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Kontext-Abend zum Schwarzen Donnerstag

08.12.2014 – Kurz nach dem unerwarteten und überraschenden Abbruch des Prozesses gegen einige wenige verantwortliche Polizeiführer der mittleren Befehlsebene am 30.09.2010 – lud die KONTEXT:Wochenzeitung zur Podiumsdiskussion in den Württembergischen Kunstverein ein. Zur Diskussion unter der Moderation von Willy Reschl stellten sich Dieter Reicherter (Richter a. D.), Jürgen Bartle (Autor), Johanna Henkel-Waidhofer (Autorin) und Frank-Ulrich Mann (Rechtsanwalt). Ironischerweise dient der WKV zur Zeit als Interimsunterbringung des Baden-Württembergischen Landtags. Man könnte also durchaus behaupten, dass die Diskussion zum Abbruch des Prozesses, über den sich Ministerpräsident Kretschmann so sehr gefreut hat, nun also im Landtag weiter thematisiert wurde.
Einige Impressionen vom Abend:

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Die interessante Veranstaltung wurde von Fluegel.tv aufgezeichnet und wird dort im Lauf der Zeit zu sehen sein.

Weitere Infos:
KONTEXT:Wochenzeitung (link)
Projekt: Unerhört. Ungeklärt. Ungesühnt. – Das Buch (link)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

250. Montagsdemo gegen Stuttgart 21

Schon 249 mal stehen sie nun auf der Straße und demonstrieren gegen das Imobillienprojekt Stuttgart 21. Ein Protest der sicherlich Einzigartig ist in seiner Art. Ein Protest welcher durch die letzten Rücktritte von Projektbeteiligten und vieler mittlerweile bestätigter Bedenken und Probleme rund um das Projekt weiter beflügelt wird. Auch wenn der Gegenwind weiter wächst, bewirkt dieser immer noch das sich die Segel der Gegner hinein drehen und weiter gegen den Wind kreuzend voran treibt.

© 2014 Alexander Schäfer - 250. Montagsdemo in Stuttgart
© 2014 Alexander Schäfer – 250. Montagsdemo in Stuttgart

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IMG_8561Die Redner der Demo waren Egon Hopfenzitz, (ehem. Bahnhofsvorsteher des Stuttgarter Hauptbahnhofs),Tiziano Cardosi, (ehem. Bahnhofsvorsteher des Florentiner Hauptbahnhofs) Walter Sittler, (Schauspieler) und Volker Lösch (Theaterregisseur)

Video von cams21.de und speziell „EastEndPeterP

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Fenster in die Vergangenheit

Mit einem kleinen musikalischen Rückblick von der 120. Monatagsdemo möchte ich auf die 250. Montagsdemo am 08.12.14 auf dem Arnulf-Klett-Platz hinweisen. Oben Bleiben!


Eva Graeter, die Gründerin und große Seele des „Parkorchesters Compagnia Sackbahnhof“, singt auf der 120. Montagsdemo gegen Stuttgart 21 ihre sehr berührende Version eines der besten Chansons von Hildegard Knef: „In dieser Stadt“

Mit einem großen Dank an Walter Steiger für dieses Video/Text!

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Erinnerungshilfe…

… für ach so vergessliche Ministerpräsidenten.

Eigentlich ganz einfach:
Das mit den Menschen war der 30.09.2010 (link)

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Das mit den Bäumen war der 12.02.2012 (link)

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WIR vergessen NICHTS. Ehrenwort!
(Ach so „Ehre“ ist hier erklärt Wiki – Ehre und „Wort“ ist das was Politiker im allgemeinen gerne mal brechen)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Drei deutsche Mörder Aufzeichnungen über die Banalität des Bösen (DOKU)

Aus der Serie „Deportationen auf, mit und über deutsche Gleisanlagen“.

Wand der Erinnerung - Opfer der Deportationen mit der Reichbahn. Gedenkstätte am bisher noch erhaltenen Schauplatz in Stuttgart
Wand der Erinnerung – Opfer der Deportationen mit der Reichbahn. Gedenkstätte am bisher noch erhaltenen Schauplatz in Stuttgart

Was es bedeutete Deportiert zu werden, kann man in sehr vielen Zeitzeugenberichten nachvollziehen. Meist findet man da Berichte von Überlebenden, seltener findet man die Schilderungen von Tätern. Hier möchte ich aber nun einmal eine andere Seite zeigen. Ich meine diese Interviews mit Tätern dieser Zeit vermittelt erschreckend und aus einem ganz anderen Blick, was es wirklich hieß in einen dieser Züge steigen zu müssen. Sie starteten unter anderem auch hier aus Stuttgart! Nachdem sich die Zugtür – in der Nähe des Nordbahnhof (heute C1 Baugelände von Stuttgart 21) – hinter den Opfern schloss, erwarteten Sie dann nur noch diese „Menschen“ die hier mit recht ungeschminkten Gedanken zu hören sind…

Die „Deutsche Reichsbahn“ existierte von 1937 bis 1945. In dieser Zeit wuchs Sie vor allem durch Übernahmen anderer Eisenbahnen, Erbeutung von „rollendem Material“ sowie Infrastruktur. Hauptaufgabe war es militärische Güter und Truppen zu bewegen. Einen wichtigen Beitrag leistete die Logistik der „Reichsbahn“ allerdings auch bei der Vernichtung der Juden und anderer als „Gegner“ eingestufter Menschen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die „Reichsbahn“ zuerst unter den Besatzungszonen aufgeteilt, später dann ab 1949 zur „Deutsche Bundesbahn“. Anfang 1994 wurde aus dieser dann die „Aktiengesellschaft Deutsche Bahn AG “ was sie bis heute (Ende 2014) noch ist.

Siehe auch:
www.zug-der-erinnerung.eu
Der Bahn ist ihre Vergangenheit unangenehm
Baustellen haben neben einer Gedenkstätte nichts zu suchen
Deportation von Juden aus Deutschland

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Rund um den Stuttgarter Kopfbahnhof

Ein paar Impressionen vom 23.11.2014 Rund um die traurigen Reste eines einst bemerkenswerten Gebäudes. – Mehr –

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( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Edward Snowden erhält Stuttgarter Friedenspreis

UPDATE Rede transkribiert / transliterated
Edward Snowden’s Speech (link)
Dankesworte von Edward Snowden (link)

IMG_8202Jedes Jahr verleihen „Die Anstifter“ den Stuttgarter Friedenspreis. Vorschläge zu diesem Preis kann jede und jeder einreichen – ob AnStifter oder nicht. Mit ihm werden Menschen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für “Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität” einsetzen. Das sind nicht Hinz und Kunz, aber auch nicht die von der Gesellschaft eh gepamperten Großprojekte, die leichter Hand die Öffentlichkeit erreichen, wie sich gezeigt hat. Bei ihnen haben Außenseiter, die nicht besonders privilegierten Projekte, bisher die besten Chancen gehabt. Edward Snowden erhält Stuttgarter Friedenspreis weiterlesen