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Rede von Dieter Reicherter, auf der 169. Montagsdemonstration am 22.4.2013 in Stuttgart
Liebe Freundinnen und Freunde des Kopfbahnhofs,

Alles wird gut! Vielleicht habt Ihr schon mitbekommen, dass Peter Ramsauer ein Handbuch für Großprojekte herausbringen wird. Mir ist es gelungen, schon Einblick in den Entwurf zu erhalten. Folgende Regelungen sind für uns wichtig:
Mit einem Großprojekt darf erst begonnen werden, wenn alle Genehmigungen rechtskräftig vorliegen und die Finanzierung gesichert ist. Zusätzlich muss feststehen, dass das Großprojekt nicht den Gewinninteressen Einzelner dient, sondern einen volkswirtschaftlichen Sinn für alle macht. Solange diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, darf die öffentliche Hand keine Zahlungen leisten. Begonnene Arbeiten sind sofort einzustellen.
So, das war natürlich ein verspäteter Aprilscherz. Aber eigentlich wäre eine Rede von Dieter Reicherter weiterlesen
Der aktuelle Tunnelblick formuliert eine urschwäbische Aussage in verständlichem deutsch „Geschenkt wäre noch zu teuer“ und damit haben die Esslinger Tunnelblick-Redakteure vollkommen Recht! Bei dem Mist den uns die DB seit Jahren aufdrängt müsste sich jeder Schwabe im Grab rum drehen! (Frei Zitiert – R.Grube 2013 „mit dem aktuellen Wissen würden wir S21 nicht bauen“ Zitatende – Hallllloooo? Jemand Zuhause? Aufwachen!) Jede andere Stadt hat die „21er-Projekte“ abgebogen nur wir Schwaben sind so blöd den Scheiß nicht abzulehnen! Es rächt sich wirklich, dass der Schwabe im allgemeinen und der Stuttgarter im besonderen sich so lange von der CDU auf der Nase herum tanzen ließ. „Ha no dui wered des scho Reacht macha“ klingt es mir noch von meinem Großvater im Ohr. Er war Zeit seines Lebens typischer Schwabe. Schaffe, schaffe Häusle baue – Anfangs Schmied bei der Reichsbahn, bis er durch einen Arbeitsunfall ein Auge verlor – danach bis ins hohe Alter Winzer mit eigenem Weinberg. Er war zufrieden wenn man ihm seine Ruhe ließ – Politik war dann gut wenn sie ihn nicht behelligte. Nun unter anderem das ist sicher einer der wesentlichsten Gründe wieso es so unglaublich viele Jahre gut ging und sich hier die Amtsstuben verfilzten bis man jetzt nur noch mit der Machete durchkommen könnte! Selbst die sogenannten „Grünen“ scheinen mittlerweile von schwarzem Filz gerade zu überzogen zu sein. War es wirklich schon zu spät für den Wechsel? Wechsel zu was? Wechsel? …
Die Zukunft wird es zeigen – Oben Bleiben und „Behaltet euren Scheiß21!
Wir wollen es nicht mal geschenkt!“ (zum TB33 – Download)
( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )
Termininformation
Am Samstag, den 11. Mai 2013 findet ab 14:30 Uhr die „4. Laufdemo gegen Stuttgart 21“ in Untertürkheim statt.
Startpunkt ist am Bahnhof in Untertürkheim (auf der U-Bahnseite) dort spricht Egon Hopfenzitz Bahnhofsvorsteher und 14 Jahre Leiter des Stuttgarter Hauptbahnhofs (1981-94). Von dort aus werden 3 Zwischenkundgebungen angesteuert.
1. Zwischenkundgebung:
zum Thema Neckarunterquerung
2. Zwischenkundgebung:
zum Thema Untertunnelung Lindenschulviertel
3. Zwischenkundgebung:
zum Thema Lärmbelästigung + PFA
Abschlusskundgebung am Bhf. Untertürkheim
Die Demo-Route und die Stationen der Zwischenkundgebungen
Das „Infobündnis Zukunft Schiene – Obere Neckarvororte“ unterstützt diese Veranstaltung tatkräftig!

Über 10.000 EinwenderInnen haben sich im Oktober gegen die Absicht der Bahn gewandt, die Pumpmengen des Grundwassers zu verdoppeln. Diese Planänderungen sind noch nicht genehmigt. Trotzdem wurde bereits in Teilen das System installiert, gegen das so viele Menschen Einspruch erhoben haben. Es werden also ganz eindeutig Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit missachtet.
So, wie wir uns beim Planänderungsverfahren nicht nur auf ein oder zwei Einsprüche verlassen haben, so scheint es auch nun wichtig zu sein, den Aufsichts- und Genehmigungsbehörden in großer Anzahl mitzuteilen, was wir von dem Verstoß gegen unser Beteiligungsrecht halten.
Wir müssen davon ausgehen, dass die Bahn schon bald mit der Pumperei beginnen will. Doch wer sein Haus um einen Anbau erweitern möchte, darf schließlich auch nicht ohne Genehmigung das Bauwerk erstellen – und dann versichern, erstmal nicht drin wohnen zu wollen … oder vielleicht nur ein bisschen.
Die ersten Beschwerden, inklusive umfangreicher Dokumentationen, wurden ans Regierungspräsidium und ans EBA verschickt. Dabei darf es nicht bleiben. Wir dürfen der Bahn die Missachtung unserer Rechte nicht durchgehen lassen – und die Genehmigungen für das GWM sind zentral bedeutend für alle anstehenden Baumaßnahmen.
Wie schon bei den Einsprüchen zu den Planänderungen, gibt es wieder ein Abrufverfahren. Man erhält Zugriff auf Hinweise und einen Musterentwurf für eine entsprechende Beschwerde. Und natürlich ist es nicht verboten, diese mit eigenen Worten der Empörung auszuschmücken …
Unter diesem Link erhält man automatisch eine Mail mit Zugriff auf den Musterentwurf.
Sollte der Link nicht funktionieren, setzt man selbst in die Betreffzeile das Wort:
BeschwerdeGWM
und schickt die erzeugte Mail an s21.beerdigen@web.de – denn nur dann funktioniert dieser „Service“.
Oben Bleiben !!!
( Gastartikel von Jochen Schwarz auf schaeferweltweit.de )