852 Tage – nach dem Schwarzen Donnerstag

Impressionen vom 30.09.2010
Archivbilder von Alexander Schäfer

Archivbild 2010
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Am 31. Januar 2013 werden Nadine Hamaleser, Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D., und Dominik Dörr (alle Mitbegründer des Vereins Initiative 30.09.) im Landtag Baden – Württemberg eine Petition mit

der Forderung um Wiederaufnahme des Untersuchungsausschusses zu den Ereignissen am „Schwarzen Donnerstag“ an Brigitte Lösch, Vizepräsidentin des Landtags, und Hans – Ulrich Sckerl, Obmann im Untersuchungsausschuss, beide Abgeordnete der Fraktion der GRÜNEN, übergeben.

Archivbild 2010
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„Es ist wichtig, die Ereignisse dieses Tages vollständig aufzuarbeiten“, so Hamaleser.
Ein Artikel in der „Stuttgarter Zeitung“ vom 26. Oktober 2012 war für Nadine Hamaleser der Anlass, diese Petition ins Leben zu rufen. Damals kam es zur Diskussion, ob die E- Mails von Stefan Mappus, welche im Rahmen der Ermittlungen zum sogenannten „ENBW- Deal“ gesichtet worden sind, auch dem Landtag zur Verfügung gestellt werden sollen. So hätte auch die Möglichkeit bestanden, weitere Erkenntnisse zu den Vorkommnissen vom 30.9. zu gewinnen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart lehnte dies ab, „da es im Parlament keinen Untersuchungsausschuss zum „Schwarzen Donnerstag“ mehr gebe“. „Es fehle eine Rechtsgrundlage für die Akteneinsicht“.
Die logische Konsequenz daraus, so Hamaleser, sei eine Wiederaufnahme des Untersuchungsausschusses. Diese Meinung haben auch rund 4000 Unterzeichner, welche sich der Petition angeschlossen haben. Die Stimmensammlung erfolgte hauptsächlich online. Die Petition wurde ausschließlich durch „Mund-zu Mund- Propaganda“ bekannt gemacht.

Archivbild 2010
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Der Verein „Initiative 30.09.“ unterstützt die Aktion. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an den 30.09.2010 wach zu halten und Demokratie, Bürgerrechte sowie die Demonstrations- und Versammlungsfreiheit zu fördern. PM als PDF

Archivbild 2010
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Meine Linktipps zum Thema:
Videos von Flügel TV zum 30.09. unter anderem auch viele Ausschnitte aus dem sogenannten „Untersuchungsausschuss 30.09.“ Nr.1. Erschreckend und am entlarvendsten zb. das Verhör und die Art und Weise wie Volker Lösch von diesen Leuten im sog. „UA“ behandelt wurde. Speziell interessant, auch ein Interview mit zb. Werner Wölfle unter anderem zum „UA“ 30.09. Nr.1 Dort spricht er zb. noch davon das nach der LTW endlich eine Entschuldigung kommen muß – verspricht fast schon das dies nur mit einer Abwahl der CDU kommen wird – was daraus wurde zeigte die Zeit … bis heute NICHTS!

…852 Tage…

0 Gedanken zu „852 Tage – nach dem Schwarzen Donnerstag“

  1. Alex, danke für dein stetes Dran-Erinnern! Trotz allem Schmerz und aller Trauer macht mir das immer wieder Mut, auch wenn es manchmal der Mut der Verzweiflung ist. Ich wünsche mir, dass wir wieder zum Zusamenhalt finden, zum mutig uns dem wahnsinnigen Weiterwühlen der Bahn Entgegensetzen. Und die weitere Zerstörung unserer Stadt verhindern.

  2. Wenn ich das Video sehe, dann kann ich nur noch weinen! Aktuell sehen wir was das Projekt kostet. alles ist doch eine große Lüge und dafür wurden Kinder,alte Menschen geschlagen und verletzt und Bäume entfernt. Das ist doch Irrsinn!Ein Projekt durchzuboxen, dass schon früh zeigte, dass es weder bezahlbar, noch gut durchdacht ist die alten Menschen haben in ihrem Leben schon einmal erlebt, was passiert, wenn man sich nicht wehrt und wieder hat man prügelnd alles niedergeschlagen!

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