Am 16.04.2018 stellte nicht nur der Verkehrswissenschaftler Karlheinz Rößler im Stuttgarter Kopfbahnhof seine Studie zur Luftbelastung mit Stickoxid in den kommenden dreißig Jahren im Falle eines Weiterbaus von Stuttgart 21 vor, sondern es fand auch die erste Versammlung gegen Stuttgart 21 in der kleinen Schalterhalle des Stuttgarter Haupfbahnhof statt. Sieben Jahre nach dem Fraport-Urteil von 2011, erteilte das Amt für öffentliche Ordnung einen entsprechenden Versammlungsbescheid. Mehr noch stellte sogar die Deutsche Bahn selbst die Stromversorgung für die technischen Anlagen der S21 Gegner.
Was die Stadt Stuttgart am Pragsattel angerichtet hat, bewegt viele Menschen auch über die Grenzen Stuttgarts hinweg. Das Sancutarium von herman de vries wurde sang- und klanglos nach nur 25 Jahren platt gemacht (mehr auf SWW).
Diesem Fakt setzte am 08.04.2018 eine Künstlergruppe rund um Justyna Koeke, Anna Ohno, Martin Zentner und weiteren, eine Trauerfeier mit diversen Klängen entgegen. Ebenso trafen sich am Ostermontag eine Gruppe von Kunstinteressierten rund um die Kunsthistorikerin und Literaturwissenschaftlerin Andrea Welz, woraus sich dann ein kompletter Rundgang zu diversen Stationen der Internationalen Gartenbauausstellung 1993 entwickelte.
Ostermontag
Beim Rundgang zeigte sich der Zustand, der oftmals dem Zerfall preisgegeben Kunstwerke der IGA1993. Die Stadt Stuttgart scheint sich dabei, anders als jetzt beim Heiligtum von herman de vries, ansonsten eher dem passiven Mittel des „Nichtstuns“ zu bedienen. Besonders beim Kunstwerk „Leibfriedscher Garten“ schafft sie es auch eindrucksvoll alles komplett verkommen zu lassen. Was die Stadt beim Sanctuarium grob falsch gemacht hat, hätte sie sich hingegen bei den anderen Kunstwerken zu Herzen nehmen sollen. Gratulation an die Stadt Stuttgart – die Geringschätzung der Kunst im Allgemeinen kann nicht größer sein, wenn zum einen 25 Jahre einzigartiges Pflanzenwachstum und das Vergehen von Zeit zerstört, und zum anderen die Kunst nicht geschätzt, sondern dem Verfall preisgegeben wird.
Zur Tauerfeier trafen sich viele Künstler und Interessierte um ihrem Entsetzen über den Vandalismus der Stadt Ausdruck zu verleihen. Diese Empörung zeigt sich seitdem permanent und durchgehend durch schwarze Bänder am Sanctuarium. Diese sollen so lange auf die Schändung hinweisen, bis die Stadt Stuttgart sich in angemessener Weise nicht nur beim betroffenen Künstler , der sein Konzept als zerstört sieht, sondern auch bei den Bürgern, welchen eines ihrer liebgewonnen Kunstwerke geraubt wurde, entschuldigt hat. Um dieser Aussage einen bürgerlichen Nachdruck zu verleihen, wurde gleichzeitig Anzeige wegen Sachbeschädigung von öffentlichem Eigentum und Zerstörung eines Kunstwerkes erstattet.
Wer gab den Auftrag?
Wer trägt die Verantwortung?
Die Folgen tragen wir alle.
Ein paar Impressionen und ein Video der CRITICAL MASS vom 03.11.2017 in Stuttgart ( Infos / Warum )
Die 723 Teilnehmer starteten ihre gemeinsame Fahrt in der Stuttgarter Innenstadt am Feuersee fuhren dann über Bad Cannstatt / Münster / Rot / Zuffenhausen nach Feuerbach.Impressionen der CRITICAL MASS weiterlesen →
Anfang des Jahres wurde sie groß durch die Presse gejagt – die Wunderwaffe der Stuttgarter: Eine Mooswand an einer der „Stadtautobahnen“. Schon in den ersten Tagen konnte man nur mit dem Kopfschütteln ob des Standortes in der prallen Sonne. Schon der Gang durch den eigenen Garten genügt, um zu sehen wo Moos normalerweise wächst … überall nur NICHT in der prallen Sonne. Nun ja aber selbst wenn die „Experten“ noch so oft behaupten „Das Wundermoos ruht doch nur und wird sich schon bald zu ‚blühenden Landschaften‘ wandeln“ so genügt ein Besuch dort und ein klein bisschen gesunder Menschenverstand (nun regnet es schon gut einen Monat lang relativ regelmäßig) um sich selbst dazu seine Gedanken zu machen. Ohne Moos nix los – Das Ende einer Theorie weiterlesen →
Heute war ganz sicher nicht der beste Tag für die Stuttgarter Straßenbahn. Schon Morgens stauten sich die Bahnen der Linen U7 und U15 in Zuffenhausen. Bis zum Abend versuchten Arbeiter der SSB das Problem zu lösen. Dann entgleiste auch noch eine Bahn an der Weiche zwischen Türlenstraße / Eckartshaldenweg und Pragfriedhof. Bis mindestens 20 Uhr wird bei der VVS noch mit Störungen im Verkehrsnetz gerechnet. Da war nicht nur für die Fahrgäste laufen angesagt sondern auch die Haupttrasse der Blechlawine nachhaltig verstopft.
Arbeiter der SSB versuchen ein Problem in Zuffenhausen zu lösen
Arbeiter der SSB versuchen ein Problem in Zuffenhausen zu lösen