Mehr Bilder im Archiv (Link)
( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Natürlich komme ich nicht umhin heute auch vom Schaden am Bonatzbau in Stuttgart zu schreiben. In der Nacht vom 16. August auf den 17 August 2021 brachen Steine aus der Frontfassade der Reste des Stuttgarter Kopfbahnhofes herraus und fielen auf den zum Glück Nachts unbelebten Taxistand davor. Im Lauf des Tages fielen dann noch weitere Steine und das Fenster nach Innen. Der Grund für diesen Schaden ist noch unklar aber zu 100% hat er mit der Stuttgart 21 Baustelle zu tun. In anderen Bereichen des ehemaligen IC-Hotels sind ja bereits nur noch die Grundmauern vorhanden allerdings wurden hier die Fassenadenteile ausreichend mit Trägern gesichert. Genauso sieht es ja nun auch schon im Bereich der ehemaligen Haupthalle aus (siehe Webcam).
Der Schaden bei Tag betrachtet im Detail

Weiteres umfangreiches Bild-Material / Details im Archiv (Link)
(unvollständige!) Linkliste zu Murks rund um die S21 Baustelle
Dachschaden: Dachschaden der DB bleibt Brisant
Unverantwortliches Gedränge: Gedraenge am Bauzaun
Stein trifft Passantin / Werbeschild instabil: Qualität schafft Vertrauen
Gleisvorfeld vermurkst: Alles zur Weiche 227
Siehe auch: Stuttgart 21 – Die Chronologie der Pannen
( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )
Neben weiteren interessanten alternativ Standorten für die sog. „Interimsoper“ welche sich allerdings ausserhalb der Innenstadt befinden, bieten sich selbst im direkten Umfeld der Oper ettliche Flächen an welche Übergangsweise durchaus und meist sogar ziemlich einfach Nutzbar erscheinen. Dazu gehören zb. bereits überbaute Flächen wie der Parkplatz des Landtages und ebenso auch der Innenhof des Neuen Schlosses direkt am Schlossplatz. Genauso bieten sich Freiflächen hinter dem Landtag an welche bisher von der Bevölkerung nicht wirklich genutzt werden und welche ausserhalb des Fokus der öffentlichen Wahrnehmung liegen. Da es sich ja nur um 5 Jahre handelt würden hier auch keine nennenswerten Naturgüter ausser „Rasen“ beeinträchtigt werden.

Hier versuche ich einmal nur ganz Grob die möglichen Flächen mit jenen zu vergleichen welche nun vorerst schon zur Diskussion gekommen sind. Die Beschreibung „Fläche zwischen Schule und Hotel an der Schillerstraße“ ist ziemlich schwammig, es könnte sich auch zusätzlich um große Teile der Liegewiese und noch mehr Bäume handeln. (Sinnloserweise würde DANN aber auch erneut der Schulhof welcher gerade erst „errichtet“ wurde wieder wegfallen) Abgesehen davon ist es ziemlich unlauter dieses Gebiet überhaupt vorzuschlagen da hier Naturschutzrechtliche Gutachten nötig wären welche nicht zuletzt der Deutschen Bahn mächtig Probleme machten. Wohlgemerkt – sie durfte einige der damit illegal gefällten Bäume gar nicht fällen (siehe auch aktuell die Problematik an der Ehmannstraße!) Und die Bahn mußte letztlich viele Bäume gerade an eben dieser Schillerstraße stehen lassen WEIL dort eben ein Juchtenkäferhabitat ist wozu die Bäume im Oberen Schlossgarten sicherlich auch zählen werden. Wo wir gerade so am Vergleichen sind – die Oper bietet bisher übrigens Platz für 1404 Plätze, die Interimsoper soll wenn man nach den Wünschen der SPD geht plötzlich für 2000 Plätze ausgelegt werden…
Übrigens – falls Jemand um das Aussehen des Neuen Schlosses besorgt sein sollte, möchte ich an dieser Stelle an die Renovierung des Brandenburger Tores erinnern. Während der Arbeiten wurde das Baugerüst mit Fotorealistischen Folien verhüllt (Beispiel 1 / 2 ) Wenn man also wollte, würde der Innenhof des Neuen Schlosses durchaus auch ein ehr attraktiver zentraler Ort für das Interim sein bei dem keine Kultur- und Naherholungsflächen Stuttgarts (Zitat SPD 2012 „…Der Obere Schlossgarten ist ein Kulturgut ersten Ranges…“) beeinträchtigt würden. Und wer sagt „Aber das kann man dem Landtag doch nicht zumuten das dort direkt davor oder dahinter gebaut wird.“ … der hat in letzter Zeit nicht mehr dort vorbei geschaut. Abgesehen davon weiß jeder der schon im Landtag war, dass man da drin von „Draussen“ sowieso nicht viel mitbekommt. Ausserdem ist es doch nur für fünf Jahre oder?!
( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )
Nachdem für das Immobilienprojekt Stuttgart 21 bereits eine große breite Brache in den Mittleren Schlossgarten getrieben wurde, soll nach neuesten Planungen nun auch der Obere Schlossgarten dem Umbau der Oper geopfert werden. Glaubt man aktuellen Berichten einer lokalen Zeitung wird für die Sanierung eine „Interimsspielstätte“ während der Bauzeit benötigt. Die beiden bisher genannten Standorte dafür sollen entweder der Eckensee oder aber zwischen dem Königin-Katharina-Stift und dem Hotel am Schlossgarten entlang der Schillerstraße sein.

Da schon im Mittleren Schlossgarten mehrere sehr alte Platanen mit Baumhöhlen und auch nachgewiesenen Juchtenkäferlebensräumen teils sogar gegen direkte Verbote gefällt wurden, mutet es doch seltsam an dass überhaupt auch nur ans Fällen dieser Bäume gedacht wird. Nachdem am Rande der Brache im Mittleren Schlosgarten sog. „Juchtenkäferhabitate“ erhalten wurden, ist an eine Fällung der letzten Lebensräume in Reichweite dieser streng geschützten Tiere sowieso nicht zu denken. Das statt dessen der Parkplatz zwischen Landtag und Oper geschützt werden soll ist blanker Hohn. Die teils über 100 Jahre alten Bäume für ein gerade mal lächerliche fünf Jahre bestehendes Gebäude zu opfern ist an Sinnlosigkeit kaum noch zu überbieten.
( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

In einer kraftvollen Demonstration versammelten sich ca. 2000 Stuttgart 21 Gegner vor dem Kopfbahnhof in Stuttgart und gegen Stuttgart 21. Sie erinnersten gleichzeitig an den morgigen Jahrestag des als „Schwarzer Donnerstag“ bekannt gewordenen Ergenisses im Jahr 2010. Damals wurde unter der Regierung des nie offiziell gewählten Stefan Mappus, Gewaltsam ein Stück Park geräumt. Beim Einsatz der sich recht schnell als Illegal erwies, da vom Eisenbahnbundesamt die Fällung schriftlich untersagt wurde, wurden vor vier Jahren weit über 300 Demonstranten teils sehr Schwer verletzt.
Der Einsatz steht bis heute unter schwerer öffentlicher Kritik. Keiner möchte die Verantwortung für den Einsatz übernehmen und bisher sind keine unabhängigen Ermittlungen dazu abgeschlossen. Immer noch finden sich hingegen Polizisten – gerade heute wieder – die sich nicht zu Billig sind gegenüber Demonstranten mit ihrem Spaß beim Einsatz damals anzugeben.
( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )
Nachdem die Demonstration gegen Stuttgart 21 diesen Montag wieder auf den Menschen leeren Platz vor dem Rathaus ausgewichen war, demonstrierten dort tausende Bürger gegen das Immobilienprojekt Stuttgart 21.

Nach den Reden von Peter Conradi und Winfried Wolf und ohne jegliche kulturellen Beiträge, zog die Demonstration in einem eindrucksvollen großen Zug zum Hauptbahnhof. Bilder der 208. Montagsdemo weiterlesen
Die „Laufdemo“ wie sie von den Veranstaltern schwäbisch genannt wird – besuchte diesmal die Innenstadt Stuttgarts. Anders wie sonst also nicht die Aussenbereiche des Projektes, sondern startete am Pariser Platz (bei der neuen Bibliothek/Bücherknast) und Endete auf dem Marktplatz. Dabei machte sie ihrem Namen als „Laufdemo“ („gehen“) allerdings dann wieder alle Ehre – die Demoroute führte über die großen Straßen des Cityringes. Auch Aufgrund dieser meist eher sportlicheren Demonstrationrouten sind die Teilnehmerzahlen dieser Demos meist erheblich geringer – so auch dieses mal. Die Anliegen (link) der Menschen konnten sie dank Fachkundiger Redner allerdings sehr gut verdeutlichen. Unter anderem ging es diesmal um die Veränderungen im Straßenbahnverkehr die Stuttgart 21 wenn es den gebaut würde mit sich bringen würde. Weiter ging die Demo auf die Gründe des aktuellen täglichen S-Bahn Chaos ein. Samstagsdemo gegen Stuttgart 21 weiterlesen
von André Dietenberger
Gestern und heute konnte man in der Presse “Verlegung der Stuttgart-21-Montagsdemo ist rechtmäßig” lesen. Egal wie man zu dem Thema steht, eines sollte jedem zu denken geben: Was ist unser Grundgesetz heute überhaupt noch wert?!
Obwohl (oder gerade weil) Stuttgart und das Land mittlerweile von den sogenannten GRÜNE geführt wird und auch nach einer längst hinfälligen Volksabstimmung gegen die Finanzierung von Stuttgart 21 ist diesen und anderen Herrschaften der Protest gegen das Milliardengrab ein Dorn im Auge.
Man möchte nun in Ruhe regieren und nicht immer an seine Herkunft und Vergangenheit erinnert werden.
In diesem Sinne machen sich sowohl Kommentar: Stuttgart ist da, wo shopping vor dem Grundgesetz steht weiterlesen