Schlagwort-Archive: Entgleisung

Entgleisung an Weiche 227 – Wurden Beweismittel vernichtet?

Bei den Zugunfällen am Stuttgarter Hauptbahnhof welche sich am 24.07.2012 und am 29.09.2012 im für Stuttgart 21 umgebauten Gleisvorfeld ereigneten, lässt sich aus dem Untersuchungsbericht entnehmen das Puffer unter nicht geklärten Umständen verschwunden sind!

Siehe dazu den Bericht der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (link) auf Seite 41.
Zitat:
„Entgleisung am 29.09.2012 Eine Untersuchung war nur an den mit 9-12 bezeichneten Puffern möglich. Nach mehrmali­ger Rückfrage bei DB Fernverkehr AG nach dem Stand der Puffertelleruntersuchungen, teilte diese annähernd 8 Monate später mit Schreiben vom 23.04.2013 mit, dass die ins DB Fahr­ zeuginstandhaltungswerk nach Eberswalde übersandten Puffer dort nicht mehr auffindbar seien. Die vier zur Untersuchung zur Verfügung stehenden Puffer, wurden am noch in Stuttgart stehenden Apmz-Wagen abgebaut und zu der AXTONE GmbH verbracht. Weshalb die vier Puffer entgegen den Festlegungen mit der DB Fernverkehr AG nicht zur Untersuchung nach Eberswalde überführt wurden bleibt ebenfalls fraglich.

Brissant hierbei ist nicht nur diese Tatsache an sich, sondern auch ein Vorgang der eben im direkten Zusammenhang mit genau diesem Unfall stand! Ich möchte dafür auf die Bilder von Wolfgang Rüter verlinken der am 25.03.2013 von der Ehmannstraße aus die Abwrackung von Waggons dokumentiere welche am Unfall beteiligt waren!

Man beachte – Im Bericht der EUB wird erwähnt das die 8 Monate lang angeforderte Info über die nicht mehr auffindbaren Puffer am 23.04.2013 eintraf! Der Unfallzug bzw. einige Wagen davon – und damit Beweismittel der Unfälle – wurde am 25.03.2013 vernichtet. Und das obwohl allen Beteiligten klar sein mußte das eine Untersuchung in diesem Fall läuft! Diese Untersuchung wurde erst mit dem Bericht dazu also am 08.04.2014 abgeschlossen! Das alles wirft natürlich schon die Frage auf – Wurden hier evtl. Beweismittel vernichtet?

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Weiche 227 – der Untersuchungsbericht

Testfahrt vom 09.10.2012
Testfahrt vom 09.10.2012

Ja so ein Puffer der hat´s schwer! Immer zu wird er gedrückt und gepufft. Von allen Seiten wird massiv Druck auf ihn ausgeübt und an ihm rum geschoben. Jeder will was von ihm, aber keiner nimmt Rücksicht auf ihn. Letztlich offenbart der Bericht des Eisenbahn-Unfalluntersuch-ungsstelle des Bundes (EUB) nichts weiter als das es dem Puffer schlicht letztlich zu Dumm wurde! Belastet bis an die Grenzen seiner Kräfte gab er dem Druck nach und brach. Zum Dank für stehts gute Arbeit wird er nun auch noch zum Sündenbock ernannt – als ob er als Puffer nicht schon genug Last auf sich nehmen musste! Ohne jegliche Ironie kommen wir zum wesentlichen: Weiche 227 – der Untersuchungsbericht weiterlesen

Weiche 227 eine endlose Geschichte?

Aus aktuellem Anlass, möchte ich heute einen meiner Artikel zur Weiche 227 und dem, wegen dem Immobilienprojekt Stuttgart 21 untragbaren Zustand in Stuttgart, erneut einstellen. _DSC7953Dazu stelle ich die Frage an den neuen OB Kuhn – der möglicherweise mehr Interesse an seiner Stadt hat wie der letzte OB – Herr Kuhn möchten sie so eine Gefährdung am Hauptbahnhof ihrer Stadt wieder haben? Nach den lächerlichen Äußerungen der Bahn, ist nicht damit zu rechnen, dass beim Dach oder Gleisvorfeld in Zukunft mehr Sorgfalt von der Bahn ausgehen wird! Herr Kuhn sie kennen diese Fälle sie sind mindestens Moralisch mitverantwortlich wenn hier nichts besser wird! Weiche 227 eine endlose Geschichte? weiterlesen

Weiche 227 eine endlose Geschichte?

Seit das Gleisvorfeld für Stuttgart 21 umgebaut wird, entgleisten bereits mindestens 5 Züge von denen man erfahren hat. Davon alleine dreimal an der gleichen Stelle – Weiche 227.
Natürlich war es nicht immer die selbe Weiche, den nach der ersten Entgleisung wurde sie ersetzt und die dritte Entgleisung war auf einer provisorisch eingebauten „Einfach-Weiche“. ALLE Entgleisungen waren allerdings in der selben Gleisgeometrie erfolgt. Diese ist bis heute nicht verändert worden!
Sie basiert natürlich auf den Planungen der DB für Stuttgart 21, da einzig aus diesem Grund das funktionierende Gleisvorfeld umgebaut werden musste.

Weiche 227 eine endlose Geschichte? weiterlesen

Neuer Sternbericht zu S21

Die beiden Vorab-Berichte 1 / 2 zur ab Donnerstag erhältlichen neuen Ausgabe des Stern lassen ahnen, dass noch einmal ein Teil von all dem auf den Tisch gezerrt wird, was die beiden Projektpartner Deutsche Bahn und Landesregierung auch Gemeinsam nicht Lösen können. Selbst nach zahlreichen Versuchen scheinbarer Transparenz und angeblicher gemeinsamer Kompromisse …Wer redet eigentlich noch von S21 Plus? … gelingt es nicht die Realität auszublenden. Weiterhin und beständig bleiben, selbst nach der größten demokratischen Waffe der Politik, die Fakten die gleichen wie vor der sogenannten Volksabstimmung.

am 29.09.2012 entgleister IC 2312
am 29.09.2012 entgleister IC 2312
am 29.09.2012 entgleister IC 2312

Es nutzt nichts Gebetsmühlenartig immer wieder zu behaupten das die Volksabstimmung alles Böse auf dieser uns bekannten Welt der „Best geplanten“ Immobiliendeals der Neuzeit legitimieren würde.
Immer noch bleiben alle Probleme die gleichen. Die Tatsachen bestätigen die Bedenken grundsätzlich. Wenn man bedenkt das so vieles was die Probleme rund um Stuttgart 21 lösen soll, allein darin begründet liegt an die unglaublichen Planungsleistungen der DB zu glauben, stimmen nicht zuletzt die Ereignisse rund um die Weiche 227 nachdenklich! Ist es nicht so das die Deutsche Bahn sich vorrangig und Hauptsächlich um Schienenverkehr kümmert? Könnte man nicht zurecht annehmen das dies ihr Hauptgebiet wenn nicht sogar Fachgebiet darstellt? Und doch bekommt es die Bahn nicht wirklich hin eine funktionierende Weichenverbindung herzustellen, obwohl der Bau dieser Weiche ein Teil der „Best geplanten Baustelle aller Zeiten“ ist? Wer kann da noch fragen warum es nach dieser sagenumwobenen Generalamnesie „Volksabstimmung“ wie sie gerne von der DB und der Politik gesehen werden will immer noch wenn nicht sogar noch mehr Zweifel bestehen. Selbst in Ihrem Kerngeschäft zeigt die Deutsche Bahn das Vertrauen in ihre Fähigkeiten tödlich enden könnte! Betrachtet man die Bilder der Schäden am Zug und bedenkt das dies ein Zug war der mit Menschen besetzt war, dann kann man nur erschreckt zurückweichen vor so viel Arroganz der Planer! Wie kann man so kalt vorgehen und nur um das Gesicht zu wahren und das Immobilienprojekt Stuttgart21 zu retten so arrogant an den eigenen Fehlplanungen festhalten?

am 29.09.2012 entgleister IC 2312

Der Stern spricht von mangelhaftem Brandschutz (siehe auch diesen älteren Bericht) Zitat Löscheinrichtungen in dem S21-Tunnelsystem von insgesamt rund 60 Kilometern seien „nicht brauchbar“, die Fluchtwege zu schmal, das Streckengefälle sei manchmal doppelt so hoch wie erlaubt. … 33 Minuten würde etwa die Evakuierung im neun Kilometer langen Fildertunnel dauern … „Aus brandtechnischen Gründen“ halten die Ingenieure S21 daher für „nicht machbar“. Ihr Fazit: „Die Tunnel sind Todesfallen.“ Zitatende Auch bezüglich der sagenumwobenen Leistungsfähigkeit des „geplanten“ Tiefhaltepunktes schreibt der SternZitat Dem Stern sagte der einstige Befürworter des Bauprojekts: „S 21 wird niemals leisten können, was den Bürgern versprochen wurde.“ Und weiter: „S 21 ist der größte technisch-wissenschaftliche Betrugsfall der deutschen Industriegeschichte.“ Zitatende

Es ist also zu Empfehlen den neuen Stern zu kaufen und spätestens wenn man ihn nicht mehr braucht an Bekannte die noch die Begründung – „Mit der VA wurde doch alles geklärt!“ benutzen weiter zu geben.

Ansonsten bleibt nur allen beteiligten Verantwortlichen der Politik zu raten endlich diesen Unsinn zu beenden bevor noch mehr Menschen durch die Verantwortlichen der DB gefährdet werden! (siehe Thematik „Weiche 227“) Keiner kann behaupten von nichts gewusst zu haben oder gar „sich überrrascht zeigen“  vor Tatsachen die seit Jahren bekannt sind.

(Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Testzug wieder entgleist 09.10.12

Bilder und Bericht von Wolfgang Rüter

Erst gestern (08.10.12) behauptet die DB in einer Pressemitteilung das ab heute (09.10.12) Früh wieder alles funktioniert. Das Vertrauen das die DB irgend etwas im Griff hat lässt sich „so langsam“ beim besten Willen nicht mehr aufbringen. Dabei wurde „nur“ eine einfache Weiche verbaut da die bei der letzten Entgleisung zerstörte Doppel Weiche 227 nur nach langen Lieferzeiten ersetzt werden könnte.

In diesem Sinne „weiterbauen“ … oder!?
( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Wer wert auf die Erklärung der DB legt findet sie hier. Dort schreibt die DB von einem Test der die Situation nachstellen solle, aber sie vergisst dabei das sie selbst ja schreiben das sie nicht die gleiche Weiche einbauen konnten. Das verstehe wer will.

Fahrten eines „Gleismesszug“es (Bild 1 / 2 / 3 ) am Abend des 08.10.12 (19:30 und 19:50) Abends
http://bambuser.com/v/3046173 / http://bambuser.com/v/3046217

Zugentgleisung im Gleisvorfeld des HBF

Am Mittag des 29.09.12 Entgleiste ein Zug der aus dem Stuttgarter Hauptbahnhof ausfahren wollte direkt im Gleisvorfeld an Weiche 227a/b. Bereits schon bei der letzten Entgleisung am 27.07.2012 war auch ein IC nach Hamburg an dieser Weiche gescheitert.


zur Dokumentation (mehr Bilder) 

Gegen Abend traf ich einen Ingenieur der versuchte mir zu erklären was er für das Problem an diesem neu gebauten Weichenbereich hält. Bereits Zugentgleisung im Gleisvorfeld des HBF weiterlesen

PM zur Entgleisung am HBF

Stuttgart braucht endlich ein zeitgemäßes Stellwerk!
Bahn muss in Betriebssicherheit investieren statt an S21 herumbasteln!

Stuttgart, 24. Juli 2012: Heute ist im Stuttgarter Kopfbahnhof der IC2312 bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof entgleist, zur Stunde und voraussichtlich bis in den Abend hinein sind die Gleise 9 und 10 gesperrt, aus Gleis 8 kann kein Zug mehr ausfahren. Vermutlich hat eine Weiche während der Fahrt die Stellung geändert, wodurch PM zur Entgleisung am HBF weiterlesen