Alle Beiträge von schaeferweltweit

Baumfällungen beim Königin-Katharina-Stift

Wolfgang Rüter – Szenen eines Baumfäll-Massakers beim Königin-Katharina-Stift

Angriff auf die PappelDer Baumfäll-Feldzug durch Stuttgart geht weiter. Dienstag, den 29.10.2013 waren früh morgens die Firmen Schweizer Baumpflege und Forst aus Filderstadt unter Mithilfe von AWR-Abbruch beim Königin-Katharina-Stift am Werk und die Polizei hielt ihnen vor Protestierenden den Rücken frei. Dass ein Abbruchunternehmen eine Konzession zum Bäume fällen hat ist neu und sicher nur durch eine Ausnahmegenehmigung in Stuttgart möglich. Und dass sich ein Baumfällunternehmen das Wort „Baumpflege“ umhängt ist schon zynisch, ebenso wie der Abtransport der gefällten Bäume in Container-Mulden von „Schrott-Karle“ bzw. Karle Recycling. Und dann wird das Ganze auch noch unter den Deckmantel einer ökologischen Baubegleitung gestellt. Zur Bilddokumentation

Weitere Links
Zwuckelmanns Gedanken dazu

( auf schaeferweltweit.de )

Rosensteinpark – Juwel von Stuttgart

Der Fotograf Herb Allgaier (Gruppe Gegenlicht 21) hat einen Wandkalender mit Motiven vom „Rosenstein Park“ in Stuttgart erstellt. Seine Autorenseite mit einer Vorschau findet sich bei calvendo.de

„Die Schönheit des naturgeschützten Rosenstein-Parks in Stuttgart 2013 vor dem geplanten Eingriff der Deutschen Bahn zum Bau von S21 (Monatskalender, 14 Seiten)“

Ein Teil des Erlöses geht als Spende an die „Parkschützer“

( Nur Werbung unter Fotografen – Rückfragen daher bitte direkt an den Fotografen )

195. Montagsdemo

Impressionen der 195. Montagsdemo gegen Stuttgart 21

Mehr Bilder in meiner Galerie

Videos der Beiträge von Walter Steiger

„Stuttgart Connection“ /1 http://youtu.be/ZTPF8u1_kPo
Sidar Demirdögen, Anmoderation http://youtu.be/W9fFTtMH8u4
„Stuttgart Connection“ /2 http://youtu.be/91G7WyrdQbU
Sidar Demirdögen, Schlußmoderation http://youtu.be/wp_l3DD7ziY

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

ICE 1090 fährt in Stuttgart gegen Prellbock

_DSC384627.10.12 Stuttgart Der heute am späten Nachmittag mit Verspätung aus München kommende und mit ca. 500 Fahrgästen vollbesetzte ICE 1090 (Triebkopf 401 054-2)  ist gegen 17 Uhr auf Regen nassen Gleisen im umgebauten Stuttgarter Hauptbahnhof nicht rechtzeitig zum Stehen gekommen und auf Gleis 10 gegen den Prellbock gefahren. Verletzte gab es zum Glück keine, aber auf dem Bahnsteig herrschte anschließend doch ein ziemliches Chaos, weil viele Reisende mit dem Zug eigentlich weiter fahren wollten. Hinzu kam, dass anscheinend nach dem Aufprall und dem am Prellbock zu stehen gekommenen Zug die Türen erst zeitversetzt geöffnet werden konnten, weil, so hieß es anfangs, die Lokführerin unter Schock gestanden habe, was sich dann aber als nicht richtig herausstellte, als Rettungssanitäter sie untersucht hatten. Vor Ort waren Rettungskräfte von der Feuerwehr und dem Roten Kreuz, ein Notarzt, ein DB-Unfallmanager, Polizei, auch in Montur, und weitere Hilfskräfte. Der Zug konnte später alleine in den Abstellbahnhof fahren.

_DSC3979Ein zufällig auf dem Bahnsteig wartender anderer Lokführer bestätigte die Problematik des längeren Bremsweges bei nassen Schienen, wollte sich aber nicht zu der Problematik der Gleis-Steilheit im geplanten neuen Stuttgarter Tiefbahnhof äußern. Hier wäre zwar nicht mit nassen Gleisen zu rechnen, aber durch das im Eisenbahnverkehr eigentlich unzulässige Gefälle, was im Eisenbahnsprachgebrauch eine Steilstrecke ist, werden die Bremswege ähnlich lang. Stuttgart 21 macht so etwas durch Ausnahmeregelungen möglich.

Zur Bildergalerie ( © Wolfgang Rüter ) 

( Wolfang Rüter auf schaeferweltweit.de )

Fitz-Faller-Brunnen in den Stadtgarten

Liebe Stadt Stuttgart – respektive Herr OB Kuhn,

IMG_1463
Fitz-Faller-Brunnen

statt im Stadtgarten (cams21 Interview) schon wieder das Fällen weiterer Bäume zu planen, sollten Sie sich lieber mal etwas sinnvolles einfallen lassen. Sie könnten zum Beispiel den von den Ba(h)nausen der Deutschen Bahn zerstörten Fitz-Faller-Brunnen in diesem Stadt“garten“ wieder aufbauen, anstatt noch mehr Grün in der Stadt abzuschaffen. Auch wenn selbst bundesweit zur Zeit „Grün selbst abschaffen“ ja ziemlich IN zu sein scheint, man muss ja nicht alles nachmachen. Fitz-Faller-Brunnen in den Stadtgarten weiterlesen

Kahlschlag in der Ehmannstraße

Naechtlicher_Angriff_auf_das_FFH-Landschaftsgebiet_Rosensteinpark_DSC2429Zum Sterben verurteilt: Der FFH-Rosensteinpark

Im Dunkel der Nacht – und wieder einmal von Polizeihundertschaften bewacht – begann das Baumfäll- und Rodungsunternehmen Hager aus Krauchenwies am Dienstagmorgen (22.10.2013) mit Baumfällungen im FFH-Landschaftsschutzgebiet Rosensteinpark. (Der Tag 23.10.13 danach)

( Wolfgang Rüter auf schaeferweltweit.de )

Weitere Bilder
Tuennes12
Baumgeist

Spontandemo nach dem Kahlschlag in der Ehmannstraße

Gegen Abend des 22.10.13 fanden sich zahlreiche Stuttgart21 Gegner am Hauptbahnhof in Stuttgart ein um ihre Empörung über die Rodungen im Rosensteinpark zu demonstrieren. Nachdem die Polizei die Demonstration immer wieder durch Polizeiketten daran hinderte ihre eigenen Wege zu gehen (auf der Heilbronnerstraße wurde das erste mal eine ziemlich leise Ansage gemacht, die in Richtung „verlassen Sie die Straße“ ging), wurde die Demonstration in die Fußgängerzone der Stadt gedrängt. Die Polizeikräfte versuchten sich parallel durch den Feierabendverkehr zu kämpfen um die zahlreichen Kreuzungen zu sperren. Das erwies sich als ziemlich schwer, was sich immer wieder durch zu wenig Einsazkräfte bemerkbar machte. Als die Demonstranten auf der ersten größeren Kreuzung am Schlossplatz wieder ihren eigenen Weg gehen wollten, verursachte diese mangelnde Einsatzplanung eine Panik innerhalb der Polizeikette. Die Folge waren unkontrollierbare Szenen wo Menschen zu Boden gestoßen wurden und unverständliche Anweisungen gegeben wurden.

Da ein Teil der Demo weiter über den Schlossplatz zog, wurden diese Kräfte, die gerade noch unkontrolliert die Menschen durcheinander gestoßen hatten, plötzlich wieder abgezogen und zur nächsten Kreuzung befohlen. Zahlreiche Fahrzeuge der Polizei steckten im Verkehr der Theodor-Heuss-Straße und der Konrad-Adenauer-Straße fest, und spätestens nachdem die Demonstration die Richtung wechselte und wieder Richtung Bahnhof zog, zeigte sich, dass es keine sonderlich gute Idee war die Versammlung in die Fußgängerzone zu verbannen anstatt frei und ungestört ihren Weg gehen zu lassen. Die Einsatzkräfte, welche sich noch Richtung Stadtmitte bewegten, mussten nun wieder zurück. Am Bahnhof angekommen, gab es das erste Mal eine Durchsage, dass die Straße nicht betreten werden dürfe und jeder verhaftet würde. Die Demonstranten wurden dann neben dem Eingang zur Arnulf-Klett-Passage umstellt, mit dem Ziel den einzigen Weg Richtung Königstraße offen zu lassen. Nachdem die Demonstranten sich erneut gesammelt hatten, zogen sie dann auch gezwungener Maßen wieder in diese Richtung und konnten letztlich nicht anders als bis zum Rathaus zu laufen. Eine eigene Wahl des Protestweges wurde verwehrt.

An der Stiftskirche wollte der Demozug erneut den vorgeschriebenen Weg verlassen und wurde dort erneut mehr als chaotisch zurückgedrängt und teilweise gekesselt. Dort erfolgte dann eine schwer verständliche Ansage, bei der es scheinbar darum ging, dass diese Freiheitsberaubung zum Personenfeststellungsverfahren dienen solle, ein solches erfolgte allerdings dann doch nicht. Letztlich wurde nur ein Teil der Demonstranten von der Versammlung getrennt und daran gehindert an ihr weiter Teil zu nehmen. Die verbliebenen Versammlungsteilnehmer zogen dann über den Marktplatz ab zum Charlottenplatz. Außer den drei erwähnten schlecht (und nicht für alle) verständlichen kurzen Ansagen wurde meines Wissens nie mit der Versammlung „kommuniziert“.

Nach einigen Jahren Erfahrung mit Demos in Stuttgart muß ich sagen, schade, dass die Polizei heute nicht wie sonst öfter mal besonnen gearbeitet hat, und den Menschen ihre Spontandemo mit ihrem eigenen Weg gelassen haben. Erfahrungsgemäß wäre das dann wie immer eine ziemlich einfache Sache gewesen, die sich viel gelassener hätte begleiten lassen als, diese ziemlich sinnlose nächtliche Hetzjagd durch die Polizei.


Mehr Bilder im Archiv 

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Alle Videos von cams21.de / Ein überarbeitetes Video zur Aktion wird wohl später folgen
http://bambuser.com/v/4033571
http://bambuser.com/v/4033476
http://bambuser.com/v/4033328
http://bambuser.com/v/4033315
http://bambuser.com/v/4033243
http://bambuser.com/v/4033219

Weitere Berichte
Artikel von „Zwuckelmann“ / Jugendoffensive

Im Gedenken der Kinder

Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit

flyer_imageÜber siebzig Jahre nach dem Beginn systematischer Tötungen von geistig und körperlich behinderten Menschen 1939/40 erinnert die Ausstellung an das dunkle Kapitel der „Kinder-Euthanasie“ während der Zeit des Nationalsozialismus. Auf Grundlage der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden in Deutschland auch an kranken und behinderten Kindern und Jugendlichen medizinische Verbrechen begangen. Über 10.000 von ihnen fielen bis 1945 den verschiedenen Programmen zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ zum Opfer.

Ausstellung 9. bis 29.11.13 im Rathaus Stuttgart (Foyer 2.OG)
Eröffnung und interessante Begleitveranstaltungen siehe Flyer.

Eine Gastausstellung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Historischen Kommission und dem Institut für Geschichte der Medizin der Charité-Universitätsmedizin in Berlin.

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )