Archiv der Kategorie: Stuttgart

StN: Landhaus in Uhlbach wird abgerissen

Kleiner Artikel in der „Stuttgarter Nachrichten“ auf den ich Hinweisen möchte:
Landhaus soll abgerissen werden

Gerade am 1.Mai werden wieder viele Menschen aus Stuttgart den Ort besuchen, um beim alljährlichen Maibaumaufstellen dabei sein. Die Leute freuen sich an einem schönen Ort wie Uhlbach. Sie bewundern die schönen Häuser. Setzen sich auf den zentralen Platz vor dem Uhlbacher Weinbaumuseum. Ein Ort auf den selbst die Stadt Stuttgart in ihrem Neubauwahn stolz ist – zumindest solange man damit noch Tourismus betreiben kann. Viele Tausend Menschen fährt die Stuttgart Marketing GmbH jährlich mit Bussen aus der Zugebauten Innenstadt in den beschaulichen Ort zwischen Weinreben und Geschichte (Grabkapelle auf dem Rotenberg).

Fragt sich wie Kurzsichtig es ist solche Häuser in einem solchen Ort nicht zu schützen. Wie viel schadet sich die Stadt nun hier wieder selbst!? Was bedeutet die Worthülse „Denkmalschutz“ eigentlich heute noch? Warum reicht ein Jahr „Verhandlungen“ damit die Stadt zurücksteckt und hier Neubauten zulässt?

Morgen ist wie gesagt der 1. Mai – Zeit für manche wieder mal Geld nach Uhlbach zu tragen (ah sorry wollte sagen – auf dem Maibaumfest zu speisen.). Zeit aber auch mal nach dem Wein einen Rundgang im Ort zu machen und sich dieses Haus noch einmal anzuschauen.

Fast zwei Jahre Mahnwache – nun an neuem Standort!

Seit dem 17.7.2010 steht die Mahnwache – mittlerweile ein 6 Meter langes Zelt – nun schon am Hauptbahnhof Stuttgart. Über 300 Menschen im Schichtdienst, mahnen darin Wetter geschützt mit Hilfe von Flyer, Buttons, Broschüren und Plakaten gegen das Immobilienprojekt Stuttgart21.

Kein Sturm konnte sie vertreiben, kein Starkregen beirren, keine noch so kalte Winternacht konnte sie beeindrucken – sie sind da! Bis heute…

… nun meint die DB mit einem Technikgebäude evtl. nach Jahren des Baustillstandes auch einmal etwas bauen zu wollen. Daher mußte die Mahnwache umziehen. Siehe auch die neuen Wege am HBF. Man darf gespannt sein ob aus den Plänen der DB etwas wird oder es auch weiterhin dabei bleibt das nur abgerissen, gefällt, ver“setzt“ und zerstört wird.

Der neue Standort befindet sich auf Höhe des Hauptbahnhofturmes auf der Königstraßenseite der Schillerstraße. Einheimischen ist der „Crepesstand“ ein Ortsbegriff – „hinter“ diesem und vor dem „Hindenburgbau“ (dessen Name bekannt aber seit 2010 dem Gebäude aberkannt wurde) steht sie jetzt.

Der Standort ist meiner Ansicht nach ein sehr Publikumswirksamer und damit im Sinne der Sache einfacher Stand. Noch dazu direkt vor den Toren des Radiosenders 107,7! Nun wird sich zeigen wie diese zweifelsfrei aber auch anspruchsvolle größere Öffentlichkeit gemeistert werden wird. Die Inhalte sind zwar unverändert einleuchtend, aber der Anspruch an die Kommunikationsfähigkeit ist seit dem Volksentscheid sicher nicht kleiner geworden.

Insofern wünsche ich dem Mahnwachenteam viel Energie und Erfolg und vor allem auch viele neue Mitstreiter die sie unterstützen.

Mehr Bilder
Videos vom Umzug auf cams21.de

Rose Hajdu und Paul Bonatz

Heute Eröffnete Sie, im Rahmen der 6. Feuerbacher Kulturnacht, ihre Ausstellung im 100 Jahre alten Leibniz-Gymnasium in Stuttgart-Feuerbach.

Ein Video der Vernissage das im Netz aufgetaucht ist.

31 Bilder, hauptsächlich vom Bonatzbau des Leibniz-Gymnasiums, aber auch von der Lerchenrainschule in Stuttgart und dem Mörike-Gymnasium in Göppingen werden in einer Ausstellung ab dem 21. April zu sehen sein.

Tolle Fotografien in einem tollen Gebäude.
Es lohnt sich die Ausstellung zu besuchen!

Laudatio von Dr. Marc Hirschfell (Kunsthistoriker)

Genauso lohnend ist aber auch die aktive Unterstützung des neuen Projektes von Rose Hejdu „Paul Bonatz – Bauten an Rhein und Neckar“ nennt es sich und umfasst Fotografien vieler Bonatz Bauwerke in Süddeutschland. Infos zur Unterstützung (Buchvorbestellungen zb.) direkt bei rosehajdu.de

Auf den Spuren der Königl. Württ. Staatseisenbahn

Wie bereits in dem Artikel zur letzten Stadtwanderung angekündigt – hier nun die Termine der nächsten Wanderung dieser Art.

Auf den Spuren der Königl. Württ. Staatseisenbahn
Eine Stadtwanderung vom alten Stuttgarter Bahnhof auf die Prag

Vom alten Bahnhof an der Bolzstraße wissen viele Stuttgarter noch etwas – aber auch davon wie der Eisenbahn-Betrieb funktionierte und wie die alten Gleise ins Umland hinaus verliefen? Nach einer Einführung folgen wir den imaginären Schienen Richtung Hauptbahnhof. Den weiteren Verlauf durch die hässliche Brache um die viel gerühmte Bibliothek ersparen wir uns und fahren vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle „Pragfriedhof“ mit der U 15 (bitte Kurzstreckenticket bereithalten). Dort treffen wir dann wieder auf die alte Trasse, nehmen den Weg ein Stück weit durch den Pragfriedhof und besuchen das Grab von Carl Etzel und einiger anderer Eisenbahnpioniere. Weiter auf Etzels Gleis-Spuren spazieren wir durch den Inneren Nordbahnhof, vorbei am „Mahnmal der Erinnerung“ zu den Wagenhallen – auch ein Stück württ. Eisenbahngeschichte. Von den Gäubahnbrücken aus übersehen wir den Äußeren Nordbahnhof und verstehen, warum Etzel dort mit dem Prag-Tunnel die erste Baustelle seiner württ. Eisenbahn eingerichtet hat. An der U- und S-Bahnstation „Nordbahnhof“ endet unsere Tour.

Diese Stadtwanderung hat keinen kommerziellen Hintergrund und ist rein privater Natur. Sie nehmen in eigener Verantwortung und auf eigene Gefahr teil.

Treffpunkt : Stuttgart-Mitte, Bolzstraße vor Postamt
Wegstrecke : ca. 3 km
Dauer : etwa 3 ½ Stunden

Termine:
Sonntag 17. Juni 14.30 Uhr – noch 15 Plätze frei (Stand 15.04.12)
Sonntag 24. Juni 14.30 Uhr – noch 25 Plätze frei (Stand 15.04.12)
Termin Gestrichen (Stand 05.05.12)

Anmeldung zwingend erforderlich unter:
schuy-goekeler@gmx.de oder 0711.696525

Weiter möchte ich auf eine Ausstellung (und Vortragsreihen) dieses Jahr hinweisen: (Termine siehe Link)
Zum 200. Geburtstag von Carl von Etzel

Carl von Etzel und die Anfänge der Eisenbahn in Württemberg
Ausstellung
Eine Ausstellung im Stadtarchiv zum 200. Geburtstag des Eisenbahnpioniers.

Carl von Etzel (1812 – 1865) war zu seinen Lebzeiten ein international renommierter Eisenbahnplaner – heute dagegen ist er nur noch wenigen bekannt.
Sein 200. Geburtstag gab den Anlass, diesen außergewöhnlichen Mann mit einer längst fälligen Ausstellung zu würdigen.