse zugänglich! Hier wurden dann Entscheidungen beschlossen und  verkündet – von Bürgerbeteiligung war dabei nie praktisch etwas zu sehen. Logisch das an dem Info-Abend im Dezember 2011 – der nur den Schein wahren und die Vorgänge scheinbar transparent legitimieren – sollte fast keine Bürger teil nahmen (link) . greenwashing der Schlossgartenbäume weiterlesen

Unser Park – unsere Geschichte

Anmerkungen zur größten Schande Stuttgarts

Nicht mehr lange wird es dauern, dann bricht die dritte Vegetationsperiode an. Zum dritten Mal müssen die Einwohner Stuttgarts und die Tiere und Pflanzen auf den Lebensraum im Zentrum der Stadt verzichten. Es ist jedoch ein Verlust auf Dauer, ein Verlust ohne Gewöhnung. Ein Schmerz, der die Verantwortlichen noch nicht betrifft. Noch verharren sie in Sturheit, aber es gibt viele Anzeichen, dass sie allmählich Angst bekommen. Angst vor der Zeit, zu der ihnen die angerichtete Schande auf die eigenen Füße fällt. Die Tat des 15.2.2012 ist in unserem Leben nicht mehr auszugleichen. Aber in unserer Erinnerung lebt der Mittlere Schlossgarten weiter, so sehr man sich auch bemüht, die Fläche und das Umfeld zu verwüsten.

© Alexander Schäfer
© Alexander Schäfer

… ganzer Artikel von Jochen Schwarz unter – baumpaten-schlossgarten.de (link)

Sag mir, wo die Bäume sind…

500 Tage ist die Sinnlose Zerstörung wertvoller Bäume mitten in Stuttgart nun her.

Gebaut wurde dort NICHTS.

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Sag mir, wo die Bäume sind.
Stitched PanoramaWo sind sie geblieben? Sag mir, wo die Bäume sind… weiterlesen

Baumpaten schreiben zu den Wegstellbäumen

205_2012Anfang Juni haben wir wieder alle Bäume besucht. Der Frühling begann sehr spät und verlief sehr nass und kühl. Für die, eigentlich kranken, Bäume war diese Witterung günstig. Alle Platanen wurden zwar von Spätfrösten geschädigt. Meistens sind erneut ausgetriebene Blätter zu finden. Nur wenige Bäume weisen einen Zuwachs an Trieben aus. Die Stabilität der diesjährigen Austriebe muss sich erst noch erweisen.

Mit der Rodung des Mittleren Schlossgartens wurden 177 Bäume gefällt, lediglich 60 wurden verpflanzt. Das ist gerade mal ein Viertel. Zieht man das Alter der Bäume in Betracht, dann wurden von 15.300 Jahren lediglich 17% an einen anderen Standort verbracht, und kümmern nun vor sich hin. Für weitere 44 Bäume im geplanten Baubereich, und zwar nochmal mehr als 4.000 Jahre, ist ein Überleben äußerst ungewiss. Denn beim Grundwassermanagement hat die Trockenheit der Baugruben, und damit die Sicherheit, Vorrang vor der Erhaltung der nebenan wachsenden Bäume. Dem Nesenbachdüker und der Verlegung der Stadtbahn stehen weitere wertvolle Bäume im Wege.

Kompletten Artikel weiterlesen auf baumpaten-schlossgarten.de

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )