Soweit so Bekannt – Fragt sich was nun kommt nach dieser offensichtlich überraschenden Erkenntnis nach immerhin mehr als 5 Jahren. Man erinnere sich an die zahllosen Ereignisse in all den Jahren, welche alle auf diesen nicht nur aus Gesichtspunkten des Versammlungsrechts rechtwidrigen Einsatz mit über 350 Verletzten aufgebaut haben…
Vergessen wird nur Aufgrund dieser wenig überraschenden Erkenntniss jedenfalls gar nichts! ( link )
In der Bezirksbeiratssitzung in Feuerbach am 17.11.15 stellten unter anderem Kathrin Steimle (Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung) und Herr Dipl.-Ing (FH) Landschaftsarchitekt Jürgen Pfaff (faktorgruen) die Ergebnisse der bisherigen „Freiraumplanung“ im Rahmen einer dreistufigen Bürgerbeteiligung rund um das Quartier am Wiener Platz vor. Herr Pfaff sprach über den bisherigen Vorentwurf und die Einflüsse durch die Bürgerbeteiligung. Während der Vorstellung wies er ausdrücklich auf die wichtige Funktion vom geplanten „Baumdach“ im Rahmen der Neugestaltung des Wiener Platz hin. Allgemein sieht er die vielen geplanten Neupflanzungen als sehr wichtig auch in Hinblick auf das Stadtklima an.
mehr Bilder zum Quartier am Wiener Platz im Archiv (link)
Im Rahmen der Rückfragen zu den Ausführungen stellte Bezirksbeirat Roland Saur unter dem Gesichtspunkt „Bestehendes in Neuplanungen zu Integrieren“ die Frage nach der Trauerweide am Bahnhof als Stadttteilprägenden Baum und Bezugspunkt vieler Feuerbacher. Er wollte wissen konkret wissen ob diese in die Planung zum „Quartier Wiener Platz“ mit einbezogen und damit doch erhalten wird.
Herr Pfaff sagte dazu: „Die Trauerweide ist ein Neues und wichtiges Thema. Es wird sicherlich so sein, dass man keinen Baum ohne Grund fällt. Wichtige Gesichtspunkte sind da ‚Verkehrssicherungspflicht‘ zum einen von der SSB aus gesehen und zum anderen in Bezug auf Fußgänger und Radfahrer allgemein. Insgesamt sind unser Thema die Bäume in der Stadt und wir werden hier athmospärisch wichige Bäume möglichst versuchen zu erhalten […] weil das sind Werte die nicht innerhalb weniger Jahre wieder zu erreichen sind.“
Bezirksvorsteherin Andrea Klöber äusserte sich dazu wie folgt: „Ergänzend zum Thema Trauerweide – das ist ja tatsächlich ein neues Thema seit der letzten Bezirksratsitzung – möchte ich noch ergänzen um sie in Kenntnis zu setzen: Das ist ein großer Baum der rechts vom Bahnhof steht der erhalten werden soll. Das war uns auch zugesagt, aber die Bahn – im Laufe von Bauarbeiten zu Stuttgart 21 – möchte in dem Eck die Baustelleneinrichtung jetzt doch so gestalten, dass sie den Baum doch fällt. Aber wir haben uns alle geschlossen – Städtischer und Interessensgruppen mässig dagegen gestellt. Unterstützt oder vor allem voranmarschiert vom Baubürgermeister der sich da auch sehr eingebracht hat – wird das noch einmal geprüft. Ich hoffe sehr auf einen positiven Ausgang dieses Themas, dass der Baum auch wirklich da stehen bleiben kann. Stadtbild prägend finde ich das doch ein sehr wichtiges Thema in Feuerbach.“
(Anmerkung – Beides Wörtlich zitiert!)
Nun bleibt leider mal wieder nur zu hoffen, dass den Worten auch Taten folgen. Betrachtet man ein paar dieser Pläne etwas genauer, gibt es dort zb. Pläne welche den Erhalt von Bäumen vorsehen – dumm nur das diese heute schon nicht mehr existieren! Betrachtet man den Vorplanungsentwurf, sind dort im aktuellen von der DB schon sehr lange gerodeten Gebiet noch zig Bäume zu sehen welche es jetzt schon nicht mehr gibt! Im Bereich der Baustelleneinrichtung existiert eigentlich so gut wie nichts mehr ausser eben der alten Trauerweide!
Zwar geplant aber alle von mir eingekreisten Bäume gibt es schon heute nicht mehr! (seit immerhin zwei Jahren!)Legende zum Plan sieht die Erhaltung von Bäumen vor…… alle hier eingekreisten „zu erhaltenden Bäume“ gibt es seit 2013 nicht mehr! Pfeil -> Trauerweide
Frau Klöber bitte setzen Sie sich endlich ernsthaft dafür ein um diesen Baum zu erhalten! Sonst wird die Deutsche Bahn wieder einmal Fakten schaffen und dann wird eintreten was Herr Pfaff heute bereits vorraussagte -> es werden wieder einmal „Werte die nicht innerhalb weniger Jahre wieder zu erreichen sind“ vernichtet.
Mit drei kleinen Videos von verschiedenen Standorten und Blickwinkeln möchte ich hier versuchen auch Ortsunkundigen zu zeigen wie die Baueinrichtungsflächen am Bahnhof Feuerbach verteilt sind. Dabei geht es mir vor allem darum zu visualisieren wo die alte Trauerweide steht und wie wenig Platz bzw. Aufwand nötig wäre sie zu erhalten! Dort wird zwar eine Rettungszufahrt geplant aber das würde man ohne weiteres auch neben dem Baum realisieren können. (Siehe auch Erklärung der DB das der Baum nur wegen Baueinrichtungsflächen oder der zu bauenden Rampe weichen müsste) Selbst die Rampe könnte man jederzeit anders gestalten wenn man den wollte. Platz ist wahrlich genug dort.
Direkt Link: https://youtu.be/laTIhGFV_do
Direkt Link: https://youtu.be/l0Umu-Grxbo
Direkt Link: https://youtu.be/t7ZqeTNlsO8
( Ja ich wiederhole mich da öfters – das ist Absicht. Dadurch kann man die Videos auch einzeln verschicken / verwenden. Je nachdem welchen Schwerpunkt ihr vermitteln wollt nutzt ihr ein Video oder eben den Link hierher http://wp.me/p4eXnv-5uV wenn ihr alles zeigen wollt. Danke fürs weiter verbreiten und den Einsatz für den Erhalt der Trauerweide! )
Leider ja keine wirklich neue Erkenntnis: Rund um das Projekt „Stuttgart 21“ darf jede Baufirma machen was sie will. Zur Zeit sieht man dies Eindrücklich im sogenannten „Juchtenkäfer-Schutzgebiet“ des ehemaligen Mittleren Schlossgarten. Hier gelten zum Schutz der Europaweit streng geschützten Tiere und deren Bäume eigentlich die Höchsten Auflagen.
Wie man an den Bildern sehen kann interessiert das die Firma „Hölscher Wasserbau“ allerdings wenig. Auch wenn der LKW scheinbar auf Schutzmatten (zum Schutz der Grasnabe beim kurzzeitigen Befahren) steht ist es ein absolutes NoGo mit derart schweren Maschinen im Wurzelbereich von Bäumen zu fahren. Selbst wenn diese Belastung nur kurz gegeben wäre müsste man hier bei so stark geschützten Bäumen dringend Einschreiten, nun parkt aber dieser schwere LKW sogar über längere Zeit direkt auf dem Wurzelbereich. Ein Skandal welcher nicht zuletzt die Stadt Stuttgart und sämtliche Naturschutzverbände auf den Plan rufen müsste! Aber das hier ist Stuttgart – noch dazu Stuttgart 21 – da geht sowas.
Am 07.12.2015 findet direkt vor dem Stuttgarter Kopfbahnhof die 300. Montagsdemonstration gegen Stuttgart 21 statt. Wer nicht nur um 18 Uhr dort teilnehmen will sondern auch noch etwas Werbung machen möchte, kann dies mit den unten angehängten Flyern in verschiedenen Größen und Formaten machen. Die Flyer sind auch an der Mahnwache an der Schillerstraße erhältlich.
(Siehe auch BAA)
Du warst früher bei den Demos aber heute ist das nichts mehr für dich? Warum? Hat sich irgend etwas seit dem auf Sachlicher Ebene verbessert? Heute gibt es noch genauso viele, wenn nicht sogar noch viel mehr Gründe aufzustehen! „Das bringt doch alles nichts mehr die bauen das doch sowieso“ Woher willst du das wissen wenn du es nicht versuchst? Ist „die bauen das doch sowieso“ ein Grund das du anders über K20, K21 oder S21 denkst? Hast du deine eigene Meinung dazu aufgegeben? Du hast keine Zeit? Nimm dir die Zeit! Wenigstens bei den größeren Demos! Man findet immer Zeit wenn man möchte. Unterstütze bei den größeren Demos die vielen immer noch sehr Aktiven Menschen welche auch jederzeit sagen könnten „ich habe keine Zeit mehr“. Sie sagen es aber nicht sondern bleiben Aktiv. Diese Menschen unterstützt du mit der Teilnahme und der Werbung für diese Demo! Medien funktionieren so – diese Jubiläumsdemos können wenn sie groß bleiben bereits reichen damit Gruppen wie die Ingenieure weiter Gehör finden. Ohne Demos werden sie wie in den Jahren vor den Demos wieder irgnoriert werden. „Ich werde doch eh nur von Parteien dort missbracht die ihre Ziele damit unterstreichen wollen.“ Ja das war oft so und ist leider immer noch so, aber das kannst du doch nur dann beeinflussen wenn du selbst für deine Meinung einstehst nicht wenn du aufgibst! Schreib diese auf ein Plakat – nehme teil – rede mit Presse oder Bürgern darüber warum DU dort bist – gib nicht auf.
Zeig das du noch gegen Stuttgart 21 bist! Geh zur 300. Montagsdemo vor den Stuttgarter Kopfbahnhof!
1867 Tage hat es nun gedauert bis ein Richter wohl einen Funken von Anstand zeigt und offenbar wenigstens das mindeste anerkennt: Die Tatsache das die Versammlung am 30.09.2010 eben als das was es war anerkannt wird – eine Versammlung friedlicher Bürger.
Es scheint ein erster kleiner Schritt zur Wahrheit. Der Weg bleibt lang aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Oben Bleiben und niemals Vergessen was in Stuttgart passierte.
Dear Yoko Ono, we wish to save a cherished old tree (link to pictures) from cutting by making it a Wish Tree. Will you support us by sending us a few words of encouragement?
Here is some background information:
The „old friend“, the weeping willow in Feuerbach
In Stuttgart-Feuerbach, at the railroad station, there is a 70 year old large weeping willow tree, with a trunk circumference of 270 cm. More than 3 generations have come to know and love the tree, it has provided shade, repose and rest in summer, it has greeted the people in the morning when they went to work, and in the evening when they returned home.
In 2013, the German rail company, which is undertaking a large railway & urban development project in Stuttgart (Stuttgart 21), cut down a large number of trees around the station in order to clear the construction site. But they promised to save the large willow tree which forms a historic landmark of Feuerbach. Now, 2 years later, they withdrew their promise and announced they want to cut down the tree, which happens to grow on municipal ground, at the edge of a temporary construction area which is needed for setting up cranes, they say.
We are sure it must be possible to plan the construction site in such a way that the willow can be preserved, even if it needs some detour and is somewhat costlier.
2010 People fighting for trees in Stuttgart. In this case they lost this (and many other) tree but the people still fighting for others.
We have the support of our borough mayor, but there are no legal possibilities to stop the rail company from cutting the tree, because the plans have been approved previously. We know that many citizens of Feuerbach would deeply regret losing their „old friend“, the weeping willow, as many have asked in writing to the city council and the rail company to save the tree. Many people feel deeply disappointed because their dedication to stop a mega-project which they see as damaging to the city and the people has been ignored and led nowhere, many have resigned, others are angry. Even people who are in favour of the project, find it fatal that promises are not kept and that the project is pulled through without respect for the grown environment.
Our citizens initiative has already two times invited the people of Feuerbach to a public breakfast under the weeping willow tree in order to gather support and save the tree from cutting; media has reported, too. We continue to appellate at the city council and the rail company: Abide by your promise, which has been given in writing, the tree has to stay!
For us, the willow is a symbol for our „right to the city“: Pope Francis, in his recent Encyclica ‚Laudato si‘, has rightly deplored the decline of the quality of humen life in our cities: „Neighbourhoods, even those recently built, are congested, chaotic and lacking in sufficient green space. We were not meant to be inundated by cement, asphalt, glass and metal, and deprived of physical contact with nature.“ … „There is also a need to protect those common areas, visual landmarks and urban landscapes which increase our sense of belonging, of rootedness, of “feeling at home” within a city which includes us and brings us together.“
2010 – A tree the people saddly lost in 2012 after a long fight against the senseless killing of such „old friends“2013 – this little Tree was saved. They removed it from building site to an other place and some „treeparents“ (from godparents) placed there good wishes in the following years
In these days no decision has yet been made over life or death for the weeping willow. We feel that the time has come to light a beacon of hope and love and go a step further to preserve the tree and the peace in this city. We want to make it visible to all that the local people cling to their cherished willow tree. So we had the idea to follow your steps and make it a wish tree! A Wish Tree for Feuerbach! We imagine that it would change people’s hearts, even among those who just want to pull through the construction project as quickly as possible.
If you like the idea and want to support us, please feel free to send us a few words of encouragement. It would mean a lot to us!
Kind regards, Bernd-Christoph Kaemper, for the Feuerbach Citizens‘ Initiative
Die „Wish Tree“ Kunstinstallation von Yoko Ono (link) begann in den Jahren nach 1981. Im Rahmen der Aktion werden Besucher eingeladen an diese Bäume Wünsche zu hängen. Mittlerweile stehen ihre Wunschbäume schon in New York City, St. Louis, Washington, DC, San Francisco, Pasadena, Palo Alto, California, Tokyo, Venedig, Dublin, London, Exeter, England, und Finnland.
Einer ihrer Wünsche (von 1996) zur Aktion lautet: „Bitte Wünschen Sie sich etwas. Schreiben Sie den Wunsch auf ein Stück Papier. Falten Sie es und binden Sie es um einen Ast des Wunsch-Baumes. Bitten Sie Ihre Freunde, das gleiche zu tun. Wünschen Sie solange bis die Zweige mit den Wünschen bedeckt sind.“
More Pictures from „the old friend“ (link) Impressions from the trees they fought for, most sadly lost since then. (link) Pictures from a day in 2010 from Stuttgart – The government fought with armed and armored troups against the people. Later after a very long and sad day, the people lost some really old trees against their police troups (link)