Archiv der Kategorie: Stuttgart21

Verletzte zählen nur …

… wenn es Kopfverletzungen sind. Sinngemäß so hört man es aus den Berichten zum ersten Tag des Schauprozesses gegen zwei  Wasserkanonen-Schützen des Schwarzen Donnerstag heraus.

Ich sage dazu lieber nichts – sondern zeige nur dieses eine Video. 

Egal wie dieser komische Prozess ausgehen wird, irgendwann wird die Gerechtigkeit selbst ein ernstes Wort reden. Es ist nur eine Frage der Zeit und eine Frage vor welchem Gericht dieses Wort fallen wird…

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de

Stuttgart 22 – An Visionen mangelt es nicht.

Pünktlich zum Kongress „Stadt der Zukunft – Zukunft der Stadt“ möchte ich auf eines der zahlreichen (zb. auch hier SO21) im Lauf der Jahre vorgestellten Alternativprojekte zum Steinzeitlichen Schienenrückbau- und Imobilienprojekt Stuttgart 21 hinweisen. Siegfried Busch beschreibt es hier auch im Text (link) Wer nicht gerne liest kann sich das aber auch im Video (link) anhören. Professor Tobias Walliser (LAVA – Laboratory for Visionary Architecture) erklärt die Vision einer wirklich Zukunftsfähigen Lösung hier im Jahre 2011 bei einem Vortrag im Stuttgarter Rathaus.vision_stuttgart_22_innen

Tobias Walliser (LAVA) erklärt, warum Stuttgart 21 nicht modern ist. Und auch nicht innovativ. | architekturvideo.de

vision_stuttgart_22_gesamt( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

226. Montagsdemo

226. Montagsdemo in Stuttgart auf dem Marktplatz

Bilder 

Wolfgang Rüter
Felix Keuling

Videos – Walter Steiger

Rede Joe Bauer
Musik Stefan Hiss /1
Musik Stefan Hiss /2
Musik Stefan Hiss /3
Moderation Matthias v. Herrmann, Anmoderation

Moderation Matthias v. Herrmann, Abmoderation

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Mindestens 400 Verletzte am 30.9.2010 – Dunkelziffer weit höher

Presseerklärung vom 23. Juni 2014 – Parkschützer und Demosanitäter

Stuttgart 21 / Auftakt zum Wasserwerfer-Prozess:
Innenminister Gall muss Verletzungen anerkennen!
Mindestens 400 Verletzte am 30.9.2010 – Dunkelziffer weit höher

Die Demosanitäter und die Parkschützer fordern zum Auftakt des S21-Wasserwerfer-Prozesses am 24.6.2014 Innenminister Reinhold Gall (SPD) auf, die Zahl der verletzten Bürger beim Polizeieinsatz am Schwarzen Donnerstag (30.9.2010) zu korrigieren.

Archivbild - 2010 © Alexander Schäfer
Archivbild – 2010 © Alexander Schäfer

„Es ist unerträglich, dass sogar eine grün-rote Landesregierung bis heute die Zahl der Verletzten am Schwarzen Donnerstag so eklatant verharmlost“, sagt Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer. „Jetzt, zu Beginn des Wasserwerfer-Prozesses hat Innenminister Gall die Möglichkeit, diesen Fehler zu korrigieren. Die Zahl von fast 400 nachweislich verletzten Bürgern verdeutlicht die Brutalität, mit der die Polizei auf die Menschen losgegangen ist. Wer den Polizeieinsatz am 30.9. kritisiert hat, darf sich jetzt nicht der Geschichtsklitterung schuldig machen.“

Zur kompletten Pressemitteilung (pdf)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Özcan Yaman erzählt von GEZI

IMG_6376Özcan Yaman arbeitete vor seinem Einsatz rund um die GEZI-Park Proteste als Werbefotograf in der Türkei. In den letzten Jahren arbeitet er für Tageszeitungen und veröffentlicht unter anderem auf redfotograf.com (link) seine Videos und Fotografien. Am 16.06.2014 besuchte er Stuttgart, sprach auf der 225. Montagsdemonstration und stellte seine Arbeit an einem Informationsabend im Forum 3 vor. IMG_6353Je mehr Details er von seinen Erfahrungen und den Hintergründen um die Proteste in der Türkei erzählte, umso mehr Parallelen ergaben sich in den Details der beiden Bewegungen (und auch in den Strategien gegen die Bewegungen). Natürlich kann man einen Landesweiten Protest wie in der Türkei, nicht direkt 1 zu 1 mit einem Protest in einer Stadt wie Stuttgart und gegen ein Bauvorhaben vergleichen, aber durchaus relativiert betrachten. Es war jedenfalls ein interessanter Abend aus dem Hoffentlich ein direkterer Kontakt und Austausch entstehen wird.   

Her Yer Taksim, Her Yer Direniş – Oben Bleiben!

(Übersetzung) Özcan Yaman Gezi-olaylarından önce reklam ve belgesel fotoğrafçılığı yapmış. Son yıllarda çeşitli gazetelerde ve redfotograf.com ’da video ve fotoğrafları yayınlanmış. Almanyan`ın Stuttgart şehrinde 16.06.2014 tarihinde S21-eylemlerinin 225. Pazartesi-Protestosun’a konusmacı olarak katılan Yaman, ardından çalışmalarını Forum3’de tanıttı ve Gezi-eylemleri hakkında bilgilendirdi. Yaman tecrübe ve eylemlerin arka planı hakkında bilgilendirdikce, dinleyiciye iki direnişin arasındaki paralelleri (bu direnişe karşı olan stratejilerde de) sağladı. Elbette bütün Türkiye’yi kapsayan bir eylemle Stuttgart belediyesinin inşaat projesine karşı olan bir eylem birbiriyle kıyaslanamaz – fakat analizi mümkün. Ilginç bir akşamın sonunda ileri yönelik temas ve paylaşımların gerçekleşeceğini temenni ediyoruz.

Überall ist Taxim, Überall ist Widerstand – Yukarıda Kal

Die Bilder im Archiv (link)einige Impressionen hier:
Resimlere buradan ulasabilirsiniz. 

Zu den Bildern im Archiv (link)

Bu yazi almanca’dan tercüme edilmiştir. Doğrudan iletişim ve cevaplandırma sadece ingilizce ( info@schaeferweltweit.de ) mümkün. (Hinweis zur Übersetzung)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

225. Kundgebung gegen Stuttgart 21 mit Spontandemo

Die Kundgebung am 16.06.2014 auf dem Marktplatz in Stuttgart, fand zeitgleich mit dem WM-Spiel der Deutschen Nationalmannschaft statt. Dies zeigte sich nicht nur durch die (verständlicher Weise) wenigen Teilnehmer, sondern auch durch die auf ihren Handys Fern sehenden Beamten. Nach interessanten Reden von Özcan Yaman (link) und Gerd Rathgeb (link) ereignete sich allerdings ein Novum in der Reihe der Demonstrationen gegen Stuttgart 21.

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Moderator Michael Becke leitete ein mit einer sehr eigenwilligen Auslegung des Demoteams über die Sinnhaftigkeit eines Demozuges, welcher angeblich evtl. WM-Public-Viewings auf dem Schlossplatz stören könnte. (Minute 35:45 man hört wie wenig der Moderator seinen eigenen Worten glaubt.) Logisch Nachvollziehbar ist diese Entscheidung nicht und wurde daher auch gar nicht erst mit Argumenten erklärt. Nach aufkommendem Unmut kam es recht schnell zu einer übers Knie gebrochenen „Abstimmung durch Handzeichen“, welche leider wohl nicht zu einem erhofften Ergebnis führte, worauf dann einfach das vorher geplante Vorgehen durchgesetzt wurde. (Unterstellung? Nun einfach ins Video schauen und dem „Moderator“ zuhören und sich selbst ein Bild machen.) – Video/Livestream mit Dank an cams21

Nach der Kapitulation vor der Bevorzugung des Straßenverkehrs gegenüber dem Versammlungsrecht (Arnulf-Klett-Platz / Marktplatz), wird nun also absolut Freiwillig auch noch auf den Demozug verzichtet. Ein sinnvoller Grund ist diesmal noch viel weniger vor geschoben worden. Das Akzeptieren dieser Entscheidung durch ca. die Hälfte der wenigen Demoteilnehmer stellt die endgültige Aufgabe einer in der Stadt sichtbaren Demonstrationsform dar. Die andere Hälfte der Kundgebungsteilnehmer entschloss sich zu einer Spontan-Demonstration auf dem vorgesehenen und auch ohne jegliche Probleme durchführbaren Weg. Die sowieso schon recht kleine Teilnehmermenge wurde also durch die eigenwillige Entscheidung des Demoteams noch kleiner. Der dadurch entstandene Eindruck auf die wirklich sehr vielen Zuschauer während der Demonstration, fällt also allein in die Verantwortung des Demoteams. 

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©2014 Alexander Schäfer – Der Istanbuler Fotograf Özcan Yaman auf der Montagsdemo

Alle Bilder dieser Veranstaltung im Archiv (link),
einige Impressionen hier:

Zu allen Bildern dieser Versammlung (link)

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Blockadegruppe fordert Einstellung der Verfahren

Presseerklärung

Einstellung sämtlicher Verfahren gegen Stuttgart 21 Gegnerinnen und Gegner gefordert!

Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart vom 13.06.2014
fühlen sich die Gegnerinnen und Gegner von Stuttgart 21 bestätigt. Sie hatten während der nun bereits jahrelang stattfindenden gewaltfreien Widerstandsaktionen gegen das unnütze Prestigeobjekt Stuttgart 21 und bei den zahlreichen, fast wöchentlich stattfindenden Verhandlungen gegen Stuttgart 21 – Gegnerinnen und Gegner vor dem Amtsgericht immer wieder deutlich gemacht, dass ihre „Blockade-Aktionen“ im Rahmen des Widerstands gegen S21 von der Polizei falsch bewertet werden.

„Baustellenblockaden“ sind sichtbarer Protest gegen das Milliardenprojekt und dienen dazu, öffentliche Aufmerksamkeit herzustellen, urteilte das Verwaltungsgericht. Somit handelt es sich bei den Aktionen um Versammlungen, die unter die verfassungsrechtlich geschützte Versammlungsfreiheit fallen. Maßnahmen des Polizeirechts sind deshalb erst nach ausdrücklicher Auflösung der Versammlung zulässig. Bisher ignorierte die Polizei in den meisten Fällen das Versammlungsgesetz und die Versammlungsteilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen Platzverweise oder wurden wegen Ordnungswidrigkeiten verurteilt.

Die gewaltfreie Widerstandsbewegung für einen modernisierten Kopfbahnhof fordert deshalb die Einstellung sämtlicher Verfahren gegen diejenigen, die ihren Protest in Form von „Blockaden“ ausgedrückt haben und mit Bußgeldbescheiden, Strafbefehlen, Aufforderungen zu Offenbarungseiden und Androhung von Erzwingungshaft belangt werden. Weiter fordern sie die Übernahme sämtlicher Kosten, die in diesem Zusammenhang für die zu Unrecht angeklagten Demonstrantinnen und Demonstranten entstanden sind, von den politisch Verantwortlichen. Ein unabhängiger Untersuchungsausschuss muss einberufen werden, der offenlegt, warum es, obwohl es sich um legitime und vom Grundgesetz geschützte Protest- und Widerstandsaktionen handelt, immer wieder von der Polizei bestätigte Treffen zwischen dem Amt für öffentliche Ordnung, der Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion gibt, die Strategien entwickeln, um den Widerstand durch Repressalien zu bekämpfen.

Widerstand ist notwendig und legitim, um darauf hinzuweisen, dass Milliarden-Projekte wie Stuttgart 21 gestoppt werden müssen, um falsche Entscheidungen der Politiker zu revidieren.

Stuttgart, den 14.06.2014
Blockadegruppe der Parkschützer

Neue S-Bahn zur „Mittnachtstraße“ / Baulogistik

Die Stuttgarter Stadtteilgruppe „Nordlichter“ informierte an diesem Wochenende über die Baulogistik-Themen rund um den Nordbahnhof und Stuttgart 21. Ein interessanter Bericht incl. einem Video der Erläuterungen vor Ort findet sich bei cams21.de (link) Bilder von Wolfgang Rüter (link)Dr.-Ing. Hans-Jörg Jäkel erläutert sehr gut verständlich die Baulogistik (auf gut deutsch „Dreck wegfahren“ ) in der  geplanten und tatsächlichen Form.

Herr Jäkel geht hier auf ein Detail explizit ein, die Anbindung der geplanten neuen S-Bahn Haltestelle „Mittnachtstraße“. Ich möchte dieses Detail hier noch einmal mit ein paar aktuellen Bildern unterstreichen welche ich diesen Monat erhalten habe. Herr Jäkel erklärt diese komplizierte Kreuzungsstelle zwischen U12, S-Bahn, Baustraße und Wolframstraße im Video an Minute 44:30 und 51:30 und 59:00

Man erkennt hier den Bau des neuen S-Bahntunnels vom HBF zur geplanten Haltestelle „Mittnachtstraße“ und zwar im Bereich zwischen „UFA-Palast“ und Wolframstraße. Wie über genau diesem  Bereich sollte eigentlich die Baustraße und auch die SSB-Linie U12 gebaut werden. Bevor die Sbahn nicht fertig gebaut ist und bevor die Wolframstaße nicht verschwenkt ist kann dies aber gar nicht begonnen werden. Wie man sieht ist bisher noch nichts vom S-Bahn-Tunnel betoniert geschweige den an einen Deckel darüber auch nur zu denken. 

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )