Geschichtsträchtige Doku aus Anfangszeiten – man findet erstaunlich viele Worthülsen aus den heutigen Tagen wieder! Selbst die 1.1 Milliarden der Bahn tauchen erstaunlicherweise schon im Bericht des Bundesrechnungshofes aus 2008 auf!
Ein einfaches Prinzip wie man umgestreift von Sorgen durchs Leben kommt: „Augen zu und durch“ oder „Wenn kümmern Details – Nachdenken ist zu Anstrengend“ schöne Beispiele sieht man hier:
Abgesehen von der Tatsache das da so mancher nicht mal im Ansatz verstanden hat was der unverschämt grinsende Technikvorstand beim herunterlassen seiner Kostenhosen gesagt hat, zeigt sich die Naivität die bei Geldsummen einer gewissen Größenordnung zu bemerken ist. „Bauen – egal wie viel es noch kosten wird“ und „Die haben das schon“ tja WER sind den „die“ … oh je armes Stuttgart deine Gelbschaufler … dabei scheint der gute Herr ja durchaus einer der Steuerzahlenden Menschen zu sein! Wohl dem Politiker der solche Bürger hat. Übrigens zum erwähnten Keferbefall im Bahntower. Man stelle sich mal vor, dass man im jeweiligen Job den man hat, die Unfähigkeit der eigenen Arbeit zugeben muß und statt sich für MILLIARDEN sinnlos verbrannter Euros zu entschuldigen grinst man während dem Vortrag … Wen wundert es bei einem Konzern der seinen Vorständen das erlaubt, dass jegliche Vernunft dem puren unverholenen Größenwahn 21 weicht? Entlarvend auch das kein einziger der geschätzten Proler auch nur den Hauch eines Sinnvollen Argumentes hat – nur noch das Motto „Bau doch wasde wilsch aber las mr mei Ruh“ ist übrig vom „tollen Projekt“ -> Da fällt einem nur noch ein klares, emotionsloses, trockenes „Ausstieg, mit einem letzten Hauch von Würde, ist alternativlos!“ ein.
LoB, Parkschützer im Herzen – der Rest wurde Ramsaue.
Die einen empören sich über die gestern bekannt gegebenen Kostensteigerungen bei Stuttgart21 von gut einem Drittel des bisherigen Preises, die anderen zucken gleichgültig mit den Schultern und sagen, das sei doch normal bei solchen Großprojekten.
Es gibt aber noch die dritte Gruppe, die Gegner des Projekts. Diese könnten sich freuen und sagen, sie hätten es ja schon immer gesagt, dass die Finanzierung nicht standhalte. Doch zielführend ist diese Haltung nicht und hilft niemandem. Vielmehr liegt es nun erneut an uns, eine klare Konsequenz aus dieser Entwicklung zu fordern, und die kann nur wieder lauten: Ja zum Ausstieg!Ja zum Ausstieg – Zwuckelmann weiterlesen →
Gute Zusammenfassung der letzten Ereignisse. Was mir allerdings Schleierhaft erscheint, ist die Kritik von Herr Geissler am Brandschutz, wenn er gleichzeitig wirklich denkt das sein „Kombibahnhof“ eine gute Lösung wäre. Er führt dabei zwar im direkten Zusammenhang nur die angebliche Kostenersparnis an, vergisst dabei aber das dies nichts an den massiven Problemen (eben zb. Brandschutz aber auch Geologie und Hydrologische Probleme uvm.) verändert. Daher stellt seine Meinung zum Kombibahnhof wohl nichts weiter als eine weitere schlechte Alternative zur unausweichlich sinnvollsten Restauration und Pflege von K20 dar.
An dieser Stelle zitiere ich einen der geschätzten Unbeugsamen gegen den Bahnsinn
„zapf“ 11.12.2012 22:28
Bund: Mir gäbet nix. Land: Mir gäbet nix. Stadt Stuttgart: Mir gäbet nix. Flughafen Stuttgart: Mir gäbet nix. Damit ist die Sprechklausel zu 100% erfüllt.
Und ich ergänze: Stuttgart 21 ist erledigt: Setzen Sechs! Deutsche Bahn.
Wie lange soll dieser Unsinn den noch weiter getrieben werden? Nicht einmal die Deutsche Bahn begründet mittlerweile mehr den Bau des Immobilienprojektes mit Sachargumenten. Alles was da noch kommt ist entweder die schwammige unbewiesene Behauptung „Die Verträge zwingen uns dazu!“ (welch ein Armutszeugnis wenn DAS ein Argument sein soll!) oder wenn es mal (zugegeben selten) ehrlicher zugeht „Wie würden wir den da stehen, wenn so ein großes Projekt nicht gebaut würde?“ (Ein Gesicht gezeichnet von Sommerhitze, Winterchaos, Dachschaden und Dilettanten Weiche soll also gewahrt werden?) „Breaking News“ – Kosten von Stuttgart 21 weiterlesen →
Moderation: Matthias Heger
Arno Luik, Journalist beim „Stern“, Hamburg
Jürgen Waibel, SWR-Redaktion „Radio Stuttgart“
Prof. Dr. Hans-Georg Wehling, Politologe, Universität Tübingen