Montagsdemo

(Archivbilder der 131. Montagsdemo)

Eine Woche lang fragte ich nach der Meinung zum Ort der Montagsdemonstrationen.

Aus so mancher Antwort und Email erkannte ich, das mancher nicht so ganz versteht worum es mir dabei geht. Es geht mir nicht um den Ort an sich. Klar habe ich persönlich auch eine Meinung zum Ort, die meisten haben eine Meinung und sei es auch die das es ihnen egal ist an welchem Ort. Genau genommen ist es auch egal (oder sagen wir mal so sollte es sein). Es geht um den Umgang mit Meinungen. Ich erläutere das am besten an den Zahlen die so mancher gerne als „Och hör doch endlich damit auf ich kanns nicht mehr hören“ herunter spielen will! (ein Grund warum sich nur 332 Personen beteiligt haben)

Seit dem sogenannten „2. Großen Ratschlag“ (folgend GR2 genannt), zeigt sich meiner Ansicht nach ein großes Glaubwürdigkeitsproblem in der Bewegung. Den damals entschied die Demo-Orga „Wenn es niemand sonst macht, wird es gemacht wie wir es für Sinnvoll halten.“ (Basta!?) Obwohl zwei Umfragen klare Ergebnisse brachten:

Die erste Umfrage erfolgte vor dem GR2 per Email – Daraus ergab sich:
241 HBF87 Marktplatz – 93 abwechselnde Orte – 37 andere Orte – 53 keine Angabe (anscheinend mit Mehrfachnennungen)

Am GR2 selbst gab es am Ende des GR2 eine Umfrage mit folgendem Ergebnis:
98 HBF – 37 HBF ohne Verkehrsbehinderung – 8 HBF mit Verkehrbehinderung88 Marktplatz – 37 abwechselnde Orte

Wie passt das nun zusammen? (siehe auch die aktuelle Umfrageergebnisse die natürlich auch nicht Repräsentativität sein können, da sie sich nur an eine sehr begrenzte Onlinezielgruppe gerichtet haben)

Was ich einfach nicht verstehe:
Eine Bewegung die von Regierung/DB Achtung, Wertschätzung und Einbeziehung des Bürger zu recht fordert.
Die Berechtigt fordert früh beteiligt zu werden an Entscheidungen.
Die gefragt werden will und letztlich logischerweise auch berechtigt dann möchte als das die Regierung/DB sich dann nach der Meinung der Menschen richtet!
Nun da sich der Fall genau gleich darstellt, nun nicht so verhält wie sie es von anderen erwartet!
Es wäre doch nur Konsequent die Entscheidungen/Meinungen zu akzeptieren und im Sinne der Menschen umzusetzen, anstatt sich selbst über die Leute zu stellen und einfach zu tun was man für richtig hält!

Ist da nicht ein generelles Problem entstanden, das dringend gelöst werden muß?
Wäre es hier nicht längst an der Zeit selbst umzudenken?
Hat sich die Bewegung da nicht etwa Verrannt, in Systeme die sie selbst nicht gut findet?

PS Wer nun mit dem Argument spielt zu sagen „Diese Umfrage sagt gar nichts weil…“ versucht nur das Problem nicht zu sehen! Warum gibt es den nach vielen Jahren der Bürgerbewegung keine repräsentativen Umfragesysteme mit denen der Wille der Menschen abgefragt wird? -> Es geht mir nicht um den Ort, aber es ist ein ziemlich klares Beispiel an dem das Problem meiner Ansicht nach erkennbar ist!

Zu Kompliziert Meinungen abzufragen?
Ist DAS dann die Antwort auf „Bürgerbeteiligung“?

Gar nicht möglich Meinungen abzufragen?
Ist DAS dann die Antwort auf „Meinungen respektieren“?

Gar nicht möglich den Willen der Menschen umzusetzen?
Ist DAS dann die Antwort auf „gehört werden“?

ES GEHT MIR NICHT UM DEN ORT,
sondern das Problem an sich!

(Übrigens damit ist für mich persönlich das Beispiel „Demoort“ erledigt, es ist nur ein Beispiel für ein Problem. Erkennt doch bitte das eigentliche Problem und ignoriert es nicht weiter!)